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Max Mueller Bhavan | Indien Kolkata

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18:30 Uhr

Imagining Futures: Queer-Trans-Feministische Bewegungen in Ostindien Movements in Easern India

Podiumsdiskussion|mit Banamallika, Sayan Bhattacharya und Koyel Ghosh, moderiert von Kumam Davidson.

EmPOWERment. Art and Feminismus in Kolkata | Podiumsdiskussion © Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan Mumbai | Bombay Duck Designs

EmPOWERment. Art and Feminismus in Kolkata © Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan Mumbai | Bombay Duck Designs

Queere und trans‑feministische Bewegungen in Ostindien entstehen aus lokalen Realitäten und gemeinsamen Geschichten des Widerstands. Über Gemeinschaften und Generationen hinweg nähren diese Bewegungen Widerstand, Fürsorge, Kreativität und Freude.

Diese Diskussion bietet einen Einblick in ihre aktuelle Situation und ihre möglichen Zukünfte.

  • Banamallika ist eine feministische Sozialaktivistin, Autorin‑Herausgeberin und Entwicklungsfachfrau aus Assam. Sie arbeitet mit marginalisierten Gruppen, darunter junge Frauen, LBQTI+‑Frauen, Teegartenarbeiterinnen, Frauen mit Behinderungen und Frauen aus den Char‑Gebieten, mit dem Schwerpunkt, feministische Führungsstärke für kollektives Handeln aufzubauen. Sie ist geschäftsführende Treuhänderin des Women’s Leadership Training Centre und gründete NEthing, ein in Guwahati ansässiges Kollektiv für Kunst, Kultur und soziale Gerechtigkeit. Außerdem gab sie Riverside Stories, eine 2024 bei Zubaan veröffentlichte Anthologie feministischer Texte aus Assam, heraus. Derzeit befindet sie sich in einer kreativen Denkpause und erkundet neue Perspektiven sowie die kreativen Möglichkeiten der Keramik.

  • Sayan Bhattacharya (they/them) ist Assistant Professor am Harriet Tubman Department of Women, Gender and Sexuality Studies der University of Maryland. Ihre Forschung nutzt archivarische und ethnografische Methoden, um zu untersuchen, wie Koti‑Gemeinschaften in Westbengalen innovativ und improvisierend mit Gewalt umgehen und diese navigieren. Ihre Arbeiten wurden in Zeitschriften wie GLQ, Cultural Studies, Radical History Review, Global Public Health, SAMAJ und Anthropology and Humanism veröffentlicht. Seit 2010 engagiert sich Sayan ehrenamtlich in von trans und queeren Communities geleiteten Organisationen in Westbengalen. Dieses langfristige aktivistische Engagement prägt weiterhin maßgeblich ihre wissenschaftliche Arbeit und Lehre.

  • Koyel Ghosh ist eine gender-nonkonforme, nicht-binäre queere feministische Aktivistin und Managing Trustee von Sappho for Equality sowie ausgebildeter Pädagog*in, die/der seit über fünf Jahren mit jungen Menschen arbeitet.

    Mit dem Ziel, eine geschlechtergerechte Gesellschaft zu schaffen, die frei von Diskriminierung aufgrund von Identität oder sexueller Orientierung ist, stellt Koyel kollektive Heilung und radikale Freundlichkeit in den Mittelpunkt ihres Aktivismus.

    Als Theaterenthusiastin und Katzenliebhaberin sieht Koyel Tiere als ihr Alter Ego. Außerdem ist Koyel Co-Herausgeber*in von Gender Chemistry.

  • Kumam Davidson, ein queerer Aktivist und Gründer der Matai Society in Manipur, verfügt über mehr als ein Jahrzehnt wirkungsvoller Arbeit in Community‑Organizing, Forschung, Schreiben und Beratung. Er ist bekannt für seine Arbeit im Bereich digitales Storytelling, Community‑Building und regionaler Forschungsprojekte. Seine Kooperationen erstrecken sich über Institutionen wie die University of Sussex, die University of California, die Mariwala Health Initiative und Reframe Arts. Seine Veröffentlichungen zu HIV, psychischer Gesundheit und LGBTQIA+‑Lebensrealitäten erschienen unter anderem bei Routledge und Zubaan. Als Herausgeber von Mental Health Journey: Untold Stories of People from the Northeast of India — nominiert für den Rainbow Book Prize 2024–25 — arbeitet er derzeit an der Spitze von LGBTQIA+‑Advocacy, Initiativen für indigene Lebensgrundlagen und traumasensiblen Projekten im konfliktreichen Manipur. Gleichzeitig berät er neue Kollektive in verschiedenen Regionen Nordostindiens.