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18:00–19:30 Uhr
Performance and/as Translation
Discussion/Staged Reading|Eine Unterhaltung und szenische Lesung zu "I, Your Big Analogue Brother, his F*cking Cat, and You"
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Victoria College, Toronto
- Sprache Englisch
- Preis Kostenlos
Ein anregendes Gespräch, das die künstlerischen, sprachlichen und dramaturgischen Prozesse hinter der Übersetzung des Stücks I, Your Big Analogue Brother, His F*cking Cat, and You einer der bedeutendsten zeitgenössischen Autorinnen Deutschlands, Felicia Zeller, erkundet. Diese besondere Veranstaltung bietet einen Blick hinter die Kulissen und zeigt, wie ein komplexes zeitgenössisches Werk von einem kulturellen und sprachlichen Kontext in einen anderen überführt wird.
Das Programm umfasst ein moderiertes Gespräch zwischen Birgit Schreyer Duarte, Übersetzerin des Stücks und Alumna der University of Toronto, und Yizhou Zhang, Dramaturgin und ehemalige Doktorandin am Northrop Frye Centre. Gemeinsam reflektieren sie über die kreative Kunst des Übersetzens, die kollaborative Praxis der Dramaturgie sowie die imaginativen Entscheidungen, die notwendig sind, um einen Text in der Aufführung zum Leben zu erwecken.
Über die Mitwirkenden:
Birgit Schreyer Duarte ist eine in Deutschland geborene Dramaturgin, Regisseurin und Übersetzerin und lebt in Toronto. Sie studierte Dramaturgie in München und promovierte anschließend in Drama an der University of Toronto mit einem Schwerpunkt auf kultureller Identitätsbildung. Als Dramaturgin und Artistic Associate bei Canadian Stage war sie für Spielplangestaltung und Produktionsdramaturgie verantwortlich. Birgit arbeitete in der Entwicklung neuer Stücke mit preisgekrönten Autor*innen wie Jordan Tannahill (Botticelli in the Fire & Sunday in Sodom, Governor General’s Award for Drama), Ngozi Paul (The Emancipation of Ms. Lovely), Sook-Yin Lee (Unsafe) und Alon Nashman (Charlotte).
Für SummerWorks entwickelte und inszenierte sie ihre eigene Bühnenadaption des Romans The Piano Tuner. Gemeinsam mit Dawn Jani Birleys 1S1 Theatre und Erin Shields entwickelt sie derzeit To A Flame, ein Stück, das die Verschränkung von rassistischer, geschlechtsbezogener und ableistischer Unterdrückung untersucht und 2026 Premiere haben soll.
Als Regisseurin ist Birgit darauf spezialisiert, neue und internationale Werke einem kanadischen Publikum zugänglich zu machen. Gleichzeitig bringt sie ihren postdramatischen Ansatz auf klassische Texte ein, unter anderem in Hamlet in High Park (2016), Nathan der Weise in Stratford (2019), Else (ohne Fräulein) (Gewinner des österreichischen TYA-Preises STELLA*22) sowie A Doll’s House, einer multidisziplinären Multimediaproduktion (2022), und Fräulein Julie (2024) in Bregenz.
Birgit hat über 20 Theaterstücke aus dem Deutschen übersetzt, zuletzt die feministische Ibsen-Adaption Peer Gynt (she/her) von Maria Milisavljević. Sie ist außerdem die deutsche Übersetzerin der preisgekrönten Videospiel-Performance asses.masses von Milton Lim und Patrick Blenkarn. Sie lehrte und inszenierte an der York University, am Randolph College und an der University of Toronto.
Yizhou Zhang (ausgesprochen Yee-joh Jang) ist Doktorandin am Centre for Drama, Theatre & Performance Studies der University of Toronto. In ihrer Dissertationsforschung erzählt sie die epistemische Lebensgeschichte der „Geste“ als Modus der Wissensproduktion und sozialen Organisation im Theater und in der Performancekultur des frühen 20. Jahrhunderts. Ihre Forschung bringt Verkörperung, Performance und Theatralität in einen Dialog mit Wissenschaft und Technologie, Arbeit, (Bio-)Politik, Raum-Zeit und Modi der Inskription.
