Erinnerungskultur
Das Gestern im Heute

Zu einer gemeinsamen Erinnerungs- oder Gedenkkultur zu finden, ist oft eine gesellschaftliche Herausforderung. In dieser Rubrik befassen wir uns mit den Prozessen und Initiativen, die uns dies ermöglichen.

80 Jahre Kriegsende: Verblasst die Erinnerung?

Was kann uns der Zweite Weltkrieg heute noch lehren und wie kann eine lebendige Erinnerungskultur dazu beitragen, neue Kriege zu verhindern? Darüber spricht die Autorin Elisabeth Luft mit dem Politikwissenschaftler Herfried Münkler.

Einschusslöcher an einem Gebäude auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof im Vordergrund, im Hintergrund eine Person und ein blühender Baum. Foto (Detail): © picture alliance/dpa | Jörg Carstensen Foto (Detail): © picture alliance/dpa | Jörg Carstensen

Kinder des Schattens

Mit Kinder des Schattens legt Herausgeber Matthias Naumann erstmals eine umfassende Anthologie israelischer Theatertexte zur Shoah seit 1948 vor. Die Sammlung präsentiert 15 Stücke – viele davon neu ins Deutsche übersetzt – und bietet einen eindrucksvollen Einblick in die Entwicklung von Erinnerung, Trauma und Identität im israelischen Theater. Im Gespräch mit Matthias Naumann sprechen wir über die Entstehung des Projekts, die Bedeutung des Theaters für die Erinnerungskultur und die Herausforderungen der Übersetzung.

Buchcover: Kinder des Schattens (Ausschnitt) © Neofelis Verlag (Ausschnitt) © Neofelis Verlag

Vom Umgang mit Nationalsozialismus und Holocaust in Deutschland

  • Yom HaShoah

    Wie kann ich der Menschheit je wieder vertrauen?

    Der israelische Fotograf und alternative Künstler Idan Golko hat im Dezember 2024 in Dresden seine Wandinstallation „Die Gleichung“ erstmals auf deutschem Boden ausgestellt. Als Enkel eines Shoah-Überlebenden beschäftigt er sich in seiner künstlerischen Praxis mit der Aufarbeitung von transgenerationalem Trauma.
    Zum Yom HaShoah haben wir ihn um einen Erfahrungsbericht gebeten.

    Die Gleichung v. Idan Golko © Idan Golko © Idan Golko

  • Gespräch

    „Ich wollte das Ungesagte, das Verdrängte zeigen, das, was nicht greifbar ist“

    Offer Avnon ist Regisseur des Films „Der Rhein fließt ins Mittelmeer“. Im Gespräch mit Hilla Lavie erzählt Avnon von den Schatten der Shoah und der Trauer, die seit seiner Geburt in seinem Leben präsent sind. Er spricht über sein Leben zwischen zwei Welten, der israelischen und der deutschen, und wie er mit seiner Kamera Bilder eingefangen hat, die von diesem Trauma erzählen.

    Offer Avnon Foto: Aris Rammos Foto: Aris Rammos

Zeitzeugen erinnern

  • 125. Geburtstag – Anna Seghers

    Zentrale Stimme der Exilliteratur

    Anna Seghers: unverwechselbare Erscheinung; eine von den Dramen des 20. Jahrhunderts gezeichnete Biografie; Romane, die ihr Weltruhm brachten. Vor 125 Jahren wurde die lebenslang engagierte Schriftstellerin in Mainz geboren.

    Anna Seghers - eine Porträtaufnahme, um 1975. Foto (Detail): © picture-alliance/ / akg-images | akg-images Foto (Detail): © picture-alliance/ / akg-images | akg-images

  • Nachruf

    „Seid Menschen“ – zum Tod von Margot Friedländer

    Tausende Schüler*innen in Deutschland haben ihre Geschichte gehört, noch mit über 100 Jahren trat sie als Mahnerin auf. Margot Friedländer war als Holocaust-Zeitzeugin unermüdlich.

    Porträt von Margot Friedländer Foto (Detail): picture alliance / photothek.de | Florian Gaertner Foto (Detail): picture alliance / photothek.de | Florian Gaertner

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