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19:30–21:00 Uhr

Kafka und das Kino

Diskussion|Ein Gespräch über Kafka jenseits der Klischees – über Literatur, Kino und die Kraft der Kunst

  • Goethe-Institut Athen, Athen

  • Sprache Griechisch
  • Preis Eintritt frei

 Roes

 Roes

Wer war Franz Kafka wirklich? Und wie „kafkaesk" war er am Ende?

Lange bevor er zum Adjektiv wurde – zum Synonym für Bedrängnis, Düsternis oder das Absurde –, war Kafka ein Schriftsteller, der die Sichtweise der Literatur auf die Wirklichkeit von Grund auf veränderte. Seine Figuren bewegen sich nicht durch Räume, sondern durch Einstellungen; die Geste gewinnt größere Bedeutung als die Worte selbst, und die Erzählung flackert wie das Licht einer alten Kinoleinwand.

Hundert Jahre nach seinem Tod beleuchtet das BuchKafka und das Kino. Der kinematografische Kafkavon Nikolaos-Ioannis Koskinas die unerwartete Beziehung Kafkas zum Kino und schlägt eine von Grund auf neue Lektüre seines Werkes vor. Es sucht nach einem anderen Kafka: Humoristen, Modernisten, zutiefst politischen Denker und zugleich leidenschaftlichen Zuschauer der ersten „bewegten Bilder". In einer Zeit, in der das Bild zwar dominiert, aber selten gedeutet wird, bleibt Kafka beunruhigend zeitgemäß –nichtweil er unsere Welt „vorausgesehen" hat, sondern weil er uns zwang, sie anders zu sehen.

Über das Buch sprechen:

Savvas Stroumbos, Regisseur, Gruppe Simeio Midén (Nullpunkt)
Charalampos Gogios, Komponist, künstlerischer Mitarbeiter der Alternativen Bühne der Griechischen Nationaloper sowie der Autor Nikolaos-Ioannis Koskinas, Assistenzprofessor am Fachbereich Deutsche Sprache und Philologie der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen (EKPA)

Moderation und Kommentar: Katerina Karakasi, Vorsitzende des Fachbereichs Deutsche Sprache und Philologie der EKPA, Professorin