Christina Kubisch: Die Konferenz der Bäume
Sound installation|Die Natur hören
-
Goethe-Institut Toronto, Toronto
- Preis Kostenlos
Präsentiert vom Goethe-Institut Toronto
Kanadische Premiere!
Fünf Bonsais stehen auf einem Tisch, ihre Stämme sind mit spiralförmig gewundenen Kabeln umhüllt. Jeder Baum besitzt seinen eigenen Klang, der über eine Induktionsschleife an elektromagnetische Kopfhörer übertragen wird. Während sie sich um den Tisch bewegen, können Besucher:innen die fünf Audiokanäle selbst miteinander mischen.
Die Zuhörenden hören die Bäume flüstern, rascheln, singen und murmeln. Alle Klänge basieren auf Naturaufnahmen, die elektronisch bearbeitet wurden.
Die Berliner Medienkünstlerin Christina Kubisch entwickelte die Idee zu diesem Werk 1988 während eines Aufenthalts in der Künstlerkolonie Worpswede in Norddeutschland. Dort führten ständige Militärmanöver zu erheblichen Umweltbelastungen und Lärmemissionen.Die Konferenz der Bäumeentstand als Gegenentwurf zu den politischen Gipfeltreffen jener Zeit, bei denen die Natur keine Rolle spielte. (Künstlerhaus Bethanien)
„Die späten 1980er Jahre waren eine Zeit groß angelegter NATO-Manöver mit dem Namen ‚Golden Crown‘. Täglich überflogen Überschallflugzeuge mit erschreckendem Lärm unseren Aufenthaltsort. Die Übungen zerstörten nicht nur Landschaften, Wälder und Felder, sondern hinterließen auch Öl und andere gefährliche Stoffe in den landwirtschaftlich genutzten Böden. Die Konferenz der Bäume entstand als kleiner Gegenvorschlag zu dieser gewaltigen Kriegsmaschinerie und zu den zahlreichen Konferenzen, die sich weder um die Natur kümmerten noch für sie eintraten.“ — Christina Kubisch
Kostenlose Begleitveranstaltungen zu „Call & Response <>“:
22. September 2026, 18:00–19:00 Uhr:
Under a Common Sky – Faisal Anwar über hybride Kunst und Klimaschutz
Der Immersionsmedienkünstler Anwar stellt seine internationalen Arbeiten im Kontext von Kubischs Ideen zum „Zuhören zur Natur“ vor.
6. Oktober 2026, 18:00–19:30 Uhr:
Kunstworkshop „Mobile Life“ mit Hitoko Okada
Anmeldung folgt – begrenzte Teilnehmerzahl, ab 16 Jahren (wer zuerst kommt, mahlt zuerst)
Die interdisziplinäre Künstlerin Okada leitet eine praktische, kreative Auseinandersetzung mit Kubischs Bonsais.
„Call & Response <>“ ist die interdisziplinäre Veranstaltungsreihe des Goethe-Instituts Toronto, die zentrale programmatische Fragen im Dialog mit internationalen und lokalen Künstler*innen erörtert.
Erstmals präsentiert wurde das Werk 1989 im Rahmen von „ars viva“ in der Kampnagelfabrik Hamburg. Anschließend wurde es unter anderem in Seoul und Venedig gezeigt.
Als ergänzendes Werk zuDie Konferenz der Bäumewerden Bilder aus Kubischs UV-FotoserieSchutzraum(2001) gezeigt, die bislang nur ein einziges Mal ausgestellt wurde. Tief im stillgelegten Hasestollen in Norddeutschland, einem Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg, dessen Wände einst mit fluoreszierender Farbe gestrichen wurden, damit Menschen auch im Dunkeln sehen konnten, richtete Kubisch verborgene UV-Röhren auf die Wände. Dadurch erweckte sie ein unheimliches, jahrzehntealtes Leuchten erneut zum Leben und ließ Moose, Flechten und mineralische Ablagerungen gemeinsam mit ihm fluoreszieren. WieDie Konferenz der Bäumeverwandelt auch diese Fotoserie die verschiedenen historischen Schichten eines Ortes in eine Erfahrung, die sich den Betrachtenden erst allmählich erschließt. Sie verdeutlicht, dass Kunst für Kubisch niemals statisch ist, sondern stets „beständig im Wandel“ bleibt. (Kubisch)
Christina Kubisch, geboren 1948 in Bremen, gehört zur ersten Generation der Klangkünstler:innen. Ihr künstlerisches Schaffen umfasst Performances, Konzerte, Video- und Bildarbeiten sowie Klanginstallationen und elektroakustische Kompositionen. In ihrer WerkreiheElectrical Walks(seit 2003) werden elektromagnetische Felder mithilfe speziell entwickelter Kopfhörer verstärkt und hörbar gemacht. Kubisch entwickelte ihre eigenen künstlerischen Strategien durch die Erforschung und Transformation von Technologien wie Ultraviolettlicht, Solarenergie oder elektromagnetischer Induktion. In ihren Installationen verbindet sie Klang- und Bildkunst zu multisensorischen Erfahrungen, bei denen die Teilnehmenden eingeladen werden, selbst aktiv zuzuhören und zu handeln.
Kubisch lehrte audiovisuelle Kunst in Berlin, Paris, Saarbrücken und Oxford. Für ihr Lebenswerk erhielt sie 2021 den Giga-Hertz-Preis und ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin. Sie lebt und arbeitet in Berlin.
Teil des Programms 2026 (re)Open Minds: Adapting to the Future
Kanadische Premiere!
