Donnerstag 27. April 2023, 19:30 Uhr
Hyperland
Film|Deutschland in Farbe, 6. Termin
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Auditorium des Goethe-Instituts, Rom
- Sprache Originalfassung mit ital. Untertiteln
- Preis auf Anmeldung. Der Eintritt wird nach Verfügbarkeit der Sitzplätze gewährt
- Teil der Reihe: Deutschland in Farbe
Deutschland 2021, 109 Min., Originalfassung mit ital. Untertiteln
Mario Sixtus erzählt von einer Zukunft, in der die sozialen Medien vollständig die Macht übernommen haben. Das Tun jedes Einzelnen wird von der Öffentlichkeit gesehen und in ein Bewertungssystem eingespeist, wer die Gunst der Masse hat, wird mit Privilegien belohnt. Sixtus allerdings zeigt die spannendere Variante, die Existenz derer, die in diesem System abstürzen und jenseits der Gesellschaft leben. Gleichzeitig behandelt er in Hyperland Themen, die mit der digitalisierten Welt einhergehen – Fake News, Fake Facts, Hetzkampagnen im Netz, alles in Gang gebracht durch eine Vergewaltigung, für die der Täter dem Opfer die Verantwortung zuschiebt. Da mündet der Science-Fiction dann in einen Thriller, weil Cee, die Hauptfigur, sich notfalls mit krimineller Energie zur Wehr setzt.
Biografie
Mario Sixtus
Regisseur
Geboren 1965 in Ratingen, spielte nach der Schulzeit zunächst als Bassist in New Wave- und Punk-Bands. Ab Mitte der 1990er Jahre arbeitete er als Programmierer und Web-Designer und schrieb als Journalist unter anderem für Die Zeit, den Focus und die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Von 2008 bis 2016 moderierte er insgesamt 155 Folgen des TV-Magazins „Elektrischer Reporter„ auf ZDFinfo, das sich mit Themen rund um den digitalen Wandel beschäftigte. 2019 veröffentlichte er das Sachbuch Warum an die Zukunft denken?, in dem er sich mit unterschiedlichen Perspektiven auf die Zukunft auseinandersetzt.
Sixtus ist Regisseur und Autor mehrerer Dokumentarfilme über neue Technologien und Digitalkultur, darunter Ich weiß, wer du bist (2016) über Datenbrillen und die Möglichkeit, digital gespeicherte Informationen über Passanten auf der Straße abzurufen, und Im Netz der Lügen (2017), der Falschmeldungen und Hetze im Internet thematisiert. Daneben schrieb er das Drehbuch für zwei Folgen der Krimi-Reihe „Wilsberg“ (2019 und 2021). Sein Film Hyperland wurde 2022 für den Grimme-Preis nominiert.
Ort
Via Savoia, 15
00198 Rom
Italien