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Stefan Zweigs besondere „Reise nach Russland”

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Anmeldung Stefan Zweig gehört seit dem Ende des letzten Jahrhunderts zu den am meisten rezipierten Autoren der Wiener Moderne. Spätestens nach seinem 100. Geburtstag im Jahr 1981, als zahlreiche Veröffentlichungen über sein Leben und Werk sowie verschiedenste Übersetzungen und Briefwechsel erschienen, rückten die zuvor in den Hintergrund geratenen Arbeiten des österreichischen Autors wieder in den Fokus der interessierten Leser*innen wie auch der Wissenschaft.
 
Die Familie Zweig kam in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts nach Wien. Sie gehörte nicht zur bürgerlichen, jüdischen Oberschicht und auch nachdem sich Zweigs Eltern etabliert hatten, lebten sie weiterhin ein eher zurückgezogenes Leben in persönlichem Luxus.
 
Nicht nur wird es Stefan Zweig in seiner Kindheit materiell an nichts gefehlt haben, auch wurde er von klein auf sehr streng, aber mit einem kosmopolitischen Grundgedanken und einer weltoffenen Einstellung erzogen. Er und sein Bruder sollten neben dem Deutschen mindestens noch die französische und die italienische Sprache beherrschen. Die Brüder Zweig bewegten sich völlig frei im Europa der Jahrhundertwende.
 
Russland kannte der mittlerweile schon erfahrene Schriftsteller nur aus den Romanen Tolstois und Dostojewskijs, als er im Jahr 1928 zur Feier des 100. Geburtstags Lew N. Tolstois eingeladen wurde.
 
Seine Erinnerungen und Eindrücke dieser Reise sind in Briefen und Notizen erhalten, aber auch in einer Serie von Reisefeuilletons – die „Reise nach Russland“.
 
Am 16.11.2020 werden wir dieses weniger beachtete Werk Zweigs gemeinsam im Literaturklub besprechen. Die Veranstaltung startet um 19:00 MSK, um Anmeldung wird gebeten.
 
Der Reisebericht ist auf der Website des Projekts Gutenberg zu finden.
 
In der Onleihe des Goethe-Instituts sind darüber hinaus zahlreiche weitere Werke Stefan Zweigs als e-book oder Hörbuch verfügbar.

Details

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Sprache: Deutsch
Preis: Teilnahme frei, Anmeldung erforderlich

olga.potaschowa@goethe.de