Rupali Patil
All that sink underneath
Über das Projekt
Die Arbeit widmet sich der oft unbeachteten Arbeit – menschlich wie ökologisch –, die im Verborgenen Systeme zusammenhält. Sie zieht poetische Parallelen zwischen myzelartigen Netzwerken und weiblichen Wirkkräften. Den starren, fragmentierten Strukturen stehen resiliente, lebendige Kräfte gegenüber – stille, transformierende Energien, wie sie etwa in der Praxis der Saatgutbewahrung wirksam werden.
Fragilität erscheint hier nicht als Schwäche, sondern als Quelle von Stärke und vernetzter Lebenskraft. Der Same wird zum Sinnbild stiller Fruchtbarkeit – mit einem verborgenen Potenzial, das tief unter der Oberfläche ruht. In der metaphorischen Gegenüberstellung mit weiblicher Fruchtbarkeit liegt ein behutsames Plädoyer: für den Schutz und die Wahrung des Gleichgewichts beider schöpferischer Prinzipien.