13. Budapester Architekturfilmtage Inside Prora

Prora © NOW Collective 2020

Mi, 10.03.2021

Fernkino

Regie: Nico Weber, DE, 2019/20, 100 Min.

Das „Monster am Meer“, der „Koloss von Rügen“: Prora gilt als längstes Gebäude der Welt. Gebaut in der Zeit des Nationalsozialismus als Kraft-durch-Freude-Seebad, aber nie fertiggestellt, nach dem 2. Weltkrieg umgewandelt zu einer der größten Kasernen in der DDR – und lange Zeit verlassen nach der Wiedervereinigung Deutschlands. In dem denkmalgeschützten Gebäude an einem der schönsten Strände Deutschlands kann man jetzt zum ersten Mal Urlaub machen und dauerhaft leben: Es entstehen auch Hotels, Eigentums- und Ferienwohnungen. Der Film geht in das Gebäude hinein und legt verschiedene historische, architektonische und psychologische Schichtungen offen. Inside Prora stellt überraschende Verbindungen von Menschen mit diesem Gebäude und Gesellschaften mit der Architektur der Moderne und dem Phänomen des Massentourismus her. Der Film reist durch Raum und Zeit – kehrt aber immer nach Prora zurück. So beschreibt die Regisseurin in beeindruckenden aktuellen und historischen Bildern, wie die Idee zu Prora direkt aus Vorbildern in Italien entstanden ist und stellt zudem Bezüge zur Wolkenkratzer-Architektur in New York her.

Im Rahmen der Budapester Architekturfilmtage, in Kooperation mit dem Goethe-Institut.

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