Moritz Ostruschnjak in Mailand

Tanz | MILANoLTRE - Festival 2026

  • Teatro Elfo Puccini, Mailand

  • Preis Siehe hier unten

NON+ULTRAS (extended) NON+ULTRAS (extended) ©Franziska Strauss

NON+ULTRAS (extended) NON+ULTRAS (extended) ©Franziska Strauss

Im Rahmen des Festivals MILANoLTRE, das vom 21. September bis 11. Oktober 2026 im Teatro Elfo Puccini in Mailand stattfindet, präsentiert Moritz Ostruschnjak Trailer Park und Non+Ultras (extended).
Mit der Unterstützung des Goethe-Instituts Mailand und des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland.

- Dienstag 29. und Mittwoch 30. September 2026, 20.30 Uhr
Teatro Elfo Puccini - Sala Shakespeare
TRAILER PARK italienische Uraufführung 
tanzmainz / Moritz Ostruschnjak
Produktion: Staatstheater Mainz

- Donnerstag, 1. und Freitag, 2. Oktober 2026, 19.00 bis 22.00 Uhr
BASE Milano, Via Bergognone 34, Mailand
NON + ULTRAS (extended) italienische Uraufführung
Moritz Ostruschnjak
Eine Produktion von Moritz Ostruschnjak in Koproduktion mit Muffathalle Betriebs GmbH und Theater Freiburg. Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München, den Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR, den BLZT, Bayerischer Landesverband für zeitgenössischen Tanz, aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst sowie den Bezirk Oberbayern. 

In Trailer Park arbeitet Moritz Ostruschnjak mit zehn Tänzern von tanzmainz auf einer leeren Bühne. Zwischen digitaler und analoger Welt schwebend verkörpern die Darsteller eine Auseinandersetzung mit dem Verhältnis zwischen Körperlichkeit und zeitgenössischer visueller Kultur. Ostruschnjaks Werke nutzen soziale Medien als Quelle, um aus diesem Archiv zu schöpfen und es neu zu bearbeiten. Für Trailer Park haben die Darsteller Videos aus dem Internet ausgewählt, um sie zu studieren, die Bewegungen nachzuahmen und auf ihre eigenen Körper zu übertragen. Es handelt sich um einen Prozess, der an die „Meme-Kultur“ erinnert, in der Inhalte aus ihrem ursprünglichen Kontext herausgelöst und mit neuen Bedeutungen wiederverwendet werden; auf der Bühne haben die Bewegungen ihren Ursprung anderswo und erzeugen erst durch ihre Kombination etwas völlig Neues.
Die Anstrengung der Körper rückt in den Mittelpunkt: Übermäßige Anforderungen, die oft mit der Faszination und dem Druck der digitalen Welt zusammenhängen, werden in den einzelnen Körpern umgesetzt und verstärkt. Daraus entsteht eine Choreografie, die die Spannungen der Gegenwart widerspiegelt und sich ständig im Spannungsfeld zwischen Zurschaustellung, Wiederholung und Transformation bewegt.
tanzmainz, das Ensemble für zeitgenössischen Tanz des Staatstheaters Mainz unter der Leitung von Honne Dohrmann, ist eine Compagnie mit 25 Tänzern, die eine Brücke zwischen institutionellem Theater und der unabhängigen Szene schlägt. 

NON + ULTRAS (extended) ist eine immersive Performance, die das Zugehörigkeitsgefühl, die kollektive Identität und das Verlangen nach Gemeinschaft in einer zunehmend digitalisierten und polarisierten Gesellschaft thematisiert. Heutzutage scheint es, als seien alle „Ultras“: Milano Ultra, Taylor Swift Ultra, Trump Ultra, Antifa Ultra oder Vegan Ultra.
Das Projekt nimmt die Fußballfankultur als Ausgangspunkt und interpretiert sie sowohl als Ausdruck fanatischer Anhängerschaft als auch als universelle Darstellung des Bedürfnisses nach Verbundenheit und gemeinsamer Erfahrung. Im Mittelpunkt der Installation stehen 800 Fußballschals aus aller Welt, die zusammen eine sich wandelnde Landschaft aus Farben, Geschichten und Zugehörigkeiten bilden. Die Stoffe werden zu Architektur, Kleidung und choreografischem Instrument und lassen temporäre Räume entstehen: Labyrinthe, Teppiche, Orte der Begegnung und des Spiels. Die Darsteller inszenieren Situationen, die zwischen Installation, Performance und sozialer Choreografie oszillieren, und laden die Besucher ein, sich im Raum zu bewegen, um die verschiedenen Konfigurationen hautnah zu erleben. Der Rundgang wird von der Klanglandschaft von Jonas Friedlich und der Videoinstallation von Moritz Stumm begleitet.
NON + ULTRAS (extended) ist als dreistündiges Erlebnis angelegt, das sich ständig wandelt. 


Bodies In-Between 2026. Tanz und Sport.
Eine lebendige Beziehung, geprägt von Körpern, Gesten und gemeinsamen Visionen: MILANoLTRE erkundet die Grenze zwischen zwei Ausdrucksformen, die die Gegenwart verändern können.
Internationale Premieren, ortsspezifische Performances, Tanzvorträge, Sonderprojekte, Talks, Workshops und DJ-Sets.

Reduzierte Eintrittspreise für die Freunde des Goethe-Instituts Mailand:
Trailer Park von Tanzmainz von 25,00 Euro reduziert auf 14,00 Euro
NON + ULTRAS di Moritz Ostruschnjak von 15,00 Euro reduziert auf 10,00 Euro
Für alle anderen Events des Festivals zu 25.00 Euro und 20.00 Euro, gibt es eine Vergünstigung auf 18,00 Euro.

Biographie

Moritz Ostruschnjak

Moritz Ostruschnjak ist Choreograf und aktives Mitglied der deutschen Writer-Szene. Sein Interesse für zeitgenössischen Tanz entwickelte er durch Breakdance. Er studierte an der Iwanson International in München und schloss seine Ausbildung am Maurice Béjart in Lausanne ab. Seit 2013 ist er als freischaffender Choreograf tätig.
Seine Werke wurden auf vielen europäischen Festivals aufgeführt und 2020 erhielt er den Tanzförderpreis der Stadt München. Er war einer der Aerowaves Twenty21-Künstler und erhielt 2022 ein dreijähriges Stipendium des Referats für Kultur und Kunst der Stadt München sowie eine dreijährige Förderung durch den Fonds Darstellende Künste.

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