Fünf Bonsais stehen auf einem Tisch, ihre Stämme sind mit spiralförmig gewundenen Kabeln umhüllt. Jeder Baum besitzt seinen eigenen Klang, der über eine Induktionsschleife an elektromagnetische Kopfhörer übertragen wird. Während sie sich um den Tisch bewegen, können Besucher:innen die fünf Audiokanäle selbst miteinander mischen.
Die Zuhörenden hören die Bäume flüstern, rascheln, singen und murmeln. Alle Klänge basieren auf Naturaufnahmen, die elektronisch bearbeitet wurden.
Die Berliner Medienkünstlerin Christina Kubisch entwickelte die Idee zu diesem Werk 1988 während eines Aufenthalts in der Künstlerkolonie Worpswede in Norddeutschland. Dort führten ständige Militärmanöver zu erheblichen Umweltbelastungen und Lärmemissionen.Die Konferenz der Bäumeentstand als Gegenentwurf zu den politischen Gipfeltreffen jener Zeit, bei denen die Natur keine Rolle spielte. (Künstlerhaus Bethanien)
„Die späten 1980er Jahre waren eine Zeit groß angelegter NATO-Manöver mit dem Namen ‚Golden Crown‘. Täglich überflogen Überschallflugzeuge mit erschreckendem Lärm unseren Aufenthaltsort. Die Übungen zerstörten nicht nur Landschaften, Wälder und Felder, sondern hinterließen auch Öl und andere gefährliche Stoffe in den landwirtschaftlich genutzten Böden. Die Konferenz der Bäume entstand als kleiner Gegenvorschlag zu dieser gewaltigen Kriegsmaschinerie und zu den zahlreichen Konferenzen, die sich weder um die Natur kümmerten noch für sie eintraten.“ — Christina Kubisch
Kostenlose Begleitveranstaltungen zu „Call & Response <>“:
22. September 2026, 18:00–19:00 Uhr:
Under a Common Sky – Faisal Anwar über hybride Kunst und Klimaschutz
Der Immersionsmedienkünstler Anwar stellt seine internationalen Arbeiten im Kontext von Kubischs Ideen zum „Zuhören zur Natur“ vor.
6. Oktober 2026, 18:00–19:30 Uhr:
Kunstworkshop „Mobile Life“ mit Hitoko Okada
Anmeldung folgt – begrenzte Teilnehmerzahl, ab 16 Jahren (wer zuerst kommt, mahlt zuerst)
Die interdisziplinäre Künstlerin Okada leitet eine praktische, kreative Auseinandersetzung mit Kubischs Bonsais.
„Call & Response <>“ ist die interdisziplinäre Veranstaltungsreihe des Goethe-Instituts Toronto, die zentrale programmatische Fragen im Dialog mit internationalen und lokalen Künstler*innen erörtert.
Erstmals präsentiert wurde das Werk 1989 im Rahmen von „ars viva“ in der Kampnagelfabrik Hamburg. Anschließend wurde es unter anderem in Seoul und Venedig gezeigt.
Als ergänzendes Werk zuDie Konferenz der Bäumewerden Bilder aus Kubischs UV-FotoserieSchutzraum(2001) gezeigt, die bislang nur ein einziges Mal ausgestellt wurde. Tief im stillgelegten Hasestollen in Norddeutschland, einem Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg, dessen Wände einst mit fluoreszierender Farbe gestrichen wurden, damit Menschen auch im Dunkeln sehen konnten, richtete Kubisch verborgene UV-Röhren auf die Wände. Dadurch erweckte sie ein unheimliches, jahrzehntealtes Leuchten erneut zum Leben und ließ Moose, Flechten und mineralische Ablagerungen gemeinsam mit ihm fluoreszieren. WieDie Konferenz der Bäumeverwandelt auch diese Fotoserie die verschiedenen historischen Schichten eines Ortes in eine Erfahrung, die sich den Betrachtenden erst allmählich erschließt. Sie verdeutlicht, dass Kunst für Kubisch niemals statisch ist, sondern stets „beständig im Wandel“ bleibt. (Kubisch)
Christina Kubisch, geboren 1948 in Bremen, gehört zur ersten Generation der Klangkünstler:innen. Ihr künstlerisches Schaffen umfasst Performances, Konzerte, Video- und Bildarbeiten sowie Klanginstallationen und elektroakustische Kompositionen. In ihrer WerkreiheElectrical Walks(seit 2003) werden elektromagnetische Felder mithilfe speziell entwickelter Kopfhörer verstärkt und hörbar gemacht. Kubisch entwickelte ihre eigenen künstlerischen Strategien durch die Erforschung und Transformation von Technologien wie Ultraviolettlicht, Solarenergie oder elektromagnetischer Induktion. In ihren Installationen verbindet sie Klang- und Bildkunst zu multisensorischen Erfahrungen, bei denen die Teilnehmenden eingeladen werden, selbst aktiv zuzuhören und zu handeln.
Kubisch lehrte audiovisuelle Kunst in Berlin, Paris, Saarbrücken und Oxford. Für ihr Lebenswerk erhielt sie 2021 den Giga-Hertz-Preis und ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin. Sie lebt und arbeitet in Berlin.
Teil des Programms 2026 (re)Open Minds: Adapting to the Future
Ort
Goethe-Institut Toronto
Goethe-Institut Canada Inc.
100 University Ave, North Tower, 2. Stock
Toronto M5J 1V6
Kanada
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100 University Ave, North Tower, 2. Stock
Toronto M5J 1V6
Kanada
Mittwoch - Freitag 11-17 Uhr