Diskussion Diskussion zum Thema „Flüchtige Identität“ mit Olga Grjasnowa, Filip Springer und Dr. Heiner Geißler

Dyskusja o „płynnej tożsamości” z Olgą Grjasnową, Filipem Springerem i dr. Heinerem Geißlerem / Prowadzenie: Magdalena Kicińska © Filip Springer

Fr, 22.04.2016

Goethe-Institut Pop Up Pavillon

Plac Nowy Targ
Breslau

Die erste Begegnung im Literarischen Pavillon steht ganz im Zeichen des Themas IDENTITÄT[EN]. Die Journalistin Magdalena Kicińska wird sich mit der Schriftstellerin Olga Grjasnowa, dem Reporter Filip Springer und dem ehemaligen Bundespolitiker Heiner Geißler über ein Konzept unterhalten, das man in Anlehnung an Zygmunt Bauman als „flüchtige Identität“ bezeichnen könnte. Wer bin ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Und die vielleicht wichtigste Frage: Warum ist das so wichtig? In einer globalisierten Welt, die von nationalen und internationalen Migrationsbewegungen geprägt ist, hat sich das Bewusstsein territorialer und sozialer Zugehörigkeit nachhaltig verändert und muss unablässig neu definiert werden. Das einzig Beständige ist der Wandel.

Dr. Heiner Geißler ist ein dezidierter Befürworter der Aufnahme von Flüchtlingen. Der ehemalige Familienminister und Generalsekretär der CDU ist Autor zahlreicher Bestseller, u. a. über die „politische Botschaft des Evangeliums" und das Phänomen der neuen Intoleranz, aber auch über das Bergsteigen, das er viele Jahre lang, ebenso wie das Fallschirmspringen, mit großer Leidenschaft betrieb.

Olga Grjasnowa wurde in Baku geboren und lebt seit ihrem zwölften Lebensjahr in Deutschland. Ihr Romandebüt „Der Russe ist einer, der Birken liebt“ ist eine intensive, sinnliche, tragikomische Geschichte über eine Generation, die keine Grenzen mehr kennt, aber auch keine Heimat mehr hat.

Filip Springer debütierte 2011 mit dem Reportageband „Kupferberg/Miedzianka - Geschichte eines Verschwindens“. Es ist das Ergebnis einer über zweijährigen Suche nach der Antwort auf die Frage, wie das kleine schlesische Städtchen Kupferberg mit seiner über siebenhundertjährigen Tradition plötzlich von der Landkarte verschwinden konnte. Seine mehrfach ausgezeichnete Reportage ist eine akribische Studie über das kollektive Gedächtnis.

Moderiert wird die Veranstaltung von der Journalistin Magdalena Kicińska, die u.a. für die Zeitschriften „Duży Format", „Polityka", „Elle" und „Voyage" schreibt. Kicińska studierte an der Fakultät für Politikwissenschaft und Journalismus der Universität Warschau, an der Warschauer Filmhochschule und am Polnischen Reportage-Institut.

Partner des Literarischen Pavillons ist die Fakultät für Germanistik der Universität Breslau.
 

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