Vortrag
Making of ... Mit Ksenia Reutova
Hinter der Mauer: Bilder der DDR und BRD im zeitgenössischen deutschen Film
Im September lief Florian Henkel von Donnersmarks Drama „Werk ohne Autor“ in russischen Kinos - ein großer dreistündiger Film, in dem der Regisseur die Beziehungen zwischen dem Künstler, der Geschichte und dem Staat untersucht. Die Handlung beginnt in Deutschland der Vorkriegszeit und setzt sich in der DDR und Westdeutschland fort. Der Film wurde für einen Oscar in zwei Kategorien nominiert: "Bester fremdsprachiger Film" und "Beste Kamera".
Der Film bietet eine gute Gelegenheit, darüber zu sprechen, wie sich der deutsche Film heute mit dem Thema des historischen Gedächtnisses auseinandersetzt und das Leben von zwei Ländern, geteilt die durch die Berliner Mauer, darstellt. Nur wenige wissen zum Beispiel, dass die meisten deutschen Filme über die DDR („Good Bye, Lenin!“, „das Leben der Anderen“, „Barbara“) von westdeutschen Filmemachern gedreht wurden, die selbst nie in Ostdeutschland gelebt haben. Seit mehreren Jahrzehnten studierten westliche Filmemacher unermüdlich die für sie fremde Realität und stellten die Merkmale der damaligen Zeit akribisch nach. Ihre Hauptfigur war ein Stasi-Agent, ein Schlüsselgenre - das sogenannte "Stasi-Drama".
In den letzten Jahren hat sich die Situation rasant verändert. Stasi-Dramen werden durch vielschichtige Genres ersetzt, Ostalgie“ - durch viel komplexere Gefühle. Die Charaktere werden nicht mehr in gut und schlecht unterteilt. Filmregisseure aus der DDR sprechen endlich mit voller Stimme - und das klingt frisch und kraftvoll. Die Filmkritikerin Ksenia Reutova wird über die wichtigsten Trends, neue Namen und Filme sprechen, die man auf keinen Fall verpassen sollte.
des 16. Festivals des deutschen Films statt.
Details
Goethe-Institut St. Petersburg
Nab. Reki Moiki 58
190000 St. Petersburg
Preis: Eintritt frei
+7 812 3631125