SIBIR INDIO

Kansk | Videofilmfestival|Ein Kurzfilm von Evy Schubert

Kansk © Evy Schubert

Am 29. August findet die russische Premiere des experimentellen Filmwerkes von Evy Schubert Sibir Indio im Rahmen des 18. Internationalen Kansker Videofestivals statt. Der Film handelt davon, wie Schauspieler Werner Eng (Berliner Schaubühne) in Sibirien nach der schwarzen Magie sucht. Ein Zauberspruch gerät außer Kontrolle und ruft den falschen Geist, gefolgt von schrulligen Ereignissen.

Der Film wurde mit Unterstützung des Goethe-Instituts Nowosibirsk unter anderem in Kansk gedreht. Nach der Filmvorführung beantwortet Regisseurin Evy Schubert, die schon zweimal das Kansker Festival besucht hat, die Fragen des Publikums.

Das Internationale Videofestival findet seit 2002 jedes Jahr im sibirischen Städtchen Kansk statt. Genreübergreifend werden hier zeitgenössische Arbeiten aus den Bereichen Videokunst, Neue Dramaturgie, Neue Musik, Poesie, Theater und Architektur präsentiert. Kansk klingt in der russischen Aussprache ein wenig nach Cannes und so verbindet sich der spezielle Charme der bedeutenden Internationalen Filmfestspiele hier mit den sibirischen Kontrasten. Dieses Jahr feiert das Kansker Festival seine Volljährigkeit mit dem Thema „18+“ und erwartet vom 25. bis 31. August 2019 seine Gäste. Der Eintritt zu allen Festivalveranstaltungen ist frei.

Evy Schubert ist eine Regisseurin und Videokünstlerin aus Berlin. Geboren 1981, studierte sie Fotografie und Philosophie an der Pariser Sorbonne, Kommunikationswissenschaften und Soziologie in Erfurt und Theaterwissenschaften in Berlin. Die Regie-Ausbildung absolvierte sie an der Volksbühne Berlin, wo sie am Theater mit Regisseuren wie Herbert Fritsch und Dimiter Gotscheff zusammenarbeitete. Evy Schuberts Werke, die häufig auf internationalen Filmfestivals ausgezeichnet wurden, dringen zu den Grenzen von Theater-, Film- und Performance-Kunst vor. Ihr Film Dominus Dixit wurde 2016 beim Kansker Filmfestival ausgezeichnet.