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19:00–20:30 Uhr
Ungleich vereint
Warum der Osten anders bleibt | Buchpräsentation und Diskussion
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Goethe-Institut Athen
- Sprache Deutsch und Griechisch (mit Simultanübersetzung)
- Preis Eintritt frei
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung – Büro Thessaloniki statt.
Die Diskussion über Ostdeutschland und das Verhältnis zwischen Ost und West flammt immer wieder auf. Sei es anlässlich runder Jubiläen, sei es nach Protesten. Und dennoch gibt es in dieser Debatte keine Verständnisfortschritte. Sie dreht sich im Kreis, auf Vorwürfe folgen Gegenvorwürfe: »Ihr seid diktatursozialisiert!« – »Ihr habt uns ökonomisch und symbolisch kleingemacht!«
All dies vor dem Hintergrund, dass sich der Fall der Berliner Mauer bereits zum 36. Mal jährt und die rechtspopulistische „Alternative für Deutschland“ (AfD) bei den jüngsten Wahlen in Sachsen-Anhalt einen deutlichen Wahlerfolg erzielt hat und bundesweit in den Umfragen vorne liegt.
In dieser Lage meldet sich der »gefragteste Gesellschaftsdeuter im Land« (FAS) mit einer differenzierten Intervention zu Wort. Steffen Mau setzt sich mit prominenten Beiträgen auseinander und widerspricht der Angleichungsthese, laut der Ostdeutschland im Lauf der Zeit so sein werde wie der Westen.
Aufgrund der Erfahrungen in der DDR und in den Wendejahren wird der Osten anders bleiben – ökonomisch, politisch, aber auch, was Mentalität und Identität betrifft. Angesichts der schwachen Verwurzelung der Parteien plädiert Steffen Mau dafür, alternative Formen der Demokratie zu erproben und die Menschen etwa über Bürgerräte stärker zu beteiligen.
Ein Buch, das neue Perspektiven auf die Debatte über die deutsche Wiedervereinigung eröffnet und damit eine intensive gesellschaftliche Diskussion in Deutschland angestoßen hat.
Im Anschluss findet eine offene Diskussion mit dem Publikum statt.
Moderation: Xenia Kounalaki
Förderhinweis
Die Übersetzung dieses Werkes wurde durch das Übersetzungsförderungsprogramm des Goethe-Instituts sowie durch die Heinrich-Böll-Stiftung, Büro Thessaloniki, gefördert.
Über den Autor:
Steffen Mau
Dr. Steffen Mau, Professor für Soziologie an der Humboldt- Universität zu Berlin, gilt als einer der gefragtesten Gesellschaftsdeuter Deutschlands, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet. Zu seinen zahlreichen Publikationen zählen "Lütten Klein. Leben in der ostdeutschen Transformationsgesellschaft" (Suhrkamp 2019), "Sortiermaschinen. Zur Neuerfindung der Grenzen im 21. Jahrhundert" (CH Beck 2021), "Triggerpunkte. Konsens und Konflikt in der Gegenwartsgesellschaft" (mit Thomas Lux und Linus Westheuer, Suhrkamp 2023) und "Ungleich vereint. Warum der Osten anders bleibt?" (Suhrkamp 2024).
Links zum Thema
Ort
Omirou 14-16
10672
Griechenland