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17:30 Uhr

Führer und Verführer

Film + Diskussion|Film und Diskussion zum Thema Disinformation

  • Goethe-Institut Montreal, Montreal

  • Sprache Englisch
  • Preis Eintritt frei

Führer und Verführer © Zeitsprung Pictures SWR / Wild Bunch Germany / Stephan Pick

Führer und Verführer © Zeitsprung Pictures SWR / Wild Bunch Germany / Stephan Pick

In Zusammenarbeit mit der Holocaust Education and Genocide Prevention Foundation, dem Österreichischen Gedenkdienst und dem Österreichischen Kulturforum

Zum Gedenken an den 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs laden wir Sie zur Vorführung des Dokudramas Führer und Verführer über den Propagandaapparat des Naziregimes ein.

Vor der Vorführung gibt es eine Einführung zum Thema Desinformation mit Naomi Kramer, Präsidentin der Holocaust Education and Genocide Prevention Foundation, und Maximilian Gottmann vom Österreichischen Gedenkdienst.

Anmeldung: caroline.gagnon@goethe.de | 514-499-0159 # 107


Führer und Verführer
Deutschland, Slowakei | 2024
Spielfilm mit Dokumentarteilen
Regie: Joachim Lang
Mit u.a. Robert Stadlober, Fritz Karl,Franziska Weisz, Dominik Maringer,Moritz Führmann, Till Firit, Christoph Franken, Michael Glantschnig, Katia Fellin, Oliver Fleische
Originalversion mit englischen Untertiteln

Deutschland, 1938. Die Arbeit von Propagandaleiter Joseph Goebbels zeigt Wirkung: Adolf Hitler und die Politik der Nationalsozialisten stehen in der Gunst der deutschen Bevölkerung so hoch wie nie zuvor. Allerdings laufen die Pläne von Goebbels und Hitler auseinander, denn während der Propaganda-Stratege auf Stabilität abzielt, ist der Diktator fest entschlossen, Europa mit einem vernichtenden Krieg zu überziehen. Also ändert Goebbels seine Strategie, weg von Ruhe und Sicherheit, hin zu einer ideologischen Radikalisierung der Bevölkerung, wobei demagogische Reden und nicht zuletzt antisemitische Hetzfilme wie "Jud Süß" und "Der ewige Jude" helfen sollen. Dem Größenwahn, dem Machthunger und der Menschenverachtung des Regimes fallen Millionen von Menschen zum Opfer – und schließlich auch der zynische Propagandist Goebbels und sein "Führer" Hitler.

Für das Drehbuch dienten als Vorlage die Tagebücher von Joseph Goebbels, Zeugenberichte, Briefe und andere erhaltene Dokumente. Es rekonstruiert die letzten sieben Jahre des NS-Staates, ab dem „Anschluss“ Österreichs im März 1938 bis zum Untergang des Dritten Reiches mit Mord und Selbstmord im Führerbunker in Berlin im Mai 1945. In die Handlung wurden alte Wochenschauen und archiviertes Filmmaterial eingebaut, auch Szenen aus den oben genannten Produktionen, was einen Blick hinter die Kulissen der nationalsozialistischen Propaganda ermöglicht und die seit Jahren unveränderten Mechanismen der Arbeit von Medien sichtbar macht, die von Regierungen abhängig sind. Der Film zeigt auch, wie gefährlich die Interaktion zwischen geschickten Demagogen und Menschen ist, die zur Radikalisierung ihrer Ansichten neigen, und wie aktuell dieses Problem heute immer noch ist.
 

  • Österreichisches Kulturforum