Experience the World My Way
Festival|Internationales inklusives Festival und Konferenz „Accessible Museum“ (Barrierefreies Museum)
-
Staatliches Puschkin Museum, Moskau
- Sprache Simultan-Übersetzung Englisch-Russisch, Russisch-Englisch und Übersetzung in russische Gebärdensprache
Im 21. Jahrhundert wird Kunst im Museum längst nicht mehr allein über das Auge wahrgenommen. Immer häufiger setzen Künstler und Kuratoren Klang, Bewegung sowie haptische oder sogar olfaktorische Elemente ein. Das inklusive Festival im Puschkin-Museum widmet sich der Vielfalt der Sinne, über die Kunst erlebt wird. Auf dem von Künstlern, Kuratoren, Kunsttherapeuten und Pädagogen aus aller Welt gestalteten Programm stehen Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene mit und ohne Behinderungen: Diskussionen, Meisterklassen, Performances, Vorträge, Tastführungen und Unterricht in russischer Gebärdensprache.
Seit 2017 findet das Festival jedes Jahr im Puschkin-Museum statt. Das diesjährige Thema lautet „Experience the World My Way“ (Probier’s mal mit meiner Wahrnehmung) und soll die verschiedenen Möglichkeiten unserer Sinnesorgane ausloten, mit denen wir die Welt – und die Kunst – zu begreifen versuchen. Alle Veranstaltungen des Festivals sind inklusiv, d. h. behindertengerecht. Inklusive Kommunikation ist für alle eine wichtige Erfahrung und wird hier zum verbindenden Motto.
Für Kinder mit Sehbehinderungen gibt es Tastmodelle von impressionistischen und postimpressionistischen Kunstwerken. Für Gehörlose und Schwerhörige und ihre Familien werden Führungen in russischer Gebärdensprache durch die ständige Ausstellung angeboten. Kinder und Erwachsene mit Autismus oder anderen Entwicklungsbesonderheiten sind eingeladen, kreative Workshops in Kunsttherapie-Ateliers oder multisensorische Meisterklassen zu besuchen.
Kuratorin des Festivals ist die Kunsthistorikerin und Kommunikationswissenschaftlerin Jewgenija Kisseljowa.
08.10
14:00–15:00
Workshop und Social Performance „Restitution of Signs“ (Restitution der Symbole)
Jan Vormann, Künstler
Auf dem inklusiven Festival des Staatlichen Museums für Bildende Künste A. S. Puschkin gibt Jan Vormann eine Social Performance mit Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen. Gemeinsam sollen alternative Verkehrsschilder und andere optische Markierungen entwickelt werden, die auf Behinderte in der Öffentlichkeit hinweisen. Laut Vormann gibt es drei Möglichkeiten, neue Ideen einem breiten Publikum auf der Straße zu präsentieren: Werbung (für die, die Geld haben), Graffiti und Street Art (für die Mutigen) und offizielle Schilder (für Behörden). Aufgabe der Teilnehmer dieses Seminars ist es herauszuarbeiten, welche Verkehrsschilder verbessert werden können und welche ersetzt oder ganz neu erfunden werden sollten. Im Ergebnis wird sich zeigen, welche Schilder in einer Stadt unbedingt erforderlich sind und welchen Zweck sie haben.
Jan Vormann (Deutschland) ist Künstler; Ausstellungsbeteiligungen u.a.: Biennale di Venezia (2011), Architekturbiennale Venedig (2018), Gruppenausstellungen u. a. in Deutschland, Großbritannien, USA, Venezuela, Dänemark, Spanien, Frankreich, Schweiz, Taiwan
Veranstaltungsort: Großer Saal im Zentrum für Kunsterziehung „MUSEION“
Anmeldung per Mail : Inclusion@Arts-Museum.ru
09.10
19:00–20:30
Diskussion „Special opinion: Image of the ‘other’ in the art of past and present“ (Besondere Stellungnahme: Bild des „Anderen“ in der Kunst gestern und heute)
Katja Botschawar, Danila Bulatow, Jan Vormann
Moderation: Jekaterina Kotschetkowa
Anmeldung
In Gesprächen über Kunst wird oft betont, dass Künstler „anders“ sind und ihre „innere Welt“ über eine besondere Struktur verfügt. Was verbirgt sich tatsächlich hinter diesen Klischees? Wie zeigt sich die „Besonderheit“ des Künstlers in seinem Bewusstsein, seinem Körper, seiner Weltanschauung und in seiner Arbeit? Wie wird diese „Besonderheit“ vom Künstler selbst und von der Gesellschaft wahrgenommen? Schafft sie Konflikte oder fördert sie den Dialog? Welche Konsequenzen hat und hatte in der Geschichte die Denkweise von Künstlern und Kuratoren auf die Arbeit mit der Kategorie des „Anderen“ und welche Möglichkeiten eröffnen hier die neuen Medien und Technologien? Und welcher Ort ist eigentlich einem weiteren „Anderen“ in der Kunst zugewiesen – dem Besucher? Diese und andere Fragen sollen in der Diskussion erörtert in einen breiten historischen Zusammenhang gesetzt werden: vom Aufstand der Romantiker und Dekadenzkünstler bis zu Outsider Art und modernen Immersive-Art-Projekten.
