GOETHE FILMS: Lose My Self – A Portrait of Sandra Hüller

Agentur Schneider © C. Hüller Agentur Schneider © C. Hüller


Präsentiert vom Goethe-Institut 

Ob in „Toni Erdmann", der in Cannes gefeierten Erfolgskomödie, oder im Exorzismus-Drama „Requiem" – die gefragte Darstellerin Sandra Hüller beherrscht die Leinwand. Gleich dreimal wurde sie als beste Darstellerin ausgezeichnet – bei der Berlinale, dem Europäischen Filmpreis und dem Toronto Film Critics Association Award. Beim TIFF19 glänzte sie in den französischen Produktionen „Proxima" und „Sibyl". GOETHE FILMS würdigt die vielseitige Künstlerin in einer karrierebegleitenden Retrospektive mit vielen ihrer besten Spielfilme und Kurzfilme, darunter sowohl Bekanntes, einschließlich der Toronto Premiere von „In den Gängen" und „Finsterworld", als auch einige Neuentdeckungen. 
12.Mai, 14.Mai & 19.Mai 2020. 
 

 

        „Spielen ist immer suchen.“

 

  „Das komische Element entsteht aus der Verzweiflung.“

 

„Jammern gehört mit zum Schlimmsten, was es gibt.“

 

„Ich verschwinde gerne.“



                                                                           – SANDRA HÜLLER

Sandra Hüller (geboren 1978) entdeckte ihre Leidenschaft für die Schauspielerei schon sehr früh. Als Kind nahm sie an ihrer Schule in Ostdeutschland am Theaterkurs und an Theaterworkshops teil. Nach dem Abitur verwirklichte sie ihren Traum, nach Berlin zu gehen und dort an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch zu studieren. Schon bald wurde Hüller zu einer gefeierten Theaterdarstellerin. 2003 wurde sie von der Zeitschrift Theater Heute für ihre Leistung in „Romeo und Julia” und „Die sexuellen Neurosen unserer Eltern” am Theater Basel als beste Nachwuchsschauspielerin gewürdigt. Ein Jahrzehnt später wurde Hüller bei einer Kritikerumfrage zur Theaterdarstellerin des Jahres gewählt. Auf der Bühne spielt sie oft starke Frauen, etwa die Witwe des Nirvana-Frontmanns Kurt Cobain in Tom Schneiders „For Love" (2009) am Theater Freiburg, Queen Elizabeth I in „Virgin Queen" (2009) an der Volksbühne Berlin oder ganz aktuell ihre meistgerühmte Rolle als Hamlet am Schauspielhaus Bochum.
Hüller ist in beiden Welten gleichermaßen zu Hause – auf der Bühne und auf der Leinwand. Nach mehreren Kurzfilmen feierte sie ihren Durchbruch mit Hans-Christian Schmids Spielfilm „Requiem" (2006). Für ihre Darstellung der Michaela Klingler, einer an Epilepsie erkrankten Frau, gewann sie bei der Berlinale den Silbernen Bär als beste Darstellerin. 10 Jahre später eroberte sie die internationale Bühne, als sie die Hauptrolle in Maren Ades Tragikomödie „Toni Erdmann" (2016) spielte, die bei den 89. Academy Awards als bester fremdsprachiger Film nominiert wurde. 2017 erreichte Hüller einen weiteren Meilenstein ihrer Karriere: die Aufnahme in die Akademie der Künste, die für Kunstschaffende einem Ritterschlag gleichkommt. Nachdem sie jahrelang als Nominierte oder als Gast an der Berlinale teilgenommen hatte, gehörte sie 2019 neben Juliette Binoche der Jury an.
Hüller wird für ihre unaufgeregt-nuancierte Darstellung geschädigter aber kämpferischer Frauen gefeiert, zeigt aber auch ihr komisches Talent, etwa im deutschen Culture-Clash-Kinohit „Fack ju Göhte 3" (2017) oder als listige Füchsin in „Pinocchio" (2013) an der Seite von Mario Adorf.

Die Spielfilmreihe wird von Hüller-Kurzfilmen & Experimenten auf unserem Film-Blog begleitet.

Teil des Programmschwerpunkts Deutscher Film des Goethe-Instituts.

Preis: Tickets $10 an der TIFF Bell online (tba) oder am Tag der Vorstellung an Lightbox Abendkasse oder telefonisch unter 1-888-258-8433.
Sprache: Mit Englischen Untertiteln


Weitere Veranstaltungen:
REQUIEM von Hans-Christian Schmid
ABOVE US ONLY SKY von Jan Schomburg
AMOUR FOU von Jessica Hausner
FINSTERWORLD von Frauke Finsterwalder 
EXILE von Visar Morina 
IN THE AISLES von Thomas Stuber