4th Block: Tschernobyl
Ausstellung|Ausstellung
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Goethe-Institut Montreal, Montreal
- Sprache Französisch, Englisch, Deutsch
- Preis Freier Eintritt
4th Block: Tschernobyl ist eine internationale Plakat-Triennale, die 1991 vom ukrainischen Grafiker und Liquidator der Katastrophe von Tschernobyl, Oleh Veklenko, gemeinsam mit seinen Kollegen und anderen direkten Zeugen der Katastrophe ins Leben gerufen wurde. Das Projekt hat seinen Namen vom Reaktor Nr. 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl, der bei der Explosion im April 1986 zerstört wurde.
Da er selbst an den Liquidationsarbeiten teilgenommen hatte, machte Veklenko diese prägende Erfahrung zur ethischen und kreativen Grundlage des Projekts. Von Anfang an verstand 4th Block Grafikdesign als einen zugleich künstlerischen und bürgerschaftlichen Raum, als einen Ort des Erinnerns und des Ausdrucks. Die Plakate thematisieren nukleare Sicherheit, ökologische Verantwortung, alternative Energien sowie die menschlichen Kosten technologischen Versagens.
Die bereits 1991 formulierten Fragestellungen haben bis heute nichts an Dringlichkeit verloren. Die Geheimhaltung und Militarisierung, die die Katastrophe von Tschernobyl begleiteten, gehören nicht nur der Vergangenheit an: Sie setzen sich in den aktuellen Angriffen Russlands auf ukrainische Nuklearinfrastrukturen fort, die weithin als Formen nuklearen Terrorismus und ökologischer Kriegsführung bezeichnet werden. Die Ausstellung erinnert daran, dass imperiale Gewalt und ökologische Fahrlässigkeit Teil wiederkehrender historischer Logiken sind, deren Auswirkungen bis in die Gegenwart reichen.
Im Jahr 2019 wurde das Museum 4th Block innerhalb der Kharkiw State Academy of Design and Arts gegründet. Es vereint heute fast 11.000 Plakate, die über einen Zeitraum von mehr als dreißig Jahren zusammengetragen wurden, und bildet damit eine der bedeutendsten Sammlungen engagierten Grafikdesigns weltweit.
Diese 4th Block Ausstellung wird vom Ukrainischen Club Montreal in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Montreal präsentiert und verfolgt das Ziel, Erinnerung, zeitgenössische künstlerische Praxis und kollektive Verantwortung miteinander in Dialog zu bringen.
Die Ausstellungsplakate wurden vom 4th Block Graphic Designers Association (Ukraine) zur Verfügung gestellt und sind Teil des internationalen Plakatprojekts zum 40. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe.
Teilnehmende Künstler*innen:
Da er selbst an den Liquidationsarbeiten teilgenommen hatte, machte Veklenko diese prägende Erfahrung zur ethischen und kreativen Grundlage des Projekts. Von Anfang an verstand 4th Block Grafikdesign als einen zugleich künstlerischen und bürgerschaftlichen Raum, als einen Ort des Erinnerns und des Ausdrucks. Die Plakate thematisieren nukleare Sicherheit, ökologische Verantwortung, alternative Energien sowie die menschlichen Kosten technologischen Versagens.
Die bereits 1991 formulierten Fragestellungen haben bis heute nichts an Dringlichkeit verloren. Die Geheimhaltung und Militarisierung, die die Katastrophe von Tschernobyl begleiteten, gehören nicht nur der Vergangenheit an: Sie setzen sich in den aktuellen Angriffen Russlands auf ukrainische Nuklearinfrastrukturen fort, die weithin als Formen nuklearen Terrorismus und ökologischer Kriegsführung bezeichnet werden. Die Ausstellung erinnert daran, dass imperiale Gewalt und ökologische Fahrlässigkeit Teil wiederkehrender historischer Logiken sind, deren Auswirkungen bis in die Gegenwart reichen.
Im Jahr 2019 wurde das Museum 4th Block innerhalb der Kharkiw State Academy of Design and Arts gegründet. Es vereint heute fast 11.000 Plakate, die über einen Zeitraum von mehr als dreißig Jahren zusammengetragen wurden, und bildet damit eine der bedeutendsten Sammlungen engagierten Grafikdesigns weltweit.
Diese 4th Block Ausstellung wird vom Ukrainischen Club Montreal in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Montreal präsentiert und verfolgt das Ziel, Erinnerung, zeitgenössische künstlerische Praxis und kollektive Verantwortung miteinander in Dialog zu bringen.
Die Ausstellungsplakate wurden vom 4th Block Graphic Designers Association (Ukraine) zur Verfügung gestellt und sind Teil des internationalen Plakatprojekts zum 40. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe.
Teilnehmende Künstler*innen:
- Marijana Ivanova-Lazarova (Mazedonien), 2026
- Byoungil Sun (Südkorea), 2026
- Mykhailo Tochyn (Ukraine), 2026
- A. Lewis (Kanada), 2026
- Yurko Gutsulyak (Ukraine-Kanada), 2026
- Agnieszka Srokosz (Polen), 2026
- Artur Skowroński (Polen), 2026
- Natalia Hudz (Ukraine), 2026
- Anna Black (Ukraine), 2026
- Daria Lutsyshyna (Ukraine), 2026
Ort
Goethe-Institut Montreal
In Form lokaler Körperschaft
1626 boul. St-Laurent
Büro 100
Montreal H2X 2T1
Kanada
In Form lokaler Körperschaft
1626 boul. St-Laurent
Büro 100
Montreal H2X 2T1
Kanada