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Deutscher Filmklub in Nowosibirsk

Deutscher Filmklub in Nowosibirsk
Deutscher Filmklub in Nowosibirsk | Foto: © ard

Nowosibirsker Staatliche Gebietsbibliothek

Die Polizisten Sven Lottner und Marek Gorsky ermitteln im Berliner Mafiamilieu. Dabei werden ihnen unaufhörlich Steine in den Weg gelegt: vonseiten der Kriminellen ebenso wie von korrupten Polizisten. Die Sache wird kompliziert, als Gorsky zufällig den Mördern seines Bruders auf die Spur kommt und sein Schwager, der russische Geschäftsmann Mischa, im neuen Fall zum Verdächtigen wird.

Die Berliner Polizisten Marek Gorsky und Sven Lottner bekommen erstmalig die Chance, in einem großen Fall zu ermitteln. Alle Spuren führen sie dabei zunächst in das Milieu der russischen Mafia. Bei den Ermittlungen kommt Gorsky zufällig den Mördern seines Bruders auf die Spur; dieser wurde vor zehn Jahren unter ungeklärten Umständen von Gangstern ermordet. Gleichzeitig wird Gorskys Schwager Mischa im neuen Fall zum Verdächtigen. Von da an gerät Gorsky immer stärker zwischen die Fronten. Mehrmals begegnet er der Ukrainerin Jelena. Die ist nach Berlin verschleppt worden, um dort als Prostituierte zu arbeiten. Durch das Zusammentreffen mit Gorsky erfüllt sich für Jelena eine schicksalshafte Prophezeiung.

Der eigentliche Protagonist der zehnteiligen Krimi-Serie „Im Angesicht des Verbrechens“ (2010) ist aber die deutsche Hauptstadt Berlin. Diese wird als düsterer Großstadtdschungel portraitiert, wo Mafiaclans sich bekriegen, Polizisten korrupt sind und sich die Hoffnung auf ein besseres Leben im Westen als Illusion erweist. Vor allem zeigt „Im Angesicht des Verbrechens“ die Stadt als einen Mikrokosmos unzähliger ethnischer und sozialer Milieus mit ihren unterschiedlichen Sprachen und Lebenswelten. Die Serie wurde vielfach ausgezeichnet: sie erhielt den Grimmepreis sowie den Deutschen und den Bayrischen Fernsehpreis. Neben dem großartigen Drehbuch von Rolf Basedow dürfte dazu die unkonventionelle Regie von Dominik Graf beigetragen haben sowie das hervorragende Schauspieler-Ensemble, bestehend unter anderem aus Max Riemelt, Ronald Zehrfeld, Marie Bäumer und Alina Levshin.

Das Goethe-Institut Nowosibirsk zeigt die zehnteilige Serie ab dem 22.03.2016 in der Nowosibirsker Gebietsbibliothek. Die Filmvorführung (Deutsch mit russischen Untertiteln) und die daran anschließende Filmbesprechung (in deutscher Sprache) finden jeden Dienstag von 18 – 20 Uhr im Theatersaal der Bibliothek statt. Die Veranstaltungen werden von den Sprachassistentinnen des Goethe-Instituts Daria Leduck und Lena Goldstein moderiert.

Details

Nowosibirsker Staatliche Gebietsbibliothek

Ul. Sowetskaja. 6
Nowosibirsk

Sprache: Deutsch mit russischen UT
Preis: Eintritt frei

+7 (383) 362 14 74 Anna.Morosowa@goethe.de