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Griechenland Thessaloniki

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18:00 Uhr

Sprachen, Macht und die Rolle der deutschen Sprache in Europa

Vortrag |mit Prof. Dr. Hans-Jürgen Krumm

  • Goethe-Institut Thessaloniki, Thessaloniki

  • Sprache Deutsch
  • Preis Eintritt frei

Sprachen, Macht und die Rolle der deutschen Sprache in Europa - Ein Vortrag mit Prof. Dr. Hans-Jürgen Krumm ©Hans-Jürgen Krumm

Sprachen, Macht und die Rolle der deutschen Sprache in Europa - Ein Vortrag mit Prof. Dr. Hans-Jürgen Krumm © Hans-Jürgen Krumm

Das Goethe-Institut Thessaloniki lädt herzlich zu einem Vortrag mit Prof. Dr. Hans-Jürgen Krumm ein, einem der bedeutendsten Experten für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache sowie Mehrsprachigkeitsforschung im deutschsprachigen Raum.

Hans-Jürgen Krumm war Professor an der Universität Wien und hat die internationale Diskussion über Sprachenpolitik, Mehrsprachigkeit und den Deutschunterricht über Jahrzehnte maßgeblich geprägt. Seit 1969 arbeitet er eng mit dem Goethe-Institut zusammen; von 1992 bis 2005 war er Vorsitzender des Sprachbeirats des Goethe-Instituts.

Der Vortrag bietet spannende Impulse für Lehrkräfte, Studierende, Sprachlernende und alle, die sich für Sprache, Kultur und Europa interessieren.
 

Sprachen, Macht und die Rolle der deutschen Sprache in Europa

Sprachen waren zu allen Zeiten und sind auch heute beides, die Möglichkeit, den Blick auf die Welt zu erweitern und persönlich wie auch beruflich zu profitieren auf der einen Seite – und Gegenstand von Machtausübung, Streit und Ausgrenzung, Merkmal der Diskriminierung auf der anderen.

Besonders wichtig wird das Nachdenken über die Rolle der Sprachen in einer Welt, in der immer mehr Menschen mit ganz verschiedenen Sprachen zusammenleben: Wie lässt sich die Mehrsprachigkeit so gestalten, dass daraus keine Konflikte entstehen? Welche Chancen hat die deutsche Sprache auf dem europäischen Sprachenmarkt und wie kann der Deutschunterricht als bewusster Beitrag zur Mehrsprachigkeit der Lernenden gestaltet werden.
 

Kurzbiographie

Prof. Dr. Hans-Jürgen Krumm zählt zu den international bedeutendsten Sprachwissenschaftlern im Bereich Deutsch als Fremd- und Zweitsprache sowie Mehrsprachigkeitsforschung. Nach seinem Studium der Germanistik, Anglistik, Philosophie, Pädagogik und Pädagogischen Psychologie an der Universität Tübingen promovierte er bereits Anfang der 1970er-Jahre und engagierte sich früh in der Sprachlehrforschung.

Von 1975 bis 1993 war Krumm Professor an der Universität Hamburg und gehörte zu den Mitbegründern des Fachgebiets Deutsch als Fremd- und Zweitsprache im deutschsprachigen Raum. Dort entwickelte er innovative Konzepte für Sprachdidaktik, Lehrerbildung und interkulturelles Lernen.

1993 wechselte er an die Universität Wien, wo er als erster Universitätsprofessor für Deutsch als Fremdsprache in Österreich den entsprechenden Fachbereich entscheidend aufbaute und bis 2010 leitete. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen Mehrsprachigkeit, Sprachenpolitik, interkulturelle Kommunikation sowie die gesellschaftliche Bedeutung von Sprache in Migrations- und Bildungskontexten.

Seit 1969 arbeitet Hans-Jürgen Krumm eng mit dem Goethe-Institut zusammen. Zwischen 1992 und 2005 war er Vorsitzender des Sprachbeirats des Goethe-Instituts und prägte dessen internationale Sprach- und Bildungspolitik nachhaltig mit. Darüber hinaus wirkte er in zahlreichen Expertengruppen des Europarats mit und setzte sich intensiv für sprachliche Vielfalt, Integration und Mehrsprachigkeit in Europa ein.

Mit seinen zahlreichen Publikationen, internationalen Gastprofessuren und Vorträgen gilt Hans-Jürgen Krumm bis heute als eine der prägendsten Persönlichkeiten der internationalen Deutschdidaktik und Mehrsprachigkeitsforschung.