Kino und Oper GermanOFilms | Alcina

Alcina, János Darvas, Jossi Wieler, Sergio Morabito © Arthaus Musik

Do, 14.03.2019

Cinéma Odyssée Strasbourg

3, rue des Francs Bourgeois
67000 Strasbourg

Dieses Jahr überlassen das Goethe-Institut und das Odyssée Kino Straßburger Persönlichkeiten die Auswahl der Filme des GermanOFilms-Zyklus für jeweils ein Trimester. Die Auswahl Januar-März übernahm Eva Kleinitz, Intendantin der Opéra national du Rhin.

Die bereits in jungen Jahren sehr musikalische Eva Kleinitz entdeckte die einzigartige und erhabene Stimme von Hannelore Hoger auf einer Schallplatte, die sie oft in ihrer Kindheit hörte. Die Karriere der Schauspielerin hat sie weiterhin mit Aufmerksamkeit und Begeisterung verfolgt. Nun lädt die Intendantin das französische Publikum dazu ein, Hannelore Hoger auf der Leinwand in Alexander Kluges Film Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos zu entdecken. Dabei ehrt sie auch Alexander Kluge, einen Künstler, Autor und Regisseur, dessen Karriere sie bewundert. Wenn Deutschland im Herbst das Talent von Hannelore Hoger auf der Leinwand zeigt, so hat Eva Kleinitz den Film vor allem wegen seiner historischen Bedeutung ausgewählt. Dieser „unglaubliche Essay, der außergewöhnliche Künstler, Autoren und Regisseure zusammenbringt,“  wurde in Stuttgart gedreht – der Partnerstadt von Straßburg seit 1962 – und thematisiert den Terrorismus der späten 1970er Jahre. Diese Geschichte hat alle Deutschen geprägt, egal ob sie in dieser Zeit Kinder, Jugendliche oder Erwachsene waren. Zum Abschluss der GermanOFilms-Reihe präsentiert Eva Kleinitz János Darvas' Film Alcina und somit auch Händels gleichnamige Oper, 1998 in Stuttgart von Jossi Wieler und Sergio Morabito inszeniert. Dies ist ein schönes Beispiel von Zusammenarbeit zwischen zwei talentierten Regisseuren, deren Arbeit Sie im April an der Opéra national du Rhin in Straßburg und im Mai an der Filature in Mulhouse mit Der Freischütz entdecken können.
 
Alcina
Regie : János Darvas, Jossi Wieler, Sergio Morabito, 159 Min., 2000

 
Eine Insel irgendwo, zu einer unbestimmten Zeit. Der Ort ruft Verführung hervor, sogar Liebe. Derjenige, der auf dieser Insel regiert, ist der Magier Alcina. Sie hat unter anderem Ruggiero in ihrer Gnade und unter ihrem Zauber. Aber eine andere Frau, die offizielle Geliebte des Adelsmannes, will nicht auf ihn verzichten. So wird die Insel durch ein Durcheinander von Situationen, ein Duell zwischen zwei Kreaturen, die das Gleiche wollen, aber auf eine etwas andere Weise, ausgetragen.....
 
Die Geschichte basiert auf dem mittelalterlichen Epos „Orlando furioso“ oder Roland furious von Ludovico Ariosto, bekannt als „L'Arioste“. Es geht um eine Frau, die die Macht hat, jeden zu verzaubern, den sie will, aber nur auf Kosten der absoluten Unabhängigkeit. Ihr Name ist Alcina und sie lebt auf einer verzauberten Insel, auf der sich die Kinder von Sterblichen, die sowohl erotisch als auch politisch in ihren Bann gezogen werden, ständig ergeben. Ein Thema, das ideal zum Genre Oper passt.
 

In Partnerschaft mit dem Odyssée Kino und der Opéra national du Rhin

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