Filmvorführung Amour Fou von Jessica Hausner

Sandra Hüller in a green dress; the detail of the photograph shows her torso and face; on her face an expression of disbelief © Coop99 Filmproduktion

Do, 22.10.2020

TIFF Bell Lightbox Toronto

350 King St. W.
Toronto

GOETHE FILMS: Lose My Self – A Portrait of Sandra Hüller

Präsentiert vom Goethe-Institut

"Amour Fou" (Austria/Luxembourg/Germany, 2014, 96 min.), Regie: Jessica Hausner ("Lourdes"), mit Sandra Hüller ("Toni Erdmann"), Birte Schnöink ("Lore"), Christian Friedel ("The White Ribbon"), Stephan Grossmann ("Above Us Only Sky"), Alissa Wilms ("The Reader") und anderen

Angelehnt an den doppelten Selbstmord des gefeierten deutschen Autors Heinrich von Kleist und Henriette Vogels im Jahr 1811 liefert dieser großartige Historienfilm einen nüchternen und gleichzeitig humorvollen Blick auf Sterblichkeit und Liebe. Der schwermütige junge Dichter Heinrich (Friedel) versucht vergebens, seine Cousine Marie (Hüller) zu einem Selbstmordpakt zu drängen. Während er noch mit ihrer Ablehnung hadert, lernt Heinrich Henriette (Schnöink) kennen, die Ehefrau eines Geschäftsbekannten. Die hübsche junge Frau ist von seinem ungewöhnlichen Angebot zunächst irritiert, willigt dann aber ein, nachdem sie mit einer lebensbedrohlichen Krankheit diagnostiziert wird. Die österreichische Autorin demontiert die traditionellen Stilmittel der Romanze und der Komödie in diesem ironischen, aber tiefgründigen Kammerstück, das von den Kritikern gelobt und beim TIFF14 auf die Leinwand gebracht wurde.

„Amour Fou ist eine köstliche Komödie der Irrungen.“ — Indie Wire

„Heinrichs Gefährtin, eine reiche Partygängerin (gespielt von der immer wieder fabelhaften Sandra Hüller), hat Heinrichs Bitte, an seiner Seite zu sterben, abgewiesen und sich stattdessen zur Heirat entschieden.“ — Roger Ebert

„Marie – eine wunderbar sarkastische Sandra Hüller“ — Slant


 

Preise
Lissabon & Estoril Meo Film Festival 2014: Bester Film
Österreichischer Filmpreis 2015: Bestes Drehbuch 
International Film Festival FICUNAM Mexico 2015: Beste Regie
Nominierung für den Luxemburger Filmpreis 2016

Festivals
Festival de Cannes 2014 - Un Certain Regard
Karlovy Vary International Film Festival 2014
Melbourne International Film Festival 2014
Toronto International Film Festival 2014
Montreal Film Festival 2014
Viennale 2014 - Eröffnungsfilm
First Look Showcase 2015 Museum of the Moving Image New York
Max-Ophüls-Filmfestival 2015 Saarbrücken
International Film Festival Rotterdam 2015

Sandra Hüller (geb. 1978) entdeckte ihre Leidenschaft für die Schauspielerei im Kindesalter. Auf der Bühne spielt sie oft starke Frauen, etwa die Witwe des Nirvana-Frontmanns Kurt Cobain in Tom Schneiders „For Love“ (2009) am Theater Freiburg, Queen Elizabeth I in „Virgin Queen” (2009) an der Volksbühne Berlin oder ganz aktuell ihre meistgerühmte Rolle als Hamlet am Schauspielhaus Bochum. Die internationale Bühne eroberte sie in der Hauptrolle von Maren Ades Tragikomödie „Toni Erdmann” (2016), die in Cannes Premiere feierte und bei den 89. Academy Awards als bester fremdsprachiger Film nominiert war. Bei der Berlinale 2020 war sie im Psychodrama „Schlaf“ und in „Exil“, einem Titel des Sundance-Wettbewerbs, zu sehen. Demnächst ist Hüller in der Komödie „Das schwarze Quadrat“ von Peter Meister zu sehen.

Der Titel unserer GOETHE FILMS Retrospektive über Sandra Hüller ist ihrem Film „Vergiss mein Ich“ entlehnt, ihrer zweiten Zusammenarbeit mit Regisseur Jan Schomburg. Die Spielfilmreihe wird von Hüller-Kurzfilmen & Experimenten auf unserem Film-Blog begleitet.

Jessica Hausner wurde 1972 in Wien (Österreich) geboren. Sie studierte Regie an der Filmakademie Wien, wo sie 1996 den Kurzfilm „Flora” drehte, der bei den Filmfestspielen Locarno ausgezeichnet wurde. Ihr Hochschulabschluss-Film „Interview” gewann 1999 beim Filmfestival in Cannes den Prix du Jury der Cinéfondation. Ihre ersten beiden Langfilme, „Lovely Rita“ und „Hotel”, wurden in der Sektion Un Certain Regard in Cannes präsentiert, ebenso wie „Amour Fou“. Ihr neuester Film, „Little Joe“, gewann 2019 in Cannes den Preis für die Beste Darstellerin.


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Teil des Goethe-Institut Schwerpunkts „Deutscher Film“



 

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