Ausstellung
Ulrike Rosenbach: Reflexionen über die Geburt der Venus
Ulrike Rosenbach zählt zu den ersten Künstlerinnen, die sich mit Videokunst beschäftigte. Seit 1970 untersucht sie in ihren Videoarbeiten, Performances, Aktionen und multimedialen Installationen die Rolle der Frau und ihre Repräsentation in der traditionellen Kultur.
Die Methode ihres künstlerischen Schaffens könnte man prozessual und multimedial nennen. Rosenbachs Kunstaktionen werden auf Video aufgenommen, die als Fragmente ihrer Skulptur-Installationen verwendet werden, die zu einem Teil ihrer Videoperformances werden. Die Künstlerin arbeitet oft mit religiösen und mythologischen Frauenbildern aus der Kunstgeschichte. In ihrer Arbeit "Reflexionen über die Geburt der Venus" projizierte Rosenbach das berühmte Gemälde "Die Geburt der Venus" von Botticelli auf eine Wand. Vor der Projektion brachte sie eine Muschel mit Sand und ein Videomonitor an, um die Meeresbrandung darzustellen. Die Künstlerin trat in die Muschel, sodass ihr nackter Körper mit dem Körper der Venus von Botticelli zu einer Einheit verschmolz.
Im Licht der Projektion drehte sie sich langsam um sich selbst. Ihr Körper trug gleichzeitig zwei Farben: weiß und schwarz. Mal leuchtete er, mal verschwand er in der Dunkelheit, sodass der Eindruck entstand, dass Tag und Nacht sich durch die langsame Rotation des Körpers abwechselten. Die Performance wurde durch ein Lied "Sad-eyed lady of the lowlands" von Bob Dylan begleitet.
Am 3. November um 18:00 Uhr findet ein Vortrag von Ivan Tschetschot zu dieser Arbeit statt.
Details
Marmorpalast St. Petersburg
Millionnaja Uliza 5/1
191186 St. Petersburg
Preis: 100–300 Rubel; mehr Informationen über die Eintrittskarten auf der Website des Russischen Museums
+7 812 3631125
snezhana.vinogradova@stpetersburg.goethe.org
Diese Veranstaltung ist Teil der Veranstaltungsreihe Deutsche Videokunst im Russischen Museum.
Öffnungszeiten: Mo, Mi, Fr, Sa, So 10:00 – 18:00 Uhr, Do 13:00 – 21:00 Uhr