Diskussion Ewiger Wald

Ewiger Wald © Goethe-Institut

Fr, 26.04.2019

18:00

Goethe-Institut Warschau

mit:
Przemysław Czapliński
, Literaturhistoriker und -kritiker
Agnieszka Polska, Bildende Künstlerin
 
Moderation: Edwin Bendyk, POLITYKA
 
„Wir waren nicht da – Der Wald schon. Wir werden nicht mehr da sein – Der Wald schon“ – dieser polnische Spruch vermittelt bildhaft das Bestehen und die Entwicklung des Waldökosystems und der menschlichen Spezies. Die Wechselbeziehung zwischen den beiden bekommt im globalisierten Kapitalismus eine besondere Bedeutung.

Agnieszka Polska © Agnieszka Polska Agnieszka Polska ist eine visuelle Künstlerin, die computergenerierte Medien benutzt, um über die individuelle und gesellschaftliche Verantwortung zu reflektieren. In Installationen und halluzinatorischen Filmen versucht sie, Fragen der ethischen Zweideutigkeit der Gegenwart aufzudecken. Die Künstlerin hat ihre Arbeiten in zahlreichen internationalen Ausstellungsorte präsentiert, u.a. im New Museum und im MoMA in New York, im Centre Pompidou und dem Palais de Tokyo in Paris, im Tate Modern in London, im Hirshhorn Museum in Washington, im Hamburger Bahnhof in Berlin. Sie beteiligte sich an verschiedenen Biennalen wie der 57. Biennale in Venedig, der 11. Biennale in Gwangju, der 19. Biennale von Sydney und der 13. Biennale in Istanbul. 2018 erhielt  Agnieszka Polska den Preis der Nationalgalerie in Berlin.

Przemysław Czapliński Foto: Danuta Węgiel Prof. Przemysław Czapliński ist ein Historiker der polnischen und europäischen Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts, Essayist, Übersetzer, Literaturkritiker; er war Mitbegründer des Lehrstuhls für Literaturanthropologie an der Adam-Mickiewicz-Universität. Seine neuesten Publikationen: Resztki nowoczesności (2011), Poruszona mapa (2016), Literatura i jej natury (2017; mit: Joanna B. Bednarek, Dawid Gostyński). Herausgeber von Sammelbänden, u.a. : Zagłada. Współczesne problemy rozumienia i przedstawiania (2009; mit: Ewa Domańska), Nowoczesność i sarmatyzm (Poznań 2011), Literatura ustna (2011), Kamp. Antologia przekładów (mit: Anna Mizerka; 2013), Nowa humanistyka: zajmowanie pozycji, negocjowanie autonomii (mit: Ryszard Nycz; 2018), Moc truchleje. Wielogłos o polskim katolicyzmie (Poznań 2018), Prognozowanie teraźniejszości (mit: Joanna B. Bednarek; Gdańsk 2018). Zahlreiche Preise, u.a.: Nagroda im. Ludwika Frydego (1997), Nagroda Fundacji im. Kościelskich (1998), Nagroda im. Kazimierza Wyki (2004), Nagroda im. Jana Długosza (2017). Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehört die Literatur und Probleme der späten Neuzeit.
 
Einbildungskraft und Labor der Einbildungskraft bilden ein Projekt des Goethe-Instituts und des Teatr Powszechny in Warschau. Künstler, Kuratoren und Wissenschaftler diskutieren gemeinsam über die Herausforderungen, die sich durch den Epochenwandel für die soziale Wirklichkeit und die zeitgenössische Kultur ergeben. Wir sind in das Anthropozän eingetreten, das Zeitalter des Menschen. Die Welt, wie wir sie kannten, existiert nicht mehr, wir müssen unsere Einbildungskraft anstrengen, um zu verstehen, wie unsere Welt zukünftig aussehen wird. Hierbei helfen uns die Teilnehmer der Diskussionen im Goethe-Institut und im Sitz der Dream Adoption Society (DAS) im Teatr Powszechny.

Edwin Bendyk, Kurator des Projekts

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