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Filmkatalog

Über den Filmkatalog

Bildausschnitt: beleuchteter, festlicher, vertäfelter Filmvorführraum

Dirk Regel
Die Bremer Stadtmusikanten

  • Produktionsjahr 2010
  • Farbe / LängeFarbe / 58 Min.
  • IN-Nummer IN 3732

Das Märchen „Die Bremer Stadtmusikanten“ erzählt von vier Tieren, die altersschwach sind und deshalb getötet werden sollen. Esel, Hund, Katze und Hahn können aber vor ihrem Schicksal fliehen und beschließen, in Bremen Stadtmusikanten zu werden. Unterwegs entdecken sie nachts ein beleuchtetes Haus und ihr großes Abenteuer beginnt.


Zunächst wirkt alles wie eine Idylle auf dem Bauernhof vor zweihundert Jahren. Doch schnell wird klar, dass die Tiere in Gefahr sind. Sie sind zu alt, um noch ihre Arbeit zu verrichten. Die Katze fängt keine Mäuse mehr, der Hahn kräht erst mittags, der Esel kann kaum noch einen Sack tragen anstatt wie früher vier und der Wachhund ist blind und taub. Da macht der Esel einen Vorschlag, um die Situation zu retten: Er will nach Bremen gehen, um Stadtmusikant zu werden und überredet seine Stallgefährten, die Reise gemeinsam anzutreten. Trotz ihrer Einwände überzeugt sie der Esel, dass sie auf dem Hof mit Sicherheit geschlachtet werden: „Etwas Besseres als den Tod finden wir überall.“ Hinter dem Rücken des Bauern schleichen sich die Tiere vom Hof und laufen Richtung Bremen.

Die Hauptrollen in diesem Märchen von den Gebrüdern Grimm sind mit tierischen Darstellern besetzt. Doch ihre Charaktere sind durchaus sehr menschlich. Obwohl sie eigentlich schon im Rentenalter sind, beginnen sie doch etwas ganz Neues, stellen sich neuen Herausforderungen und sind damit erfolgreich. Im Drehbuch wollte man aber auch auf Schauspieler in Hauptrollen nicht verzichten und integrierte eine romantische Liebesgeschichte und die Bauernfamilie, auf deren Hof die Tiere leben. Die Frau des Bauern hat den Knecht weggeschickt, damit die Tochter einen anderen heiratet. Die Tochter Lissi folgt aber ihrem Johann, um ihn zurückzuholen. Und so sind bald alle unterwegs nach Bremen, denn auch der Bauer und seine Frau gehen auf die Suche.

Es sind die prominenten Stimmen und die ironisch-frechen Kommentare, die man den Haustieren ins Maul legt, die diese Märchenverfilmung prägen. Im Bild sieht man Esel, Hund, eine Katze und einen Hahn. In der Nachbearbeitung werden am Computer Mundbewegungen simuliert und im Studio bekommen die Tiere ihre charakteristischen Stimmen. Peter Striebeck ist als Esel zu hören, der Entertainer Harald Schmidt spricht den Hahn, Hannelore Elsner ist die Katze mit der einschmeichelnden Stimme und als Hund bellt Comedian Bastian Pastewka.

Die zukünftigen Stadtmusikanten suchen nach einem Nachtquartier und sehen von fern ein Licht und kommen zum Haus der Räuber, die beim Essen sitzen und sich Geistergeschichten erzählen. Vor dem Fenster bauen Esel, Hund, Katze und Hahn ihre Tierpyramide, einer steht auf dem Rücken des anderen, unten der Esel, ganz oben der Hahn. Als sie sich auch noch akustisch bemerkbar machen, der Esel iaht, die Katze miaut, der Hund bellt und der Hahn kräht, erschrecken die Räuber so, dass sie aus dem Haus flüchten. Im Wald treffen sie auf die Eltern von Lissi, die von den Räubern in das dunkle Haus geschickt werden, um zu kontrollieren, wer sich dort aufhält. Die Räuber selbst haben vor dem unheimlichen Gespenst noch immer zu große Angst. Doch im Dunkeln können die alten Tiere ihre Stärken voll ausspielen, der Hund beißt, die Katze kratzt und faucht und der Esel versetzt den Eindringlingen einen Tritt. So glauben Räuber und Lissis Eltern weiterhin an einen unheimlichen Geist, der sein Unwesen treibt und überlassen das Haus samt Beute den Tieren. Auch Johann und Lissi finden sich dort wieder. Und weil die Tiere nun das Kommando im Haus haben, findet alles ein glückliches Ende. Allerdings entspricht es nicht ganz dem Grimm-Märchen. Denn die Tiere üben so lange, bis sie tatsächlich in Bremen bei der Hochzeit des Paars auftreten. Im Bremer Ratskeller singen sie ein Lied, das für den Bremer Stadtmusikanten-Film komponiert wurde. Sogar die Tierpyramide während des Auftritts ist im Film dank technischer Tricks kein Problem.



Renate Heilmeier


Produktionsland
Deutschland (DE)
Produktionszeitraum
2009/2010
Produktionsjahr
2010
Farbe
Farbe
Bildformat
1:1,78
Basiert auf
Jakob Grimm || Wilhelm Grimm
In Koproduktion mit
Radio Bremen (RB) (Bremen) || Norddeutscher Rundfunk (NDR) (Hamburg)

Länge
Mittellanger Film (31 bis 60 Min.)
Gattung
Spielfilm
Genre
Fantasy / Märchen, Literaturverfilmung
Thema
Alter
Zielgruppe
Jugendfilm (12-17 Jahre), Juniorfilm (7-11 Jahre)

Rechteumfang
Nichtexklusive nichtkommerzielle öffentliche Aufführung (nonexclusive, noncommercial public screening),Keine TV-Rechte (no TV rights)
Lizenzdauer bis
14.01.2026
Permanente Sperrgebiete
Deutschland (DE), Österreich (AT), Schweiz (CH), Liechtenstein (LI), Südtirol (Alto Adige)

Verfügbare Medien
DVD
Originalfassung
Deutsch (de)

DVD

Untertitel
Deutsch Voll UT, Englisch (en), Französisch (fr), Spanisch (es), Portugiesisch (Bras.) (pt)