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19:00–21:00 Uhr
Zwischen Disziplin und Aufbruch – Anna Grass und das Ballett
Zeitzeugengespräch / Tanz|Anna Grass im Gespräch mit dem Tänzer Frank Frey
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Goethe-Institut Paris, Paris
- Sprache Auf Deutsch und Französisch
- Preis Eintritt frei
- Teil der Reihe: Anna & Günter Grass
Während ihrer gemeinsamen Zeit in Berlin und Paris sehen sich Anna und Günter Grass damit konfrontiert, dass sich sowohl im Tanz als auch in der Bildenden Kunst zwei Stilrichtungen und Ausdrucksformen unversöhnlich gegenüberstehen: In Bildhauerei und Malerei das Gegenständliche gegen das Abstrakte; im Ballett konkurriert das klassische Repertoire mit dem modernen Tanz. Anna vereint als Tänzerin beide Auffassungen in ihrer Arbeit. „Es verging kein Tag, an dem ich trainieren musste, wollte; es hat mich ja niemand gezwungen.“
Als 1970 das Ballett Die Vogelscheuchen nach einem Libretto von Günter Grass und Musik von Aribert Reimann an der Deutschen Oper Berlin uraufgeführt werden soll, wirkt Anna an der Choreografie mit. Es ist eine politisch aufgeheizte Zeit im Nachgang der 68er-Bewegung. In Westberlin kommt es zum „Aufstand der Tänzer“, der auch Proben und Premiere der Vogelscheuchen belastet. Die Bühnenakteur*innen fordern Mitsprache und gerechtere Behandlung im Spielbetrieb. Und sie haben am Ende Erfolg: Es entsteht eine neue Offenheit für zeitgenössische Tanzformen und eine stärkere Einbeziehung der Tänzer in Entscheidungsprozesse.
Die inzwischen 92-jährige Anna Grass, die nach wie vor eine aufmerksame Beobachterin des Ballettgeschehens ist, und der Solotänzer Frank Frey, der die Hauptpartie im Ballett Die Vogelscheuchen (1970) in Berlin tanzte, reflektieren die jüngere Geschichte des Balletts. Das Gespräch wird moderiert von Mélanie Papin, Dozentin für Tanz an der Universität Bretagne Occidentale (UBO, Brest).
Als 1970 das Ballett Die Vogelscheuchen nach einem Libretto von Günter Grass und Musik von Aribert Reimann an der Deutschen Oper Berlin uraufgeführt werden soll, wirkt Anna an der Choreografie mit. Es ist eine politisch aufgeheizte Zeit im Nachgang der 68er-Bewegung. In Westberlin kommt es zum „Aufstand der Tänzer“, der auch Proben und Premiere der Vogelscheuchen belastet. Die Bühnenakteur*innen fordern Mitsprache und gerechtere Behandlung im Spielbetrieb. Und sie haben am Ende Erfolg: Es entsteht eine neue Offenheit für zeitgenössische Tanzformen und eine stärkere Einbeziehung der Tänzer in Entscheidungsprozesse.
Die inzwischen 92-jährige Anna Grass, die nach wie vor eine aufmerksame Beobachterin des Ballettgeschehens ist, und der Solotänzer Frank Frey, der die Hauptpartie im Ballett Die Vogelscheuchen (1970) in Berlin tanzte, reflektieren die jüngere Geschichte des Balletts. Das Gespräch wird moderiert von Mélanie Papin, Dozentin für Tanz an der Universität Bretagne Occidentale (UBO, Brest).
Anlässlich der Ausstellung Anna & Günter Grass – Die Pariser Jahre des Künstlerehepaars (15. September bis 28. Oktober)
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Ort
Goethe-Institut Paris
17, avenue d'Iéna
75116 Paris
Frankreich
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Frankreich