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20:00 Uhr, EST

SISI & ICH

Filmvorführung|Achtung Film! | Neu in der Cinémathèque québecoise

  • Cinémathèque québécoise, Montréal

  • Sprache Original mit englischen Untertiteln.
  • Preis Allgemeiner Eintritt: 13$

SISI & ICH, dir. Frauke Finsterwaler | Still: Susanne Wolff, Sophie Hutter | Photo: Bernd Spauke © The Match Factory GmbH, Photo: Bernd Spauke

SISI & ICH, dir. Frauke Finsterwaler | Still: Sandra Hüller, Susanne Wolff | Photo: Bernd Spauke © The Match Factory GmbH, Photo: Bernd Spauke

Am 7. September 2023 um 19.00 Uhr in der Cinémathèque québecoise (335, boul. De Maisonneuve Est Montréal, Québec, H2X 1K1):

SISI & ICH

Deutschland, Österreich, Schweiz | 2023 | 132 Min.
Regie: Frauke Finsterwalder
Mit: Susanne Wolff, Sandra Hüller, Georg Friedrich, Stefan Kurt, Sophie Hutter, Maresi Riegner, Johanna Wokaleck, Angela Winkler und Markus Schleinzer

Quebekische Premiere

Sisi hat die letzte Hälfte ihres Lebens erreicht. Gräfin Irma von Sztáray findet sie in einer aristokratischen Kommune für Frauen in Griechenland, weit entfernt von der strengen Etikette des österreichisch-ungarischen Hofes. Sisi lebt in absoluter Freiheit, in der weder ihre Kinder noch ihr Ehemann, Kaiser Franz Joseph, auch nur die geringste Rolle spielen. Das einzig Wichtige ist, dass sich niemand jemals langweilen darf und die Kaiserin selbst die Spielregeln bestimmt. Irma ist von der charismatischen Sisi und ihren modernen Ideen begeistert. Doch jeder Sommer hat ein Ende, und als sie nach Wien zurückkehren, ändert sich das Leben von Sisi und Irma radikal.

In ihrer Neuinterpretation des so oft erzählten Mythos der Kaiserin Elisabeth von Österreich - genannt Sisi - lässt Frauke Finsterwalder zwei theatralische Naturgewalten, Susanne Wolff und Sandra Hüller, aufeinandertreffen und sich gegenseitig an die Wand spielen. In atemberaubenden Kostümen von Tanja Hausner und mit einem Soundtrack von Nico, Portishead und Le Tigre entführt uns der Film in eine von Frauen und Queers dominierte und scheinbar freie (libertine) Welt, in der sich die restriktiven Regeln des Patriarchats nicht in immer engeren Corsagen manifestieren (wie in dem 2022 erschienenen Film Corsage von Marie Kreutzer), sondern in den extrem strengen Sport- und Ernährungsdiktaten, die die Kaiserin ihrem eigenen Körper und dem ihrer Entourage auferlegt hat.