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17:30–20:00 Uhr
Künstlerinnengespräch: Gali Blay & Leila Zelli
Künstlerinnengespräch|Kollektive Formen von Care
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Goethe-Institut Montreal, Montreal
- Sprache Englisch.
- Preis Kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten.
- Teil der Reihe: Kollektive Formen von Care
Leila Zelli (aus dem Iran, lebt in Montreal, Kanada) und Gali Blay (aus Israel, lebt in Berlin, Deutschland), sind zwei kritische Künstlerinnen und Filmemacherinnen, die beschlossen haben, sich der von den Regierungen Israels und des Iran geschaffenen Erzählung von Angst und Rivalität zu widersetzen, indem sie den Kurzanimationsfilm About Dam and Hofit erschaffen haben, der im Rahmen der Ausstellung Kollevtive Formen von Care in Montreal gezeigt wird.
Obwohl sie sich der Risiken und Hindernisse einer möglichen Zusammenarbeit zwischen einer iranischen und einer israelischen Künstlerin bewusst waren, haben sie sich im April 2019 darauf geeinigt, Grenzen zu überschreiten und die politischen Regeln, mit denen sie aufgewachsen sind, hinter sich zu lassen. Diese Zusammenarbeit zwischen einer Israelin und einer Iranerin kann eine immense Wirkung haben und ein Beispiel für die Zukunft sein. Die Freundschaft der beiden Künstlerinnen ist ein Beispiel für einen Wandel, der von gewöhnlichen Menschen ausgehen kann und nicht unbedingt von einer politischen Situation.
Das Drehbuch des kurzen Animationsfilms About Dam and Hofit ist inspiriert von täglichen Gesprächen zwischen den beiden Künstlerinnen, den Fragen, die sie sich gegenseitig zu stellen wagten, und dem Vertrauen in die Freundschaft, die zusammen aufgebaut haben. Diese Treffen fanden seit dem Ausbruch von Covid-19 im März 2020 zwei Jahre lang digital statt.
Das Gespräch wird im Rahmen der Ausstellung Kollektive Formen von Care unter der Leitung von Erandy Vergara Vargas präsentiert. Die Ausstellung vereint vier Werke von Künstler*innen aus Deutschland, den Niederlanden und Kanada, die vom 15. Juni bis zum 6. September 2026 in unseren Schaufenstern (und z. T. auch in unserer Bibliothek) zu sehen sind. Die Werke bieten eine konstruktive Reflexion über eine feindselige Welt sowie eine Auseinandersetzung mit Gesten der Solidarität und Praktiken der Fürsorge zum Aufbau nachhaltiger Gemeinschaften.
Erandy Vergara
Erandy Vergara
Kuratorin
Erandy Vergara-Vargas (MX/CA) ist Kuratorin, Dozentin und Autorin im Bereich der zeitgenössischen und Medienkunst. Sie ist Assistenzprofessorin an der École des médias der UQAM. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Klimaverantwortung, Gerechtigkeit, Internetkulturen, Mensch-Maschine-Interaktionen und algorithmischer Bias. Sie erwarb einen Master-Abschluss an der Concordia University und promovierte in Kunstgeschichte an der McGill University. Zu ihren jüngsten Ausstellungen zählenThrough Secrets: The Art of Creating Spaces Between the Lines(Maison de la culture Côte-des-Neiges, 2022–23),Eco(Systems) of Hope(MTL Connect-Ausstellung bei Anteism Books, 2022) undEva and Franco Mattes: What Has Been Seen(Fondation Phi pour l’art contemporain, 2020).
Gali Blay und Leila Zelli
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Gali Blay
Künstlerin
Gali Blay ist eine in Berlin lebende Animationsfilmemacherin mit fast 15 Jahren Erfahrung in der Gestaltung komplexer visueller Erzählungen, die die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verwischen.
Ihre Arbeit untersucht die Schnittstelle zwischen Kunst, Politik und Erzählkunst, wobei sie häufig handgefertigte Miniaturen, Kulissen und Requisiten einsetzt, um komplexe Themen zum Leben zu erwecken. Derzeit entwickelt sie die Animationsserie „Electric Water“, ein von wahren Begebenheiten inspiriertes Projekt, das sich über zwei Welten erstreckt – über und unter der Wasseroberfläche –, in denen menschliches Drama und die Geheimnisse der Tiefsee aufeinanderprallen.
Blay hat unter anderem an der Erstellung der Miniaturkulissen für Wes Andersons The Wonderful Story of Henry Sugar und Asteroid City mitgebaut. Neben Kooperationen mit Künstler*innen wie Leila Zelli (About Dam und Hofit, 2022) untersuchen ihre Filme menschliche Verbindungen, Konflikte und Hoffnung. Ihre Arbeiten wurden international auf Festivalsgezeigt und ausgezeichnet, u.a.Spark Animation (Kanada), PÖFF Shorts (Estland) und Athens Animfest (Griechenland) gezeigt.
Ihre Projekte wurden zudem weltweit in Galerien und Festivals präsentiert, darunter die Jerusalem Design Week, der Salone del Mobile (Mailand), die Wall Street Gallery (Eindhoven) und Fresh Paint (Tel Aviv).
Blay hat einen BFA der Bezalel Academy of Arts and Design und einen MFA (cum laude) inSocialDesign der Design Academy Eindhoven. Geboren in New York und aufgewachsen in Israel, schafft sie heute ihre künstlerischen Welten in ihrem Atelier in Berlin. -
Leila Zelli
Künstlerin
Leila Zelli wurde in Teheran (Iran) geboren und lebt und arbeitet in Montreal. Sie hat einen Master-Abschluss (2020) und einen Bachelor-Abschluss (2016) in Bildender und Medienkunst der UQAM und beschäftigt sich mit unserem Bezug zu Vorstellungen „des Anderen“ bzw. „dem Anderswo“, insbesondere im Kontext des geopolitischen Raums, der oft mit dem umstrittenen Begriff „Naher Osten“ bezeichnet wird. Sie schafft „In-situ“-Installationen, die aus Bildern, Videos und Texten bestehen, die sie oft im Internet und in sozialen Netzwerken sammelt. Daraus entstehen visuelle und akustische Erlebnisräume, die zum Nachdenken über den Zustand der Welt, über die Beziehung zum „Anderen“ und über die Tragweite unseres Handelns für die Menschheit anregen.
Ihre Arbeiten wurden unter anderem im Musée d’art de Joliette, auf der Toronto Biennale (2024), im Musée des beaux-arts de Montréal, bei Dazibao(2023), in der Galerie Pierre-François Ouellette (2023–2021), in der Galerie Bradley Ertaskiran (2020), beim Conseil des arts de Montréal (2019–2020) und in der Galerie de l’UQAM (2024, 2020, 2019, 2015) gezeigt.
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