Antonia Koluiartseva

Disziplin: Tanz
Partner: Jerusalem International Solo Dance Festival
Zeitraum: 4.8.-23.9.26 

Die Künstlerin Antonia Koluiartseva ist im Rahmen des Artist-in-Residence-Programms des Goethe-Instituts, in Kooperation mit dem Jerusalem International Solo Dance Festival, zu Gast in Jerusalem. Über mehrere Wochen hinweg wird sie ein neues Werk in einem Prozess künstlerischer und tänzerischer Recherche entwickeln, der Studioarbeit, Begegnungen mit lokalen und internationalen Künstler*innen sowie einen Dialog mit dem Jerusalemer Stadtraum verbindet.

Antonia Koluiartseva Foto (Detail): © Manuel Meza

Über die Künstlerin

Antonia Koluiartseva ist Tänzerin und Choreografin. Sie wurde in St.Petersburg geboren und lebt und arbeitet heute in Wuppertal, Deutschland. Ihre Ausbildung in Ballett und zeitgenössischem Tanz absolvierte sie am Tanzcentrum Praha und an der Universität Tallinn. Seit über einem Jahrzehnt ist Antonia sowohl in institutionellen Kontexten als auch in der freien Szene in Russland und Europa tätig. Sie war festes Mitglied der Kompanie „OKNO-Tanzprojekt“ in Sankt Petersburg (2007–2013), wo sie auch zu den Organisator*innen des jährlichen Festivals der Kompanie zählte, und tanzte anschließend am Aura Dance Theater in Litauen. Nachdem sie eigene Arbeiten in Estland und Russland realisiert hatte, schloss sie ein Masterstudium (MA) in Choreografie an der Folkwang Universität der Künste ab (2018–2021). Ihre Arbeiten wurden auf zahlreichen internationalen Festivals gezeigt, und ihr Schaffen wurde von renommierten Förderprogrammen wie „Take Heart“ und „Dis-Tanz-Solo“ unterstützt. 2022 und 2024 wurde sie als Gastchoreografin eingeladen, Produktionen am Folkwang Tanzstudio zu erarbeiten, und tritt zugleich als Tänzerin in den Stücken „Kontra Punkt“ und „Grossstadt Hunger“ der Kompanie „Tanzgebiet“ auf. 

Über die Residenz

Die Residency des Jerusalem International Solo Dance Festival versteht den Körper als Raum künstlerischer Forschung, in dem Bewegung zum Werkzeug wird, um Ort, Identität und menschliche Begegnung zu erkunden. Als universelle Kunstform, die Sprachen und Grenzen überschreitet, ermöglicht der Tanz einen Dialog durch Bewegung, Präsenz und gemeinsame Erfahrung. Jerusalem wird mit seiner menschlichen, kulturellen und physischen Komplexität zu einem festen Bestandteil des kreativen Prozesses und eröffnet neue Perspektiven auf den Körper im Raum. Aus der Überzeugung heraus, dass Kunst Menschen und Kulturen verbinden kann, fördert das Programm fortlaufende Kooperationen zwischen Künstler*innen aus Israel und Deutschland. Das Werk wird im Rahmen des Festivals seine Weltpremiere feiern. 

Im Rahmen des Festivals finden zwei Vorstellungsabende im Hansen House in Jerusalem statt, auf einer offenen Bühne unter freiem Himmel, mit Künstler*innen aus Israel und der ganzen Welt, darunter Choreograf*innen aus Österreich, der Slowakei, Indien, Taiwan, Deutschland und weiteren Ländern. Das Programm umfasst Uraufführungen, Solo- und Duett-Stücke, internationale Kooperationen sowie neue Arbeiten, die im Rahmen der Residency-Programme des Festivals entstanden sind. 

Die Abschlussveranstaltung findet im Museum of Tolerance Jerusalem statt und umfasst eine große internationale Gala, bei der Tanzkünstler*innen aus dem In- und Ausland auf israelische Musiker*innen treffen – ein festlicher Abend aus originärer Kreation, Live-Musik und Dialog zwischen den Künsten. In diesem Jahr arbeiten wir mit der israelisch-internationalen Musikerin Noga Erez und ihrer vollständigen Band zusammen, gemeinsam mit allen Tänzer*innen und Choreograf*innen, die während des Festivals mitwirken; auch Antonia wird eingeladen, eigens für diese Bühne eine einmalige, exklusive Arbeit zu schaffen.

Über den Partner

Das Jerusalem International Solo Dance Festival ist eine Plattform für zeitgenössisches Schaffen, künstlerische Forschung und Kooperationen zwischen Künstler*innen aus Israel und der ganzen Welt. Das Festival begreift Tanz als universelle Sprache, die einen Dialog zwischen Kulturen, Perspektiven und Lebenserfahrungen durch Körper und Bewegung ermöglicht. Neben der Präsentation internationaler Werke initiiert es Residency-Programme, Eigenproduktionen und gemeinsame Forschungs- und Kreationsprozesse, die künstlerische Innovation fördern und langfristige Verbindungen zwischen Künstler*innen und Kulturinstitutionen aufbauen. Jerusalem, mit seiner Vielschichtigkeit und seinem einzigartigen menschlichen Raum, ist nicht nur Gastgeberstadt, sondern aktive Partnerin im kreativen Prozess und Inspirationsquelle für künstlerische Begegnungen, die Gemeinschaften und Kulturen miteinander verbinden. 

Zeitraum

4.8.- 23.9.2026

Veranstaltungen

werdem demnächst veröffentlich