Workshop für Mädchen zum Entwickeln von Computerspielen

Bitsy para chicas Foto: Goethe-Institut

Mädchen und Frauen sind in der Produktion von digitalen Spielen deutlich in der Minderheit, insbesondere wenn es um das Programmieren geht. Computerspiele, ihre Charaktere und Narrative sind deutlich stärker von Männern geprägt. 

Mädchen entscheiden sich bei ihrer Studien- und Berufswahl weiterhin eher für soziale, pädagogische oder sprachlich-künstlerische Fächer und weniger für naturwissenschaftlich-technische Berufe. Hier spielen viele Faktoren eine Rolle, aber wichtig ist sicherlich eine möglichst frühe Förderung von Mädchen im naturwissenschaftlich-technischen Bereich, d.h. das frühzeitige Wecken von Interesse, das Vermitteln von Kompetenzen und das Stärken von Selbstvertrauen.

Vor diesem Hintergrund haben wir 2018 im Rahmen des Projekts Girl Games einen Workshop zur Computerspielentwicklung für junge Frauen ab 18 Jahren durchgeführt. 

Mit einem am 23.11.2019 durchgeführten Workshop haben wir nun jüngere Mädchen angesprochen. Zusammen mit dem Image Campus organisierten wir einen eintägigen Workshop zur Computerspielentwicklung für Mädchen. Dabei wurden Kenntnisse im Storytelling für Computerspiele sowie der Software Bitsy vermittelt; die Teilnehmerinnen haben anschließend ihr eigenes Spiel mit Bitsy entwickelt, begleitet von vier Computerspielexpert*innen. Bitsy ist eine freie und einfach zu erlernende Software, mit der man durch Kombination von Text und Pixel-Art-Grafiken eigene Welten und Abenteuer kreiieren kann.

19 Mädchen und junge Frauen zwischen 12 und 16 Jahren nahmen am Workshop teil und entwickelten mit viel Begeisterung und Kreativität ihre eigenen Spiele.

Mentor*innen:

Alejandra Bruno ist Entwicklerin von Computerspielen und Spezialistin in den Bereichen Design, Inhalte, Storyboard und Produktmanagement. Sie hat bereits für nationale und internationale Computerspielverlage und –Institutionen gearbeitet, u.a. für Big Fish, Lego, QB9, The Other Guys, Unicef, Nationalmuseum Cabildo, Bildungsministerium. Sie verfügt über Erfahrungen als Dozentin für Storytelling sowohl im Bereich linearer als auch nicht-linearer Medien sowie über Managementerfahrung in der Produktentwicklung. Sie verfügt über einen Abschluss in Film- und Fernsehregie (Cievyc) und Drehbuch (Fundación TEBA). Seit 2004 unterrichtet sie im Bereich Spieleentwicklung beim Image Campus, seit 2008 entwickelt sie Spiele für die Agentur QB9 sowie für andere Spiele-Firmen.

Lorenzo Pilia ist Entwickler von Computerspielen sowie Produzent und Kurator von Computerspiel-Events. Er lebt in Berlin, wo er derzeit als Produzent für das Gaming-Studio Maschinen-Mensch und als Outreach-Manager für Codecks, eine Projektmanagement-Software für Computerspiel-Entwickler arbeitet. Seit mehreren Jahren ist er für das Programm von A MAZE, einem Festival für Kunst und Kultur der Computerspiele zuständig und verfügt über langjährige Workshoperfahrung zur Computerspielentwicklung. Lorenzo Pilia ist auf Einladung des Goethe-Instituts in Buenos Aires und nimmt hier unter anderem am internationalen Treffen von GAIA (Game Arts International Assembly) teil.

Nicole Benitez und Constanza Garcias Solé, Gewinnerinnen des Wettbewerbs Girl Games (2018), haben die Teilnehmerinnen am Workshop ebenfalls unterstützt.
 
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