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Grüne Kiste© Goethe-Institut Budapest

Grüne Kiste

Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt der Aktivitäten des Goethe-Instituts in den Monaten Mai, Juni und Juli, womit wir zur aktiven Auseinandersetzung mit dem Thema beitragen wollen. Wir sind überzeugt, dass wir alle etwas für ein nachhaltiges Leben tun können.


Bibliothek der Dinge

Bibliothek der Dinge
Anstatt zu kaufen, leihen Sie es aus!
Spielzeuge

Bibliotheken sind Institutionen, die durch ihren Auftrag auf das Teilen anstatt das Besitzen setzen, und wirken schon damit gegen den permanenten Konsum.
In vier Themenbereichen

  • Ausflug/Picknick/Freizeit
  • Kinderspaß
  • Social Media Werkzeuge
  • Do it yourself
erweiterten wir unser Angebot nun über klassische Medien hinaus: wir bieten– Gegenstände wie z.B. ein Longboard, eine Discokugel oder einen Projektor an, die man oft nur für einen Anlass braucht.  Nun muss man sie nicht mehr kaufen, sondern kann sie mit unserem regulären Bibliotheksausweis ausleihen.


Die Liste der ausleihbaren Gegenständen finden Sie in unserem Online-Katalog >>hier<<.
So können Sie Gegenstände während des Projekts Grüne Kiste – Monate der Nachhaltigkeit ausleihen:
  • mit einem gültigen Bibliotheksausweis
  • auf einmal kann 1 Stück Gegenstand ausgeliehen werden
  • Ausleihdauer: 7 Tage , eine Verlängerung ist nicht möglich
  • Die ausgeliehenen Gegenstände können vorbestellt werden. 
  • Rückgabe ist ausschließlich in der Bibliothek möglich. Die Dinge können nicht in dir Rückgabekiste geworfen oder per Post zurückgeschickt werden. Bei der Rückgabe kontrollieren wir die Unversehrtheit und Funktionstüchigkeit der Gegenstände. 
  • Alle Instrumente bzw. Geräte können ausschließlich auf eigene Verantwortung seitens des Nutzers ausgeliehen werden. Das Goethe-Institut Budapest übernimmt keine Verantwortung für Unfälle bzw. Verletzungen, die sich aus nicht bestimmungsgemäße Nutzung ereignen.
  • Verlorene Gegenstände müssen vom Nutzer ersetzt werden. Die Bibliothek betrachtet die nicht abgegebenen Geräte als verloren.  Um den Schadenersatz für die rechtswidrige Handlung einzuklagen, muss sie daher nach dem geltenden ungarischen Gesetz über das Mahnverfahren (Gesetz L von 2009) vorgehen.
Was meinen Sie über die Bibliothek der Dinge vom Goethe-Institut Budapest? Welche Gegenstände würden Sie noch gerne bei uns ausleihen?

Sie erreichen uns
  • online: bibliothek-budapest@goethe.de
  • per Telefon: +36 1 3744062
  • persönlich: im Goethe-Institut Budapest (1092 Budapest, Ráday u. 58.) in der Bibliothek
Öffnungszeiten der Bibliothek
Montag-Freitag 10-19 Uhr
An jedem ersten Samstag des Monats 10-14 Uhr

Einschreibung und Beratung:
Dienstag, Mittwoch und Freitag 14-18 Uhr
Donnerstag 15-19 Uhr
An jedem ersten Samstag des Monats 10-14 Uhr

Kunst. Nachhaltig.

Die Installation Wolkenlos Grün von Kata Anda wird ab dem 5. Mai in unserer Bibliothek zu sehen. Die Installation besteht ausschließlich aus wiederverwendetem Material.

Der diesjährige Erdüberlastungstag fällt in Deutschland auf den 4. Mai, in Ungarn auf den 30. Mai. Dies ist der Tag, an dem der Ressourcenbedarf der Menschheit das Angebot und die Kapazität der Erde übersteigt. Das heißt, bis zu diesem Tag haben wir die erneuerbaren Ressourcen aufgebraucht, die für das ganze Jahr zur Verfügung stehen. Das Goethe-Institut Budapest wird sich daher in der kommenden Zeit auf die Frage der Nachhaltigkeit konzentrieren und eine Reihe von Aktivitäten organisieren, die eine aktive Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit ermöglichen. Damit wollen wir auf die Wichtigkeit des Themas aufmerksam machen und wir sind überzeugt, dass wir alle etwas für ein nachhaltiges Leben tun können.

