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Griechenland Athen

Antifascism: Now. (Pristina)

Ausstellung und Rahmenprogramm | A Bird with a Stone Wing. Vocabularies of Antifascist Evidence

  • Priština

Reporting House, Pristina Manel Clemente

Reporting House, Pristina Manel Clemente


Mit A Bird with a Stone Wing eröffnet Antifascism: Now. in Pristina am 22. Oktober.

TeilnehmerInnen

Alexey Borskin, Ana Dragić, Ana Morina, Blerta Haziraj, Bojan Stojčić, Dilek Winchester, Error 417, Fatmir Mustafa Karllo, Forensic Architecture Initiative Athens (FAIA), Igor Grubić, Jonas Höschl, MANIFESTO Collective, Office for Postartistic Services, Patrik Thomas, recherche nord, Rojava Center for Democratic Technologies, Rosanna Marie Pondorf, Stefano Romano, Zef Shoshiless

In Partnerschaft mit

EVZ Foundation
Goethe-Zentrum
Prishtina Biennale
Reporting House

A Bird with a Stone Wing

A Bird with a Stone Wing evoziert eine Zukunft, die von der Geschichte unterbrochen wird: einen Flug, der die Last der Erinnerung trägt und dennoch weitergeht. Zwischen Monument und Bewegung, Vergangenheit und Möglichkeit fragt die Ausstellung, wie überlieferte Geschichten in neue kollektive Vorstellungswelten verwandelt werden können. Nach seiner ersten Ausgabe in der Lothringer 13 Halle in München kommt Antifascism: Now. mit seinem ersten internationalen Kapitel nach Pristina, entwickelt gemeinsam mit Reporting House, der Prishtina Biennale und dem Goethe-Zentrum Prishtina.

Ausgangspunkt ist eine gemeinsame These: Antifaschismus und Journalismus sind einander ergänzende Voraussetzungen einer demokratischen Öffentlichkeit. Durch künstlerische Forschung, Dokumentation, Zeugnisse und öffentliche Vermittlung untersucht die Ausstellung, wie Kulturarbeit diese Praktiken um neue Formen zivilgesellschaftlichen Engagements erweitert.

Pristina bietet für diese Fragen einen besonders resonanzreichen Kontext. Die jüngere Vergangenheit der Stadt wurde der Welt maßgeblich durch Akte der Dokumentation bekannt: Journalistinnen, Menschenrechtsanwältinnen und Menschen, die selbst Zeug*innen waren, hielten fest, was die Behörden auszulöschen versuchten. Sprache, Übersetzung und Alphabet fungierten als politische Infrastrukturen, über die Geschichte und Identität bis heute ausgehandelt werden.

An mehreren von Erinnerung und Kämpfen geprägten Orten bringt die Ausstellung Kunst und Journalismus miteinander ins Gespräch. Die Werke bilden eine temporäre Karte, die Besucher*innen dazu einlädt, sich zwischen den Orten zu bewegen, wobei sich jeder in seiner eigenen Zeitlichkeit entfaltet. Indem die Ausstellung diese Räume als Orte aktiviert, an denen Belege, Erinnerung und alternative Vorstellungswelten zusammenkommen, untersucht sie, wie zivilgesellschaftliche Infrastrukturen neue Öffentlichkeiten entstehen lassen und zur fortwährenden Arbeit an demokratischer Rechenschaft beitragen können.
 

Antifascism: Now.

Antifascism: Now. ist ein transnationales Kunstprojekt, das Antifaschismus als aktuelle demokratische Praxis sichtbar macht. Die Ausstellung versammelt künstlerische Positionen aus München sowie Südost‑ und Osteuropa und zeigt, wie Kunst gegen autoritäre, rassistische und antisemitische Strukturen wirkt. Als Auftakt eines mehrjährigen Programms entsteht gemeinsam mit lokalen Partnern und dem Goethe‑Institut ein wachsendes Netzwerk, das antifaschistische Kulturarbeit international und kontextsensibel weiterentwickelt.

  • Logos ALL ANTIFASCISM: NOW.