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Roland Schimmelpfennig

Roland Schimmelpfennig
Foto: © Adriana Jacome

Roland Schimmelpfennig, geboren 1967 in Göttingen, ist einer der meistgespielten Gegenwartsdramatiker Deutschlands. Er studierte, nach einem längeren Aufenthalt als Journalist in Istanbul, Regie an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Seit 1996 arbeitet er als freier Autor, seit 2000 schreibt er Theaterstücke für große Häuser wie das Deutsche Schauspielhaus Zürich, das Deutsche Theater Berlin, das Schauspielhaus Bochum, das Schauspielhaus Hamburg und das Burgtheater Wien. International schreibt er u.a. Aufträge für Kopenhagen, Stockholm, Toronto und Tokyo. 2010 erhielt Roland Schimmelpfennig den Mülheimer Dramatikerpreis für sein Stück Der goldene Drache - die Uraufführung fand 2009 am Burgtheater Wien in der Regie des Autors statt. 2016 wurde sein Romandebüt An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts (erschienen im S. Fischer Verlag) für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Roland Schimmelpfennig lebt in Berlin und Havanna.
 


Dein Roman „Die Sprache des Regens“ gilt als „Südamerika inspiriert“. Wie kam es dazu? 

Vor allem Kuba und Mexico sind zwei südliche Länder Amerikas, zu denen ich familiär und künstlerisch enge Bindungen habe. Auch in Berlin, wo ich heute, nach einigen Jahren, in denen ich viel in Kuba war, besteht mein Bekanntenkreis zu einem großen Teil aus Südamerikanern, viele davon kommen aus Kolumbien. Als Dramatiker bin ich mit vielen Theatermachern in Argentinien, Uruguay, Chile, Ecuador, Guatemala, Peru, Brasilien, Mexico und Kuba verbunden. Daß als „Südamerika“ irgendwann in meine Arbeit einfließen würde, war klar. Das ist sogar schon vor dem Roman geschehen. Manche meiner Theaterstücke werden mit dem Begriff „magischer Realismus“ in Zusammenhang gebracht. Wobei der magische Realismus durchaus auch in der deutschsprachigen  Literatur seinen Platz hat. 
 
Du zählst zu den wichtigsten zeitgenössischen Dramatikern Deutschlands, dessen Stücke in viele Sprachen übersetzt und inszeniert wurden. Was hat Dich veranlasst, Dich mehr der Gattung des Romans zuzuwenden? 

Das hatte ich schon sehr lange vor, aber dann kamen immer wieder neue Stücke und Theaterprojekte dazwischen. Irgendwann haben die Roman-Projekte aber angefangen, vehement ihren Platz einzufordern. Manchmal habe ich den Eindruck, daß ich nicht angefangen habe, die Romane zu schreiben, sondern daß die Romane einfach keine anderen Stoffe mehr zuließen. 
 
Was war für Dich ausschlaggebend, die Einladung nach La Paz anzunehmen? 


Oh, da kommt vieles zusammen: zum einen freue ich mich wahnsinnig über die Übersetzung der „SPRACHE DES REGENS“ ins Spanische. Das ist eine großartige Sache, die ohne das Goethe-Institut niemals denkbar gewesen wäre. Ich bin sehr sehr neugierig, welchen Eindruck die Leser in Bolivien von diesem Text haben werden. Ich freue mich einfach sehr auf die Begegnung.
 

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