Als Theaterkünstlerin arbeitet Yizhou gern an der Förderung interkultureller Kollaborationen und multimedialer Performance im dokumentarischen Theater, in dem sie persönliche Geschichten mit historischen, politischen und soziologischen Fakten verwebt.
Über das Stück:
I, Your Big Analogue Brother, his F*cking Cat, and You
von Felicia Zeller
„Je mehr ich die Katze füttere, desto niedriger ist meine Miete.“
Angesiedelt in unserer gegenwärtigen Welt, in der jeder Klick verfolgt und jedes Wort aufgezeichnet wird, fragt diese düster-komische Fabel nach dem Preis des Lebens in einer hyperindividualisierten, technologisch hochentwickelten Gesellschaft, die von Überwachungsinstrumenten kontrolliert wird.
Ein Fremder taucht in einer Wohngemeinschaft auf und behauptet, ein Freund zu sein – mit einer geheimnisvollen Katze im Schlepptau. Die organisatorischen Fähigkeiten, analytische Intelligenz und unheimliche Aufmerksamkeit des Eindringlings spalten bald die Mitbewohnerinnen: Während sich die einen von Ordnung und Fürsorge angezogen fühlen, stößt andere der wachsame Blick ab. Mit dem schwindenden Vertrauen erkennen die Bewohnerinnen allmählich, dass jedes Wort und jede Bewegung aufgezeichnet, abgespielt, analysiert, gespeichert und gegen sie verwendet werden kann – bis schließlich eine Person als Terrorist*in gebrandmarkt wird.
Diese englische Übersetzung, gefördert vom Goethe-Institut Toronto, bewahrt Zellers unverwechselbaren sprachlichen Stil – Fragmentierung, Wiederholung, Schleifen und unvollständige Satzstrukturen –, der das schwindelerregende Tempo unserer informationsgesättigten Welt und die Entfremdung moderner menschlicher Interaktion widerspiegelt.
Übersetzung und Regie: Birgit Schreyer Duarte
Dramaturgie: Yizhou Zhang
Eine Co-Veranstaltung des Centre for Creativity an der Victoria University in der University of Toronto, des Goethe-Instituts Toronto und des Toronto International Festival of Authors.
Grafisches Bilddesign: Louis Schreyer Duarte.
Das Programm umfasst ein moderiertes Gespräch zwischen Birgit Schreyer Duarte, Übersetzerin des Stücks und Alumna der University of Toronto, und Yizhou Zhang, Dramaturgin und ehemalige Doktorandin am Northrop Frye Centre. Gemeinsam reflektieren sie über die kreative Kunst des Übersetzens, die kollaborative Praxis der Dramaturgie sowie die imaginativen Entscheidungen, die notwendig sind, um einen Text in der Aufführung zum Leben zu erwecken.
Über die Mitwirkenden:
Birgit Schreyer Duarte ist eine in Deutschland geborene Dramaturgin, Regisseurin und Übersetzerin und lebt in Toronto. Sie studierte Dramaturgie in München und promovierte anschließend in Drama an der University of Toronto mit einem Schwerpunkt auf kultureller Identitätsbildung. Als Dramaturgin und Artistic Associate bei Canadian Stage war sie für Spielplangestaltung und Produktionsdramaturgie verantwortlich. Birgit arbeitete in der Entwicklung neuer Stücke mit preisgekrönten Autor*innen wie Jordan Tannahill (Botticelli in the Fire & Sunday in Sodom, Governor General’s Award for Drama), Ngozi Paul (The Emancipation of Ms. Lovely), Sook-Yin Lee (Unsafe) und Alon Nashman (Charlotte).
Für SummerWorks entwickelte und inszenierte sie ihre eigene Bühnenadaption des Romans The Piano Tuner. Gemeinsam mit Dawn Jani Birleys 1S1 Theatre und Erin Shields entwickelt sie derzeit To A Flame, ein Stück, das die Verschränkung von rassistischer, geschlechtsbezogener und ableistischer Unterdrückung untersucht und 2026 Premiere haben soll.
