Deutsche Filmwoche 2018
in Warschau

Deutsche Filmwoche



Die Deutsche Filmwoche ist eine Veranstaltung, die aus der polnischen Filmlandschaft nicht mehr wegzudenken ist. Die Organisatoren bemühen sich, dass das Programm aktuelle Trends in der deutschen Gesellschaft schildert. Diese Filmreihe bietet eine Reise durch verschiedene Filmgenres, das Angebot umfasst etablierte Meister wie Debütanten, Blockbuster wie neue Entdeckungen aus Festivals. Eine weitere Gelegenheit, Einblick in das gegenwärtige deutsche Kino zu erhalten, wird sich bald bieten. Vom November bis Januar findet die Deutsche Filmwoche in elf polnischen Städten statt.

Mit „Toni Erdmann“ bewies Maren Ade, dass das deutsche Kino auch unterhalten kann, ohne an seiner Aussagekraft einzubüßen. Genau das gilt auch für die Blockbuster-Komödie „Willkommen bei den Hartmanns“. Thematisiert werden hier die Flüchtlingskrise und die aus ihr resultierenden Rassismus und bürokratische Absurditäten. „Kaminski und ich“ entstand in Zusammenarbeit von Daniel Brühl (Schauspieler) und Wolfgang Becker (Regiesseur), die durch ihre Komödie „Goodbye, Lenin!“ bekannt wurden. Zwei starke Persönlichkeiten treffen hier aufeinander und das Ganze wird mit schwarzem Humor gewürzt.

In guten wie in schweren Tagen... In „Rückkehr nach Montauk“ erzählt der Regisseur von „Blechtrommel“, Volker Schlöndorff, von einem folgenreichen Treffen von zwei Geliebten mit New York als Hintergrund und mit einem Hauch von Romantik. Weniger große Namen, aber genauso viel emotionale Ausstrahlungskraft birgt in sich „Der beste aller Welten“. Bei dieser rührenden Geschichte über eine von Sucht überschattete Mutterschaft basierte Adrian Goiginger, Drehbuchautor und Regisseur, auf eigenen Erfahrungen. Und zu guter Letzt der auf zahlreichen Festivals preisgekrönte „Western“ von Valeska Grisebach: eine in idyllischen Landschaften spielende Erzählung über das Aufeinandertreffen von deutschen Bauarbeitern und bulgarischen Bauern im bulgarisch-griechischen Grenzgebiet.

Aussagekräftig, wie immer, sind Dokumentarfilme. Mit „The Revolution of Sound“ schuf Margarete Kreuzer eine Hommage an den Gründer von Tangerine Dream, Edgar Froese. In „Beuys“ wird die Biografie des deutschen Bildhauers, Performers, Aktivisten und Kunsttheoretikers Joseph Beuys gezeigt. Dieser Film ist ein weiterer Beweis dafür, dass Kunst auch gesellschaftliche und politische Themen beeinflussen kann.
Das Warschauer Publikum wird etwas Besonderes genießen können: im Rahmen der Filmwoche in Warschau wird der neueste Film von Fatih Akin, „Aus dem Nichts“, seine polnische Premiere feiern. Die Hauptdarstellerin Diane Kruger wurde in Cannes als beste Schauspielerin geehrt.

Die deutsche Filmwoche wird in den folgenden Städten gezeigt: Wrocław, Kraków, Opole, Poznań, Olsztyn, Katowice, Zielona Góra, Gdańsk, Kielce, Szczecin und Warschau.
Anna Tatarska

TFN 2017 Veranstalter TFN 2017 - Medienpartner