Nie wieder Abseits
die Geschichte von Gottfried Fuchs

Gottfried Fuchs on the field © Jüdisches Museum Berlin, Inv.-Nr. 2015/282/1, Schenkung Familie Fuchs.

Die Ausstellung Nie wieder Abseits erzählt die Geschichte von Gottfried Fuchs, dem ehemaligen Fußballstar, dessen Karriere 1911 in Karlsruhe begann. Sie zeichnet seinen Lebensweg nach – von großen sportlichen Erfolgen über die schmerzlichen Erfahrungen von Verfolgung, Auslöschung und Flucht vor den Nazis bis hin zu seinem Neuanfang in der Fremde, in Kanada.
 

Die Geschichte von Gottfried Fuchs

Die Berufung von Gottfried Fuchs in die deutsche Nationalmannschaft markierte den Beginn des Aufstiegs eines Mannes, der zum Fußballhelden werden sollte. Seine legendäre Torbilanz – zehn Tore in einem einzigen Spiel während des Turniers 1912 in Stockholm – sicherte Gottfried Fuchs einen festen Platz in der Fußballgeschichte als herausragender Stürmer.

Der Erste Weltkrieg beendete seine Fußballkarriere. Nach vier Jahren an der Front kehrte er nach Hause zurück, arbeitete im Familienbetrieb und gründete eine Familie. In den Jahren nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten wurden Fuchs und seine Familie zunehmend ausgegrenzt und verfolgt, weil sie jüdisch waren. 1937 floh er aus seiner Heimat und fand schließlich in Montreal, Kanada, Zuflucht. Er begann ein neues Leben fernab vom Jubel der Stadien – unter dem Namen Godfrey Fochs.

Die Geschichte von Gottfried Fuchs – Nationalspieler, Rekordhalter, Exilant – ist ebenso bewegend wie lehrreich. Sie vermittelt jungen Menschen Wissen über die dunklen Kapitel der deutschen Geschichte; Jahre des Schreckens, die sich vor fast einem Jahrhundert ereigneten, aber nicht vergessen werden dürfen. Es geht nicht nur darum, was war, sondern auch darum, was ist und was sein wird. Denn trotz aller Leiden gelang es Gottfried Fuchs, sich in Kanada als Godfrey Fochs ein neues Leben aufzubauen. Der Schmerz des Exils ging einher mit der bewussten Entscheidung, das Leben anzunehmen und seinen Kindern eine sichere Zukunft zu gewährleisten. Diese Widerstandsfähigkeit prägte die nachfolgenden Generationen. Heute sind die Mitglieder der Familie Fuchs über vier Kontinente hinweg eng miteinander verbunden und engagieren sich in verschiedenen Projekten, die darauf abzielen, ein Bewusstsein zu schaffen, das aus der Geschichte Lehren für das Handeln heute zieht.

Die Ausstellung

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► Eva Ledwig: eva.ledwig@goethe.de

Veranstaltungen

  • Ausstellungseröffnung | Freitag, 15. Mai 2026 um 17:00 Uhr | Goethe-Institut

    Vernissage: Nie wieder Abseits

    Vernissage zur Austellung: Die Ausstellung Nie wieder Abseits erzählt die Geschichte von Gottfried Fuchs, dem ehemaligen Fußballstar, dessen Karriere 1911 in Karlsruhe begann. Sie zeichnet seinen Lebensweg nach – von großen sportlichen Erfolgen über die schmerzlichen Erfahrungen von Verfolgung, Auslöschung und Flucht vor den Nazis bis hin zu seinem Neuanfang in der Fremde, in Kanada.

    Image from the 1930 showing the rush of a group of young men on the soccer field. © Jüdisches Museum Berlin, Inv.-Nr. 2015/282/1, Schenkung Familie Fuchs. © Jüdisches Museum Berlin, Inv.-Nr. 2015/282/1, Schenkung Familie Fuchs.

  • Ausstellung | Von Freitag, 15. Mai bis Samstag, 13. Juni 2026 | Goethe-Institut

    Nie wieder Abseits – die Geschichte von Gottfried Fuchs

    Die Ausstellung Nie wieder Abseits erzählt die Geschichte von Gottfried Fuchs, dem ehemaligen Fußballstar, dessen Karriere 1911 in Karlsruhe begann. Sie zeichnet seinen Lebensweg nach – von großen sportlichen Erfolgen über die schmerzlichen Erfahrungen von Verfolgung, Auslöschung und Flucht vor den Nazis bis hin zu seinem Neuanfang in der Fremde, in Kanada.

    Jeweils innerhalb der Öffnungszeiten des Goethe-Instituts.

    Exhibition on the life of Gottfried Fuchs, soccer star, victim of Nazi persecution, and immigrant to Canada © Jüdisches Museum Berlin, Inv.-Nr. 2015/282/1, Schenkung Familie Fuchs © Jüdisches Museum Berlin, Inv.-Nr. 2015/282/1, Schenkung Familie Fuchs

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  • Jüdisches Museum Berlin