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18:00–20:30 Uhr

Die Arier

Filmvorführung mit anschließendem Gespräch | Habiter l'histoire - Geschichtsräume | Carte Blanche an Miryam Charles

DIE ARIER, dir. Mo Asumang © Hanfgarn & Ufer

DIE ARIER, dir. Mo Asumang © Hanfgarn & Ufer

Die Arier

Deutschland, 2014, 92 Min.
Regie: Mo Asumang
Dokumentarfilm

In ihrem Dokumentarfilm begibt sich die afrodeutsche Filmemacherin Mo Asumang auf eine Reise in die internationale Neonazi-Szene. In Gesprächen mit bekennenden Rassisten und Antisemiten will sie den Gründen für deren Haltung und Weltbild auf die Spur kommen, diese aber auch gezielt hinterfragen. Asumang besucht Veranstaltungen der NPD in Ostdeutschland, trifft sich in den USA mit Mitgliedern des Ku-Klux-Klan und spricht mit Tom Metzger, dem berühmt-berüchtigten Gründer der White Aryan Resistance. Die Antworten, die Asumang auf ihre Fragen bekommt, sind teils schockierend, teils aber auch absurd und aberwitzig – und stets entlarvend.

Dieser Film ist Teil der Filmreihe Habiter l'histoire - Geschichtsräume, kuratiert von der Montrealer Filmermacherin und Künstlerin Miryam Charles. Die Reihe wird präsentiert vom Goethe-Institut Montreal in Kollaboration mit der Cinémathèque québécoise. 

Speakerinnen

  • Miryam Charles

    Künstlerin und Regisseurin

    Miryam Charles ist haitianischer Herkunft und lebt als Regisseurin, Produzentin und Kamerafrau in Montreal. Sie hat mehrere Kurz- und Spielfilme produziert. Ihre Filme wurden auf verschiedenen Festivals in Quebec und international gezeigt. Ihr erster Spielfilm This House wurde für die Internationalen Filmfestspiele Berlin sowie für das AFI Film Festival ausgewählt und gehörte 2022 zu den Top 10 des TIFF. In ihren Werken setzt sie sich mit Themen rund um das Exil und das Erbe der Kolonialisierung auseinander.

  • Natacha Clitandre

    Künstlerin

    Natacha Clitandre arbeitet in Tiohtià:ke/Mooniyang/Montréal. Sie hat einen B.A. in Bildender Kunst von der UQAM und erwarb 2007 einen Master in Theorie und Praxis der zeitgenössischen Kunst und der neuen Medien an der Universität Paris 8.

    Seit 2001 wurde ihr Werk in verschiedenen Kontexten in Nordamerika und Europa präsentiert. Es war insbesondere Gegenstand von Einzelausstellungen im Musée de la civilisation (2017), im PHI (2024) und in Nantes im Paradise (2025).