Deutsche hoch vier

Niemiecka do kwadratu 11 © Goethe-Institut Krakau

Mo, 28.03.2022

18:30

Goethe-Institut Krakau

Diskussionsreihe zu deutschsprachigen Literatur

Hören Sie die Aufzeichnung der Diskussion (in polnischer Sprache) hier:

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An der ersten Live-Diskussion 2022 in der Reihe „Deutsche hoch Vier“ nimmt Agnieszka Drotkiewicz teil - Schriftstellerin und Organisatorin von Kulturveranstaltungen. Sie hat u.a. Romane („Paris London Dachau“, „Dla mnie to samo“, „Teraz“, „Nieszpory“), und Interviewsammlungen (u.a. („Jeszcze dzisiaj nie usiadłam“ und „Piano rysuje sufit“) veröffentlicht. Gemeinsam mit Ewa Kuryluk veröffentlichte sie das Buch „Manhattan i Mała Wenecja“, das mit dem Preis Warszawska Premiera Literacka ausgezeichnet wurde. Sie schreibt für die Zeitschriften „Przekrój“ und „Dwutygodnik“ sowie für das Teatr Wielki in Warschau.

Wir diskutieren über den Roman: „Cox oder Der Lauf der Zeit” von Christoph Ransmayr erschienen in der polnischen Übersetzung von Jacek St. Buras im Verlag WUJ und über ein Sachbuch „Wolfszeit. Deutschland und die Deutschen 1945 – 1955“ von Harald Jähner erschienen in der polnischen Übersetzung von Arkadiusz Żychliński im Verlag Wydawnictwo Poznańskie.

Der Roman „Cox oder Der Lauf der Zeit” ist ein Meiserwerk über Liebe, Leidenschaft und Ehrgeiz. Zugleich ist es eine Geschichte über die Begegnung zwei unterschiedlicher Kulturen von Orient und Okzident und eine philosophische Reflexion über das Vergehen der Zeit. Der Kaiser von China lädt den englischen Automatenbauer und Uhrmacher Alister Cox an seinen Hof, wo der Meister aus London außerordentliche Uhren bauen soll: zunächst eine Uhr, die die Zeit des Glücks misst, dann solche, die die Zeit von Krankheit und Tod misst, und schließlich eine Uhr, "die über alle Menschenzeit in den Sternenraum hinausschlug, ohne jemals stillzustehen, und deren Grenzen allein in der Dauer und dem Geheimnis der Materie selbst lagen“.

Christoph Ransmayr wurde 1954 in Wels/Oberösterreich geboren und lebt nach Jahren in Irland und auf Reisen wieder in Wien. Für seine Bücher, die in mehr als dreißig Sprachen übersetzt wurden, erhielt er zahlreiche literarische Auszeichnungen, u. a. Großer Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, Heinrich-Böll-Preis, Kleist-Preis, Nominierung für den Man Booker International Prize (2018 für den Roman „Der fliegende Berg“) und Nominierung für den Angelus-Preis (2019 für „Cox oder Der Lauf der Zeit“).

„Wolfszeit“ bildet eine gesellschaftliche Panorama eines Jahrzehnts, das entscheidend war für die Deutschen und in vielem ganz anders, als oft geglaubt wurde.
Harald Jähners große Mentalitätsgeschichte der Nachkriegszeit zeigt die Deutschen in ihrer ganzen Vielfalt: etwa den „Umerzieher“ Alfred Döblin, der das Vertrauen seiner Landsleute zu gewinnen suchte, oder Beate Uhse, die mit ihrem „Versandgeschäft für Ehehygiene“ alle Vorstellungen von Sittlichkeit infrage stellte; aber auch die namenlosen Schwarzmarkthändler mit Taschen voll mit Lucky Strikes, oder die stilsicheren Hausfrauen.

Harald Jähner, Jahrgang 1953, war bis 2015 Feuilletonchef der «Berliner Zeitung», zugleich Honorarprofessor für Kulturjournalismus an der Universität der Künste Berlin.

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