Logo Goethe-Institut

Max Mueller Bhavan | Indien Pune

Alstonia Scholaris

Alstonia Scholars © Manvi Vakharia | Goethe-Institut Pune

Der Saptaparni (Alstonia scholaris) vereint botanische Eleganz, intensive Duftnoten und vielschichtige Mythen – vom „Scholar’s Tree“ bis zum geheimnisvollen „Devil’s Tree“.

Der Saptaparni (Alstonia scholaris) ist ein stattlicher, immergrüner Baum, der in weiten Teilen Indiens verbreitet ist. Seinen Namen verdankt er den charakteristischen Blattquirlen: Meist gruppieren sich sieben schmale, ledrige Blätter um einen Knoten – ein botanisches Merkmal, das ihm auch die Bezeichnung „Siebenblattbaum“ eingetragen hat.

Nach dem Monsun trägt der Saptaparni zahlreiche kleine, grünlich-weiße Blüten. Ihr intensiver Duft wird vielfach als angenehm empfunden, kann jedoch bei empfindlichen Personen Kopfschmerzen oder allergische Reaktionen auslösen. Aus jeder Blüte entwickeln sich zwei lange, schlanke Früchte, die eine Vielzahl feiner Samen enthalten – jeweils versehen mit zarten Haarbüscheln, die ihre Verbreitung durch den Wind begünstigen.

Der englische Beiname „Scholar’s Tree“ verweist auf eine kulturelle Tradition: Das helle, leicht zu bearbeitende Holz wurde einst zur Herstellung von Schreibtafeln für Schulkinder verwendet. Zugleich trägt der Baum im Volksmund den geheimnisvollen Namen „Devil’s Tree“. Da sein Laub für Weidetiere giftig ist und gemieden wird, ranken sich in manchen Regionen mystische Erzählungen um seine vermeintliche Beseeltheit.

So verbindet der Saptaparni auf eindrucksvolle Weise botanische Besonderheiten mit kulturellen Bedeutungen – ein lebendiges Zeugnis für das Zusammenspiel von Natur, Wissen und Imagination.