Veranstaltungsort: Italienischer Hof, Hauptgebäude
Seit 2017 findet das Festival jedes Jahr im Puschkin-Museum statt. Das diesjährige Thema lautet „Experience the World My Way“ (Probier’s mal mit meiner Wahrnehmung) und soll die verschiedenen Möglichkeiten unserer Sinnesorgane ausloten, mit denen wir die Welt – und die Kunst – zu begreifen versuchen. Alle Veranstaltungen des Festivals sind inklusiv, d. h. behindertengerecht. Inklusive Kommunikation ist für alle eine wichtige Erfahrung und wird hier zum verbindenden Motto.
Für Kinder mit Sehbehinderungen gibt es Tastmodelle von impressionistischen und postimpressionistischen Kunstwerken. Für Gehörlose und Schwerhörige und ihre Familien werden Führungen in russischer Gebärdensprache durch die ständige Ausstellung angeboten. Kinder und Erwachsene mit Autismus oder anderen Entwicklungsbesonderheiten sind eingeladen, kreative Workshops in Kunsttherapie-Ateliers oder multisensorische Meisterklassen zu besuchen.
Kuratorin des Festivals ist die Kunsthistorikerin und Kommunikationswissenschaftlerin Jewgenija Kisseljowa.
08.10
14:00–15:00
Workshop und Social Performance „Restitution of Signs“ (Restitution der Symbole)
Jan Vormann, Künstler
Auf dem inklusiven Festival des Staatlichen Museums für Bildende Künste A. S. Puschkin gibt Jan Vormann eine Social Performance mit Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen. Gemeinsam sollen alternative Verkehrsschilder und andere optische Markierungen entwickelt werden, die auf Behinderte in der Öffentlichkeit hinweisen. Laut Vormann gibt es drei Möglichkeiten, neue Ideen einem breiten Publikum auf der Straße zu präsentieren: Werbung (für die, die Geld haben), Graffiti und Street Art (für die Mutigen) und offizielle Schilder (für Behörden). Aufgabe der Teilnehmer dieses Seminars ist es herauszuarbeiten, welche Verkehrsschilder verbessert werden können und welche ersetzt oder ganz neu erfunden werden sollten. Im Ergebnis wird sich zeigen, welche Schilder in einer Stadt unbedingt erforderlich sind und welchen Zweck sie haben.
Jan Vormann (Deutschland) ist Künstler; Ausstellungsbeteiligungen u.a.: Biennale di Venezia (2011), Architekturbiennale Venedig (2018), Gruppenausstellungen u. a. in Deutschland, Großbritannien, USA, Venezuela, Dänemark, Spanien, Frankreich, Schweiz, Taiwan
Veranstaltungsort: Großer Saal im Zentrum für Kunsterziehung „MUSEION“
Anmeldung per Mail : Inclusion@Arts-Museum.ru
09.10
19:00–20:30
Diskussion „Special opinion: Image of the ‘other’ in the art of past and present“ (Besondere Stellungnahme: Bild des „Anderen“ in der Kunst gestern und heute)
Katja Botschawar, Danila Bulatow, Jan Vormann
Moderation: Jekaterina Kotschetkowa
Anmeldung
In Gesprächen über Kunst wird oft betont, dass Künstler „anders“ sind und ihre „innere Welt“ über eine besondere Struktur verfügt. Was verbirgt sich tatsächlich hinter diesen Klischees? Wie zeigt sich die „Besonderheit“ des Künstlers in seinem Bewusstsein, seinem Körper, seiner Weltanschauung und in seiner Arbeit? Wie wird diese „Besonderheit“ vom Künstler selbst und von der Gesellschaft wahrgenommen? Schafft sie Konflikte oder fördert sie den Dialog? Welche Konsequenzen hat und hatte in der Geschichte die Denkweise von Künstlern und Kuratoren auf die Arbeit mit der Kategorie des „Anderen“ und welche Möglichkeiten eröffnen hier die neuen Medien und Technologien? Und welcher Ort ist eigentlich einem weiteren „Anderen“ in der Kunst zugewiesen – dem Besucher? Diese und andere Fragen sollen in der Diskussion erörtert in einen breiten historischen Zusammenhang gesetzt werden: vom Aufstand der Romantiker und Dekadenzkünstler bis zu Outsider Art und modernen Immersive-Art-Projekten.
Veranstaltungsort: Italienischer Hof, Hauptgebäude
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Ort
Staatliches Puschkin Museum
Metro: Kropotkinskaja
Uliza Wolkhonka 12
Moskau
Russische Föderation
121019
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Moskau
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121019