Krasnojarsk | Kino
"Grüße aus Fukushima" im Deutschen Kinoklub, Krasnojarsk

GRÜSSE AUS FUKUSHIMA
© Hanno Lentz - Majestic

Der Krasnojarsker Kinoklub zeigt am Jahrestag der Katastrophe einen Film, der an die Opfer der japanischen Nuklearkatastrophe erinnert. „Grüße aus Fukushima“ ist am 11. März 2017 im Dom Kino zu sehen. In deutscher, englischer und japanischer Sprache mit russischen Untertiteln. Der Eintritt ist frei.

Dom Kino

Seit Januar 2016 gastiert der Deutsche Kinoklub jeden Monat im Dom Kino in Krasnojarsk. Im Rahmen dieser Reihe werden aktuelle deutschsprachige Filme gezeigt, die Kinointeressierten und Deutschlernenden das zeitgenössische deutsche Kino näherbringen.

Auf der Flucht vor ihren zerplatzten Lebensträumen und dem Verlust ihrer großen Liebe reist die junge Marie für die Organisation Clowns4Help in die Präfektur Fukushima. Zusammen mit dem Clown Moshe will sie den überlebenden Opfern der Dreifachkatastrophe von 2011, die auch Jahre später immer noch in Notunterkünften leben, ein wenig Freude bereiten. Es ist aber, wie sich Marie bald eingestehen muss, eine Aufgabe, für sie überhaupt nicht geeignet ist. Anstatt nun erneut davon zu laufen, beschließt Marie, ausgerechnet bei der störrischen alten Satomi zu bleiben, der letzten Geisha Fukushimas, die auf eigene Faust in ihr zerstörtes Haus in der Sperrzone zurückziehen will. Die beiden sind zwei Frauen, wie man sie sich unterschiedlicher nicht denken könnte. Beide bleiben - jede auf ihre Art – in der Vergangenheit gefangen und müssen lernen, sich von ihren Schuldgefühlen und der Last der Erinnerungen zu befreien.

Es ist nicht der erste Film, den Doris Dörrie in Japan gedreht hat. Dieser wurde im geschützten Bereich um Fukushima gedreht. In den Rollen spielen einige der Evakuierten mit. Der Film war den Deutschen Filmpreis 2016 nominiert und wurde von der Bayerischen Akademie in der Kategorie beste Schauspielerin ausgezeichnet. Er lief im Panorama der Berlinale von 2016, wo er auch den Publikumspreis gewann. Zusätzlich erhielt er den Preis der Confédération Internationale des Cinémas d’Art et d’Essai (CICAE) und den DEFA-Preis. Beim Filmfestival von Odessa gewann er den Preis für die besten Schauspielerinnen.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei. Der Film wird in Originalfassung mit russischen Untertiteln gezeigt und richtet sich an Zuschauer, die älter als 16 Jahre sind. Nach der Vorstellung besteht, in deutscher und russischer Sprache, die Möglichkeit zur Diskussion. Die Veranstaltung dauert ca. zwei Stunden, sie wird von der DAAD-Lektorin Lea Völker moderiert.

Details

Dom Kino

pr. Mira 88
Krasnojarsk

Sprache: Deutsch, Japanisch und English mit russischen UT
Preis: Eintritt frei

+7 (391) 227 26 37 daad-krasnoyarsk@yandex.ru