Fensterprojektion Emerging Artists - Contemporary Experimental Films

Emerging Artists - Contemporary Experimental Films and Video Art From Germany © Ilaria di Carlo, Johannes Krell ,Stefan Ramirez Perez

Mo, 03.06.2019 -
Sa, 31.08.2019

Goethe-Institut Montreal

1626 boul. St-Laurent
Büro 100
H2X 2T1 Montréal

Fensterprojektionen am Blvd St-Laurent und Ontario St. - Täglich vom Sonnenuntergang bis Mitternacht

​Mit ihrem Programm „Emerging Artists – Contemporary Experimental Films and Video Art From Germany” präsentieren AG Kurzfilm und German Films seit 2013 alle zwei Jahre ein Programm mit kurzen, experimentellen Arbeiten junger NachwuchskünstlerInnen. Aus dieser Serie hat das Goethe Institut drei Werke ausgesucht, um sie während des Sommers in seinen Fenstern vorzuführen: The Divine Way, ein Werk, das auf Dantes Göttliche Komödie basiert, Still Life, eine neue Sichtweise auf Naturfilme, und Stick it, der Versuch eines Künstlers, sich in den Geisteszustand von Leistungsgymnasten zu versetzen.

THE DIVINE WAY
Regisseur: Ilaria di Carlo | 15:00 | Deutschland 2018 | experimental | ohne Dialoge

In Anlehnung an Dantes "Göttliche Komödie" nimmt uns The Divine Way mit in den epischen
Abstieg der Protagonistin durch ein endloses Treppenlabyrinth. Je tiefer sie kommt, desto bedrohlicher
werden die Treppen – sie wird gefangen und in eine gefährliche Landschaft gezogen, die durch mehr
als fünfzig Orte führt.

STILL LIFE
Regisseure: Johannes Krell, Florian G. M. Fischer
Dokumentarfilm | Deutschland | 2014 | 11'42"

"Die Filmemacher verlassen den klassischen Naturfilm, um Möglichkeitsräume zu öffnen, die das Natur- und Selbstverständnis verhandeln. Eine vertraute Umwelt bekommt befremdliche Züge und mäandert zwischen Stillstand und Bewegung, Realismus und Hypnose, Natürlichkeit und Künstlichkeit."

„Bezaubernd schöne Bilder von natürlichen und künstlichen Kulissen, die unser Verständnis des klassischen Naturfilms in Frage stellen. (…) Johannes Krell und Florian Fischer halten wunderbar das empfindliche Gleichgewicht zwischen Realität und Illusion.“ – Shannon Hanmer, Hot Docs Toronto

STICK IT
Regisseur: Stefan Ramirez Perez
Ein-Kanal-Video, 4:45 Min. ∞, Farbe, Stereo, 2014.

STICK IT verschränkt Fernsehaufzeichnungen vom Bodenturnen der Frauen bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta mit Aufnahmen vom Künstler selbst, wie er die Bewegungsabläufe der Sportlerinnen nachempfindet. Der Körper des Künstlers verschmilzt dabei mit den jungen Bodenturnerinnen zu einem Kompositcharakter, dessen ambivalente Haltung zwischen Neid, Identifikation, Ablehnung und Kritik an den hochkontrollierten Körpern und ihren restriktiven Bewegungsabläufen oszilliert. Das Video zeigt die Vorbereitung und Ausführung einer Bodenchoreografie, wobei sich in der zeitlichen Ausdehnung des kurzen, marginal erscheinenden Moments der Konzentration vor Beginn der Kür Ehrgeiz, Erfolgsdruck und die Möglichkeit des Scheiterns verdichten.

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