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Griechenland Athen

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19:00–20:30 Uhr

Das kalte Herz und andere Märchen aus dem Schwarzwald

und dem Orient Hand aufs Herz, Hand drauf, Wir lesen heute Wilhelm Hauff | Buchpräsentation

  • Goethe-Institut Athen

  • Sprache Griechisch
  • Preis Eintritt frei

Wer liest denn heute noch Märchen und Sagen? Wer war Wilhelm Hauff? Und wie treten Texte, die vor zwei Jahrhunderten geschrieben wurden, mit unserer Gegenwart in Dialog?

1802 geboren, verstarb Wilhelm Hauff am 18. November 1827, er war noch nicht einmal 25 Jahre alt. Dass diese Veranstaltung genau am 18. November 2026, an seinem 199. Todestag, stattfindet, ist ein ergreifender Zufall bei der Terminwahl, um diesen bedeutenden Schriftsteller und sein zeitloses Werk zu ehren.

Die Märchen von Wilhelm Hauff sind nicht bloß Geschichten für Kinder. Es sind „realistische Märchen“, die das Wunderbare mit der gesellschaftlichen Realität des frühen 19. Jahrhunderts verknüpfen. Durch die Motive der Metamorphose, des Verlustes und der Identitätssuche macht Hauff das Phantastische rational interpretierbar und spiegelt die bürgerlichen sowie patriarchalischen Strukturen seiner Zeit wider. Seine Charaktere, der kleine Muck, der Zwerg Nase, der Schneidergeselle Labakan sowie Peter Munk, sind weder träumerische Künstler noch Gegenfiguren zum Kleinbürgertum. Sie sind Handwerker, Kleinhändler und Randfiguren, manche in der Gestalt von Zwergen, die Isolation, Fremde und familiäre Konflikte durchleben. Als zeitlose Gestalten machen sie die Erzählungen des jungen Schriftstellers zu einem Spiegel auch unserer heutigen Epoche.

Diese neue Ausgabe ist das Ergebnis eines kollektiven Übersetzungsprojekts von achtzehn Übersetzerinnen und Übersetzern: Bachelor- und Masterstudierenden, Doktorandinnen und Doktoranden sowie Promovierten des Fachbereiches für Deutsche Sprache und Philologie der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen, der Aristoteles-Universität Thessaloniki und der Freien Universität Berlin.

Das Übersetzungsteam sah sich mit unterschiedlichsten Herausforderungen konfrontiert: von den sprachlichen Besonderheiten des 19. Jahrhunderts und den kulturellen Elementen des Schwarzwaldes bis hin zu den eigentümlichen Beinamen, den gereimten Zaubersprüchen und deren poetischen Übertragungen ins Griechische. Zugleich stellte sich die Frage nach den Grenzen, dem Potential und der schöpferischen Wechselwirkung zwischen kollektiver und individueller Übersetzung.

Eröffnungsworte:

Dr. Eleni Viska: Promovierte im Fachbereich für Deutsche Sprache und Philologie der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen (NKUA). Vorsitzende des Vereins der Studierenden und AbsolventInnen des Masterstudiengangs desselben Fachbereichs
 

Vortragende:

Nefeli Georgilopoulou: Absolventin des Fachbereichs für Deutsche Sprache und Philologie der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen (NKUA) und Masterstudentin im Studiengang „Übersetzungswissenschaft“ an der Ionischen Universität

Alexandros Kalpakis: Absolvent des Masterstudiengangs des Fachbereichs für Deutsche Sprache und Philologie der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen (NKUA) mit der Fachrichtung „Deutsche Literatur: Deutsch-griechische Beziehungen in Literatur, Kultur und Kunst“. Psychiater und Psychotherapeut, Universität Rom (Tor Vergata)

Evangelia Tsonaka: Absolventin des Fachbereiches für Philologie der Aristoteles-Universität Thessaloniki (AUTH) sowie des Masterstudiengangs „Die slawische Welt, der Balkan und das Griechentum: Geschichte, Bildung, Kultur“ (AUTH). Derzeit Masterstudentin im Studiengang „Griechisches Theater und Welttheater: Dramaturgie, Aufführung, Theaterpädagogik“ im Fachbereich für Theaterwissenschaft der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen (NKUA).

Dr. Konstantina Tsonaka: Postdoktorandin und Lehrbeauftragte im Fachbereich für Deutsche Sprache und Philologie der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen (NKUA).

Lesung:
Dr. Katerina Fotiadou: Promovierte des Fachbereichs für Deutsche Sprache und Philologie der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen (NKUA).