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18:00 Uhr

Berlin Alexanderplatz / 18+

Theater |

  • Gogol-Center Moskau, Moskau

  • Sprache Deutsch mit russischen Übertiteln

Berlin Alexanderplatz. Regie: Sebastian Hartmann © Arno Declair arno@iworld.de

Inszenierung von Sebastian Hartmann nach dem Roman von Alfred Döblin. Ein Gastspiel im Rahmen des Theateraustauschs zwischen dem Gogol-Zentrum Moskau und dem Deutschen Theater Berlin.

Die Theatersaison in Moskau beginnt mit einem Highlight: dem seit langem geplanten Theatertausch des Gogol-Zentrums in Berlin und des Deutschen Theaters in Moskau. Den Auftakt macht das Deutsche Theater in Moskau. Es zeigt Alfred Döblins „Berlin Alexanderplatz“ in der Inszenierung von Sebastian Hartmann. Im März ist der Gegenbesuch in Berlin geplant mit den Stücken „Kafka“ und „Maschine Müller“ (Regie: Kirill Serebrennikov).
 
In seiner von der Presse gefeierten Inszenierung von „Berlin Alexanderplatz“  findet Regisseur Sebastian Hartmann eine eigene Form der Roman-Dramatisierung. „…Er adaptiert den Roman nicht als Erzählung (was klug ist, denn in dieser Hinsicht ist Döblins Buch ohnehin nicht zu schlagen), sondern sammelt sich aus der Montage-Peripherie des 1929 erschienen Meisterwerks diejenigen Aspekte, die auf die "conditio humana" in ihrer Gesamtheit abzielen (Deutschlandradio Kultur, André Mumot, 12.05.2016).
 
Es ist eine intensive viereinhalbstündige "Tour de force" für Ensemble und Publikum. Ein lohnender Kraftakt in Schwarz-Weiß. Episches Theater mit gewissen Vorzeige-Effekten, chorischen Momenten und Berliner Gassenhauern. (Inforadio vom rbb
Ute Büsing, 13.05.2016)
 
„Hartmann ist ein postmoderner Romantiker …., der wie viele neuere Regisseure (etwa Michael Thalheimer, Sebastian Nübling oder Leander Haußmann) vom Schauspielberuf ins Regiefach wechselte, pflegt oft einen expressiven Spielstil mit Nacktheit, Kunstbluteskapaden und Verzweiflungsschreien. In seinen Jahren als freier Regisseur (u. a. in Hamburg, Wien und Oslo) nutzte er immer wieder auch Spielformen, die gezielt die Grenze zum Zuschauerraum überschreiten.“ Christian Rakow, Theaterkritiker. Redakteur von nachtkritik.de
 
Sebastian Hartmann, geboren 1968 in Leipzig; Studium an der dortigen Theaterhochschule „Hans Otto“, anschließend Bühnen- und Filmschauspieler. 1991-1993 Ensemblemitglied am Deutschen Nationaltheater Weimar, 1993/1994 am Berliner Carrousel-Theater. Ab Mitte der 1990er Jahre erste Inszenierungen in der freien Theaterszene; 1998 Gründung des „wehrtheater hartmann“. 1999 Inszenierungen am Theaterhaus Jena und am Theater unterm Dach in Berlin. Nach Anfangsjahren in der freien Szene hat er von 1999 bis 2001 als Hausregisseur an der Berliner Volksbühne unter Intendant Frank Castorf seine Bühnensprache vervollkommnet. Mit der Spielzeit 2008/2009 übernahm Hartmann die Intendanz des Schauspiels Leipzig, das er in Centraltheater Leipzig umbenannte (bis 2013).
 
Mit Unterstützung des Goethe-Instituts Moskau.