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Max Mueller Bhavan | Indien

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17:30–18:30 Uhr, IST

Autoren ohne Grenzen

Literatur|KGAF 2024 | David Sassoon Library Gardens

  • David Sassoon Library Gardens

  • Teil der Reihe: KGAF 2024

KGAF 2024 | Literatur @ Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan Mumbai, Graphic: KGAF 2024

Während internationale Autoren einen Platz in den Herzen indischer Leser finden, untersucht Deepanjana Pal die globalen Bewegungen, die in ihren Werken widerhallen. Simon Rowe (Australien/Japan) und Ronya Othmann (Deutschland) begleiten sie bei dieser interkulturellen Erkundung quer über das gedruckte Wort.

Über die Autorin Ronya Othmann:

Ronya Othmann, geboren1993 in München, schreibt Lyrik, Prosa und Essays und arbeitet als Journalistin. Für ihr Schreiben wurde sie viele Male ausgezeichnet, unter anderem mit dem Lyrik-Preis des Open Mike, dem MDR-Literaturpreis und dem Caroline-Schlegel-Förderpreis für Essayistik.

Für Die Sommer, ihren ersten Roman, bekam sie 2020 den Mara-Cassens-Preis zugesprochen, für den Lyrikband die verbrechen (2021) den Orphil-Debütpreis, den Förderpreis des Horst-Bienek-Preises sowie den Horst Bingel-Preis 2022. Ein Auszug aus Vierundsiebzig, ihrem zweiten Roman, wurde 2019 mit dem Publikumspreis des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs ausgezeichnet. Ronya Othmann lebt in Berlin. 

Ronya Othmann schreibt über deutsche Außenpolitik im Nahen Osten, den Genozid an den Ezîden, Trauma, Flucht, Migration, kurdische Themen, queere Themen, Rassismus, Gewalt und Diskriminierung. Ronya Othmann schreibt Lyrik, Prosa, Essay und journalistisch. Ihre Gedichte kann man sich zum Beispiel auf Lyrikline anhören. Ihre Prosa und Essays findet man in verschiedenen Zeitschriften, Anthologien und online. In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung schreibt sie die Kolumne Import Export. Ihre journalistische Arbeit kann man sich auf Torial ansehen.

Über das Buch:

(Übersetzt in Marathi, Bangla, Simhala, Mongolisch, Koreanisch, Japanisch, Indonesisch, Slowenisch)
Die Sommer 
Erschienen im Hanser Verlag


Leyla ist die Tochter einer Deutschen und eines jesidischen Kurden… Das ergreifende Debüt der Gewinnerin des Publikumspreises des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs (2019) über das Dasein zwischen zwei Welten

Das Dorf liegt in Nordsyrien, nahe zur Türkei. Jeden Sommer verbringt Leyla dort. Sie riecht und schmeckt es. Sie kennt seine Geschichten. Sie weiß, wo die Koffer versteckt sind, wenn die Bewohner wieder fliehen müssen. Leyla ist Tochter einer Deutschen und eines jesidischen Kurden. Sie sitzt in ihrem Gymnasium bei München, und in allen Sommerferien auf dem Erdboden im jesidischen Dorf ihrer Großeltern. Im Internet sieht sie das von Assad vernichtete Aleppo, die Ermordung der Jesiden durch den IS, und gleich daneben die unbekümmerten Fotos ihrer deutschen Freunde. Leyla wird eine Entscheidung treffen müssen. Ronya Othmanns Debütroman ist voller Zärtlichkeit und Wut über eine zerrissene Welt.