Ich habe eine Theorie dazu, warum die Ungar*innen so kreativ sind und warum es nicht unbedingt ein Problem ist, dass sie eigentlich gezwungen sind, einfallsreich zu sein, sich selbst zu erfinden. Ich habe auch Erfahrung damit, da ich von Kindesbeinen an in einer Familie aufgewachsen bin, in der wir uns keine teureren Materialien zum Handwerkeln leisten konnten, in der es uns aber trotzdem an nichts gefehlt hat. Wir waren viele Geschwister und unheimlich kreativ, ständig am Gestalten und Zeichnen. Wir hauchten alten Materialien neues Leben ein, entdeckten die Rohstoffe der Natur und verbanden sie mit unseren eigenen Visionen.

Später kam eine andere Lebensphase, als ich eine längere Zeit in Deutschland – in meiner Geburtsstadt Tübingen – verbrachte und entdeckte, wie viele sehr kreative Ideen es auch in der deutschen Kultur gibt, von denen ich noch nie zuvor gehört hatte, die aber mit denen, die ich kannte, kombiniert werden können.

Diese beiden Erfahrungen gaben meinem Leben eine Richtung vor, und so wurde es für mich selbstverständlich, potenzielle neue Formen und Funktionen überflüssig werdender Objekte kreativ neu zu denken. Diese Art, Dinge neu zu denken, gehört mittlerweile leider immer seltener zu den Gewohnheiten der Menschen. Das liegt wahrscheinlich an der Konsumgesellschaft; heutzutage ist ja alles so leicht verfügbar und käuflich. Warum sollte etwas zweimal oder sogar öfter verwendet werden? Und kann man das überhaupt?

Leider haben sich die meisten Materialien, die uns umgeben, weit von der Natur entfernt. Ihr Abbauprozess dauert mehrere Hundert, gar mehrere Tausend Jahre, und wir können gar nicht ermessen, wie viel Schaden wir uns und unserem Planeten zufügen, indem wir sie akzeptieren und verwenden. Früher gab es kein Plastik, kein „Tetra Pak“ und auch nicht die vielen anderen Materialien, ohne die wir uns heute unser Leben gar nicht mehr vorstellen könnten.

Haben wir wirklich keine Alternative? Die gibt es in vielen Fällen leider nicht. Wir sind gezwungen, dem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Druck nachzugeben und beispielsweise täglich digitale Geräte zu verwenden sowie andere Artikel zu kaufen, deren Verwendbarkeit planmäßig verfällt.

Aber es gibt Lebensbereiche, in denen wir – die kleinen Menschen – etwas dafür tun können, die Erde so wenig wie möglich zu belasten. Die Mülltrennung, der Tausch von Dingen in „Zero-Waste“-Gruppen, die Weitergabe unserer überflüssig gewordenen Gegenstände, das Bemühen, Artikel aus natürlichen Materialien aus lokaler Fertigung statt Dutzendware aus Spritzguss zu kaufen, die Wahl eines nahegelegenen Arbeitsplatzes, der mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist – all das weist in die richtige Richtung. Und es gibt noch viele weitere Beispiele, die die Hoffnung aufkeimen lassen, dass bei den Menschen nun doch ein gewisses Bewusstsein erwacht ist.

Diese Ausstellung steht exemplarisch für dieses Bewusstsein. Ziel der an der Decke angebrachten wolkenartigen Installation, die sich über die ganze Bibliothek erstreckt, ist die Sensibilisierung für das Thema mit Mitteln der Kunst. Ergänzt wird die Installation durch eine Reihe von Workshops mit Aktivitäten, die den Teilnehmer*innen hoffentlich die alltäglichen Möglichkeiten für Recycling und ein verantwortungsvolles, nachhaltiges Denken näherbringen können. In den nächsten drei Monaten werden wir sechs Workshops für Kinder und Erwachsene ausrichten, die Wege aufzeigen, wie diese Idee in die Praxis umgesetzt werden kann.

Ich möchte mich bei den „Zero-Waste“-Gruppen des II. und IX. Stadtbezirks für die Mitwirkung bedanken, bei meinem Mann für seine unermüdliche seelische und technische Hilfe, und schließlich möchte ich dem Goethe-Institut für die Einladung danken.

Es sind alle herzlich willkommen!

Kata Anda


Deutsche Übersetzung: Lutz Heis

Workshops


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