Filmvorführung und öffentliche Diskussion
Manifesto / 16+

Manifesto 2016 Julian Rosefeldt
© Julian Rosefeldt

Filmvorführung „Manifesto“ von Julian Rosefeldt und anschließende öffentliche Diskussion über Erinnerung und Zeit. Teil 3 des internationalen Kunstprojekts „Condition humaine“, Kurator Viktor Misiano

Zentrum für zeitgenössische Künst Moskau

Anmeldung ist abgeschlossen!

Teil 3 des internationalen Kunstprojektes „Condition humaine“. Filmvorführung „Manifesto“ von Julian Rosefeldt und anschließende öffentliche Diskussion über Erinnerung und Zeit
Moderator: Viktor Misiano
Teilnehmer: Ilja Budrajtskis, Dmitrij Wenkow, Sergej Wassiljew
Das Staatliche Zentrum für Zeitgenössische Kunst zeigt den Film „Manifesto“ (2016) des deutschen Künstlers und Filmemachers Julian Rosefeldt. Die Filmvorführung mit anschließender Diskussion über Erinnerung und Zeit ist der Auftakt des dritten Teils des internationalen Kunstprojekts „Condition humaine“ mit dem Titel „Die Zeit und die Sinne. Trauma, Erinnerung, Vergessen, Wissen“. Im Rahmen der Diskussion ist eine Skype-Schaltung mit dem Künstler geplant.
 
Die Veranstaltung findet statt mit Unterstützung des Goethe-Instituts.
 
Wie ist Zeit organisiert? Wie verbindet sich lineare Zeit, die aus der Vergangenheit in die Zukunft fließt, mit anderen Formen von Zeit – der reversiblen und der zyklischen? Wie begegnen sich in der realen menschlichen Erfahrung alltägliche und historische Zeit?
Wie gewährt das Vergangene seine Anwesenheit im Gegenwärtigen und bestimmt sein Werden?

Julian Rosefeldt sucht diese Fragen seit vielen Jahren in seinem Schaffen zu beantworten. Er bleibt diesem Thema auch in seinem jüngsten Werk, dem 130-minütigen Film „Manifesto“, treu, setzt aber ein paar neue Akzente. Wie verhält sich die Aktualität der Gegenwart zum Nachlass des vergangenen Jahrhunderts? Inwieweit können wir uns heute in der Moderne mit ihrem historischen Optimismus, mit ihren visionären Manifesten wiedererkennen?

Oder leben wir heute in Zeiten, in denen die Zukunftsorientierung in eine fortdauernde Vergangenheitsbewältigung umgekippt ist? Wo die einzig mögliche Zukunft darin besteht, dass wir in der Gegenwart die Vergangenheit inszenieren. Doch diese Vergangenheit hatte, im Unterschied zu uns, eine Zukunft.  

Details

Zentrum für zeitgenössische Künst Moskau

Kleiner Saal
Zoologitscheskaja Str. 13, Geb. 2
Metro: Barrikadnaja, Krasnopresnenskaja
123242 Moskau

Sprache: Englisch mit russischen Untertiteln
Preis: Eintritt frei, Anmeldung ist abgeschlossen!

+7 499 2540674 demina@ncca.ru