Virtuelle Stadtführung + Website-Launch Gestaltung der Vergangenheit: Missing Black Technofossil Here

Missing Black Technofossil Here © Quentin Vercetty

Sa, 17.10.2020

Online


Montreal

Afro-Indigenous Futures - Reflections on (post-)colonial pasts, presents and futures

Virtuelle Stadtführung mit Quentin VerCetty und Launch interaktiver Website

Mit einer Performance von Laurie Rose Dauphine, multidisziplinäre Künstlerin und Performerin und einer Einführung von Paul Farber, Direktor des Monument Lab in Philadelphia.

Der multidisziplinäre kanadische Künstler Quentin VerCetty lädt dazu ein, ihm auf einen virtuellen Stadtrundgang durch die Innenstadt Montreals zu folgen, bei dem die Denkmäler der Stadt durch die Hervorhebung vernachlässigter Schwarzer Biografien neu imaginiert werden sollen. Daran schließt sich ein kleiner Online-Reflexions-Workshop an, der die Teilnehmenden dazu einlädt, gemeinsam mit dem Künstler über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Denkmälern und die Repräsentation von Schwarzen im öffentlichen Raum nachzudenken und zu spekulieren.
 
Missing Black Technofossil Here ist ein Projekt des multidisziplinären kanadischen Künstlers und Stipendiaten des Monument Lab, Quentin VerCetty. Es beinhaltet eine Intervention im öffentlichen Raum sowie einen sich daran anschließenden Workshop zur Reflektion.
Diese Veranstaltung ist Teil des laufenden Projekts "Shaping the Past", einem internationalen Austauschprogramm, das Künstler*innen, Aktivist*innen und Gedächtnisarbeitende aus Nordamerika und Deutschland im Dialog zusammenbringt, um aktuelle kritische Erinnerungs- und Denkmalinterventionen in Nordamerika und Deutschland hervorzuheben und sichtbar zu machen.

Mit dem Launch der interaktiven Webseite des Projekts und einer Anleitung des Künstlers, werden Teilnehmende und Interessierte eingeladen, den interaktiven Rundgang im Anschluss selbst mithilfe eigener technischer Mobil- und Endgeräte (Smartphones oder Tablets) durchzuführen und zu erleben!

Über das Projekt
Missing Black Technofossil Here verbindet Konzepte des Afrofuturismus mit Elementen der Augmented Reality und fokussiert sich auf abwesende, ausgelöschte und noch nicht erzählte Erinnerungen und Erzählungen Schwarzer Kanadier, deren Geschichte(n) im öffentlichen Raum in Montreal unsichtbar sind.

Quentin VerCetty setzt Augmented Reality, digitale 3D-Kunst und -Druck ein, um Tania Inniss' Konzept zu thematisieren, dass "die Abwesenheit von Schwarzen in der Kunst" Auslöschung sei. Der vielschichtige Prozess des Künstlers, der Forschung, computergenerierte und -haptische Modellierung miteinander verbindet, zielt darauf ab, digitale Bilder und skulpturale Werke zu schaffen, die letztendlich die führenden Vertreter*innen der Schwarzen kanadischen Gemeinschaft innerhalb der Stadtlandschaft verkörpern. Als Mahnmale der Repräsentation sollen diese Werke als afrofuturistische Technofossilien verstanden werden, die als Beispiel für die Sinkofanologie fungieren und durch ihre Existenz Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verbinden. Quentins Arbeit knüpft dabei auch an die jüngsten Debatten über die Umbenennung des so genannten "Mohrenrondells" im Park Sanssouci in Potsdam und die aktuelle Entfernung kolonialer Denkmäler aus dem öffentlichen Raum an.

 

Über GESTALTUNG DER VERGANGENHEIT

Das Projekt Gestaltung der Vergangenheit (Shaping the Past) ist eine Kooperation des Goethe-Instituts, des Monument Lab und der Bundeszentrale für politische Bildung und bringt Akteur*innen aus Kanada, Mexiko, den USA und Deutschland zusammen, die innovative Wege der Erinnerungskultur in ihrem jeweiligen lokalen Kontext beschreiten. Mehr Informationen hier.

Tiohtià:ke, allgemein bekannt als Montréal, ist historisch gesehen ein Treffpunkt für viele indigene Völker. Die Monumente und Straßennamen der Stadt spiegeln jedoch hauptsächlich die französische und britische Kolonisierung der Stadt wider - Schwarze und Indigene Darstellungen fehlen im Stadtbild. Dieses Projekt konzentriert sich auf übersehene Biografien von Schwarzen und Indigenen Menschen in Montreal und stellt sich durch Traumarbeit und mittels fantasievollem Weltaufbaus mögliche urbane Zukünfte für Schwarzen und Indigene in der Stadt vor.

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