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20:30 Uhr

Future is on Board — History Projected #2

Filmvorführung in Zusammenarbeit mit Ethnofest|Predicting the Present (Die Gegenwart vorhersagen)

History Projected 2 Typical Organization

HP 8.7. Typical Organization

HISTORY PROJECTED 2026

Geschichte, aber als Projektion 2026

Predicting the Present

Die Gegenwart vorhersagen

Filmvorführungen in Zusammenarbeit mit Ethnofest
Programm kuratiert von Geli Mademli
Visual Identity: Typical Organization

Episode #2: Die Zukunft ist an Bord

Flugobjekte sind mehr als Transportmittel – sie sind auch Zeitkapseln, die Längengrade überqueren und Breitengrade vermessen. Die Filme des Programms zeigen den Innenraum eines schwebenden Gefährts als Ort der Entlastung und Verwandlung, selbst wenn sich die Außenwelt in unbekanntes Terrain verwandelt.

The Timekeepers of Eternity
Aristotelis Maragkos (Griechenland, UK, 2021, 61΄)

Timekeepers Timekeepers

Szenen aus Stephen Kings Fernsehfilm The Langoliers (1995) werden bearbeitet, ausgedruckt und zu einem animierten papiernen Albtraum umgestaltet. Mr. Toomey zerfetzt manisch Papier, um die Monster seiner Kindheit zu bändigen. Doch auf dem Flug nach Boston erwacht er und stellt fest, dass die meisten Passagiere verschwunden sind. Nun muss er sich dem papiernen Albtraum stellen, der alles zu zerreißen  droht.

Out of the Present
Andrei Ujica (Deutschland, Russland, Frankreich, Belgien, 1995, 96΄)

Out of the Present Out of the Present

Im August 1991 rollten Panzer auf das Weiße Haus in Moskau zu, den Regierungssitz der Russischen Sowjetrepublik. Der Putsch scheiterte zwar, doch die Sowjetunion zerfiel in den folgenden Monaten zusehends. Der Kosmonaut Sergei Krikaljow[CK2]  erlebte diese Ereignisse aus der Ferne – er war im Mai 1991 von der Sowjetunion aus zur Raumstation Mir gestartet. Als er zehn Monate später zurückkehrte, landete er in Russland. Für seinen Film über den letzten sowjetischen Kosmonauten nutzte der Filmemacher Andrei Ujica Videomaterial der Mission, das er mit einem fiktiven Kommentar unterlegte. Zudem schickte er eine 35-mm-Kamera zur Mir und bat den Kameramann Wadim Jussow – als Hommage an dessen Arbeit in Tarkowskis Solaris –, den Dreh vorzubereiten und vom Kontrollzentrum auf der Erde aus zu leiten. So entstanden die ersten rein filmischen Aufnahmen im Weltraum. Die langen Einstellungen der Umlaufbahn der Mir kontrastieren mit kurzen, chaotischen Bildern der rasanten Umbrüche auf der Erde. Sie bilden den Hintergrund für Krikaljows nüchternen Kommentar: „Für einen Kosmonauten ist die Geschwindigkeit, mit der Tag und Nacht und die Jahreszeiten vergehen, beeindruckender.“