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20:00 Uhr
Tobby
Kopfkino|Die Geschichte eines Jazzmusikers im West-Berlin Anfang der 1960er Jahre
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Christine Cinéma Club, Paris
- Sprache Deutschsprachige Originalversion mit französischen Untertiteln
- Preis 9€; ermäßigt 7,5€ / 6€ / 5€
- Teil der Reihe: Kopfkino
Ein Film von Hans Jürgen Pohland, Deutschland 1961, 83 Min., OmU
Der Westberliner Jazzsänger und Bongospieler Tobby Fichelscher hat ein verlockendes Angebot erhalten. Ein halbes Jahr lang soll er auf Auslandstournee gehen und dabei gut verdienen. Doch Tobby zögert, anzunehmen. Denn es ist nicht „seine“ Musik, die er dort spielen soll. In den Zwiespalt zwischen Kunst und Karriere gestellt, lässt er sich durch die Stadt treiben. Er besucht Jazzkeller, einen Imbiss, das Strandbad am Wannsee, trifft Künstlerkollegen, eine Verehrerin, Freunde und Bekannte – und schließlich eine Entscheidung …
Die assoziative Montage, Jump-Cuts und Top-Shots machten Tobby zu einem Vorreiter der filmischen Moderne – woraufhin er prompt keinen Verleih fand. Dabei gestatten die dokumentarischen Bilder nicht allein Einblicke in künstlerische Nischen und urbane Brachen Berlins. In Tobbys Sessions mit befreundeten Jazzern, den Palavern innerhalb der Kreuzberger Boheme – insbesondere im Verlauf einer fünfminütigen Drum ’n’ Scat-Solo-Performance im kriegszerstörten Gropius-Bau – wird die Stadt zum Hallraum für den Ausdruck seines Lebensgefühls.
Im Anschluss an die Vorführung findet ein Gespräch mit dem Jazzmusiker Misja Fitzgerald Michel statt.
Misja Fitzgerald Michel ist Gitarrist und Jazzkomponist. Er hat Jazz an der staatlichen Musikhochschule Paris und später an der New School (New York) bei Jim Hall studiert. In dieser Zeit spielte er mit Ravi Coltrane und vielen anderen Musiker*innen der jungen New-Yorker Szene. Er hat sich heute als vielversprechendes Talent der Jazzgitarre in Frankreich einen Namen gemacht
Der Westberliner Jazzsänger und Bongospieler Tobby Fichelscher hat ein verlockendes Angebot erhalten. Ein halbes Jahr lang soll er auf Auslandstournee gehen und dabei gut verdienen. Doch Tobby zögert, anzunehmen. Denn es ist nicht „seine“ Musik, die er dort spielen soll. In den Zwiespalt zwischen Kunst und Karriere gestellt, lässt er sich durch die Stadt treiben. Er besucht Jazzkeller, einen Imbiss, das Strandbad am Wannsee, trifft Künstlerkollegen, eine Verehrerin, Freunde und Bekannte – und schließlich eine Entscheidung …
Die assoziative Montage, Jump-Cuts und Top-Shots machten Tobby zu einem Vorreiter der filmischen Moderne – woraufhin er prompt keinen Verleih fand. Dabei gestatten die dokumentarischen Bilder nicht allein Einblicke in künstlerische Nischen und urbane Brachen Berlins. In Tobbys Sessions mit befreundeten Jazzern, den Palavern innerhalb der Kreuzberger Boheme – insbesondere im Verlauf einer fünfminütigen Drum ’n’ Scat-Solo-Performance im kriegszerstörten Gropius-Bau – wird die Stadt zum Hallraum für den Ausdruck seines Lebensgefühls.
Im Anschluss an die Vorführung findet ein Gespräch mit dem Jazzmusiker Misja Fitzgerald Michel statt.
Misja Fitzgerald Michel ist Gitarrist und Jazzkomponist. Er hat Jazz an der staatlichen Musikhochschule Paris und später an der New School (New York) bei Jim Hall studiert. In dieser Zeit spielte er mit Ravi Coltrane und vielen anderen Musiker*innen der jungen New-Yorker Szene. Er hat sich heute als vielversprechendes Talent der Jazzgitarre in Frankreich einen Namen gemacht