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16:15 Uhr

Ulrike Rosenbach: Between Madonna and Amazon

Video Art|Jerusalem International Film Festival (JFF) – Intersections-Programm

  • Cinemathek Jerusalem

Ulrike Rosenbach: Mutterliebe_ Still Foto (Ausschnitt) © Ulrike Rosenbach

Ulrike Rosenbach: Mutterliebe Stil © Ulrike Rosenbach

Das Programm präsentiert eine Auswahl zentraler Videoarbeiten von Ulrike Rosenbach, in denen die Künstlerin konventionelle Darstellungen von Weiblichkeit untersucht und infrage stellt. Ausgehend von mythologischen Erzählungen, religiösen Bildwelten und kulturellen Archetypen entfaltet Rosenbach ein vielschichtiges Nachdenken über Weiblichkeit und über die Mechanismen, durch die weibliche Identität geformt, tradiert und sichtbar gemacht wird.

Ulrike Rosenbach (geb. 1943 in Bad Salzdetfurth, Deutschland) ist eine der führenden deutschen Medien- und Performancekünstler*innen ihrer Generation und seit den frühen 1970er Jahren eine Pionierin der feministischen Kunst.

Kuratorische Konzeption und Einführung: Sharon Balaban

Das Projekt entsteht in Kooperation mit dem Goethe-Institut und dem Center for Contemporary Art and Research –Mamuta, im Rahmen des Jerusalem Festivals, mit besonderem Dank an Philipp Ziegler (ZKM | Karlsruhe).

Prof. Ulrike Rosenbach

Ulrike Rosenbach (*1943, Hildesheim, Deutschland) studierte von 1964 bis 1970 Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf bei Norbert Kricke und Joseph Beuys. Durch ihr Studium bei Joseph Beuys entstanden erste Kontakte zur Happening- und Fluxus-Szene der 1970er-Jahre. Ab 1972 begann Ulrike Rosenbach mit Video als künstlerischem Ausdrucksmittel zu arbeiten und produzierte ihre ersten Video-Live-Aktionen. Ihre frühen Performances, in denen sie Video imclosed-circuit-Verfahren einsetzte, erlangten internationale Anerkennung und machten sie zur renommiertesten deutschen Videokünstlerin. Seit den 1970er Jahren widmete sie sich dem weiblichen Körper als Schnittstelle zwischen Natur, Kultur und Technologie und leistete Pionierarbeit im Bereich der ökofeministischen Performancepraxis. 1976 gründete sie in Köln die „Schule für kreativen Feminismus“. 1977 und 1987 nahm sie an der documenta 6 und 8 teil. Von 1989 bis 2007 war Rosenbach Professorin für Medienkunst an der Hochschule der Bildenden Künste Saar in Saarbrücken. Ulrike Rosenbach lebt und arbeitet im Rheinland.