Als Regisseurin ist Birgit darauf spezialisiert, neue und internationale Werke einem kanadischen Publikum zugänglich zu machen. Gleichzeitig bringt sie ihren postdramatischen Ansatz auf klassische Texte ein, unter anderem in Hamlet in High Park (2016), Nathan der Weise in Stratford (2019), Else (ohne Fräulein) (Gewinner des österreichischen TYA-Preises STELLA*22) sowie A Doll’s House, einer multidisziplinären Multimediaproduktion (2022), und Fräulein Julie (2024) in Bregenz.
Birgit hat über 20 Theaterstücke aus dem Deutschen übersetzt, zuletzt die feministische Ibsen-Adaption Peer Gynt (she/her) von Maria Milisavljević. Sie ist außerdem die deutsche Übersetzerin der preisgekrönten Videospiel-Performance asses.masses von Milton Lim und Patrick Blenkarn. Sie lehrte und inszenierte an der York University, am Randolph College und an der University of Toronto.
Yizhou Zhang (ausgesprochen Yee-joh Jang) ist Doktorandin am Centre for Drama, Theatre & Performance Studies der University of Toronto. In ihrer Dissertationsforschung erzählt sie die epistemische Lebensgeschichte der „Geste“ als Modus der Wissensproduktion und sozialen Organisation im Theater und in der Performancekultur des frühen 20. Jahrhunderts. Ihre Forschung bringt Verkörperung, Performance und Theatralität in einen Dialog mit Wissenschaft und Technologie, Arbeit, (Bio-)Politik, Raum-Zeit und Modi der Inskription.
Als Theaterkünstlerin arbeitet Yizhou gern an der Förderung interkultureller Kollaborationen und multimedialer Performance im dokumentarischen Theater, in dem sie persönliche Geschichten mit historischen, politischen und soziologischen Fakten verwebt.
Über das Stück:
I, Your Big Analogue Brother, his F*cking Cat, and You
von Felicia Zeller
„Je mehr ich die Katze füttere, desto niedriger ist meine Miete.“
Angesiedelt in unserer gegenwärtigen Welt, in der jeder Klick verfolgt und jedes Wort aufgezeichnet wird, fragt diese düster-komische Fabel nach dem Preis des Lebens in einer hyperindividualisierten, technologisch hochentwickelten Gesellschaft, die von Überwachungsinstrumenten kontrolliert wird.
Ein Fremder taucht in einer Wohngemeinschaft auf und behauptet, ein Freund zu sein – mit einer geheimnisvollen Katze im Schlepptau. Die organisatorischen Fähigkeiten, analytische Intelligenz und unheimliche Aufmerksamkeit des Eindringlings spalten bald die Mitbewohnerinnen: Während sich die einen von Ordnung und Fürsorge angezogen fühlen, stößt andere der wachsame Blick ab. Mit dem schwindenden Vertrauen erkennen die Bewohnerinnen allmählich, dass jedes Wort und jede Bewegung aufgezeichnet, abgespielt, analysiert, gespeichert und gegen sie verwendet werden kann – bis schließlich eine Person als Terrorist*in gebrandmarkt wird.
Diese englische Übersetzung, gefördert vom Goethe-Institut Toronto, bewahrt Zellers unverwechselbaren sprachlichen Stil – Fragmentierung, Wiederholung, Schleifen und unvollständige Satzstrukturen –, der das schwindelerregende Tempo unserer informationsgesättigten Welt und die Entfremdung moderner menschlicher Interaktion widerspiegelt.
Übersetzung und Regie: Birgit Schreyer Duarte
Dramaturgie: Yizhou Zhang
Eine Co-Veranstaltung des Centre for Creativity an der Victoria University in der University of Toronto, des Goethe-Instituts Toronto und des Toronto International Festival of Authors.
Grafisches Bilddesign: Louis Schreyer Duarte.
Ort
Victoria College
91 Charles St W
Toronto
Länderübergreifend
91 Charles St W
Toronto
Länderübergreifend
Victoria College Chapel