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Max Mueller Bhavan | Indien Pune

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16:00–18:00 Uhr, IST

Ronya Othmann in Pune

Lesung|Lesung

  • Department of Foreign Languages (SPPU), Ranade Institute, Pune

  • Sprache Deutsch
  • Preis Kostenlos. Auf Einladung.

Ronya Othmann © Goethe-Institut Pune

Ronya Othmann im Gespräch mit Professor Dr. Rajendra Dengle über ihr neues Buch „Die Sommer"

Über das Buch: (Übersetzt in Marathi, Bangla, Simhala, Mongolisch, Koreanisch, Japanisch, Indonesisch, Slowenisch)

Die Sommer 
Erschienen im Hanser Verlag


Leyla ist die Tochter einer Deutschen und eines jesidischen Kurden… Das ergreifende Debüt der Gewinnerin des Publikumspreises des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs (2019) über das Dasein zwischen zwei Welten.

Das Dorf liegt in Nordsyrien, nahe zur Türkei. Jeden Sommer verbringt Leyla dort. Sie riecht und schmeckt es. Sie kennt seine Geschichten. Sie weiß, wo die Koffer versteckt sind, wenn die Bewohner wieder fliehen müssen. Leyla ist Tochter einer Deutschen und eines jesidischen Kurden. Sie sitzt in ihrem Gymnasium bei München, und in allen Sommerferien auf dem Erdboden im jesidischen Dorf ihrer Großeltern. Im Internet sieht sie das von Assad vernichtete Aleppo, die Ermordung der Jesiden durch den IS, und gleich daneben die unbekümmerten Fotos ihrer deutschen Freunde. Leyla wird eine Entscheidung treffen müssen. Ronya Othmanns Debütroman ist voller Zärtlichkeit und Wut über eine zerrissene Welt.

Über die Autorin:

Ronya Othmann Foto (Detail): © Cihan Cakmak Ronya Othmann, geboren1993 in München, schreibt Lyrik, Prosa und Essays und arbeitet als Journalistin. Für ihre schriftstellerische Tätigkeit wurde sie viele Male ausgezeichnet, unter anderem mit dem Lyrik-Preis des Open Mike, dem MDR-Literaturpreis und dem Caroline-Schlegel-Förderpreis für Essayistik.

Für „Die Sommer“, ihren ersten Roman, bekam sie 2020 den Mara-Cassens-Preis zugesprochen, für den Lyrikband die „verbrechen“ (2021) den Orphil-Debütpreis, den Förderpreis des Horst-Bienek-Preises sowie den Horst Bingel-Preis 2022. Ein Auszug aus „Vierundsiebzig“, ihrem zweiten Roman, wurde 2019 mit dem Publikumspreis des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs ausgezeichnet. Ronya Othmann lebt in Berlin. 

Ronya Othmann schreibt über deutsche Außenpolitik im Nahen Osten, den Genozid an den Jeziden, Trauma, Flucht, Migration, kurdische Themen, queere Themen, Rassismus, Gewalt und Diskriminierung. Ronya Othmann schreibt Lyrik, Prosa, Essay und journalistisch. Ihre Gedichte kann man u.a. auf Lyrikline hören. Ihre Prosa und Essays finden sich in Zeitschriften, Anthologien und online. In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung schreibt sie die Kolumne „Import Export“. Ihre journalistische Arbeit ist auf Torial zu sehen.

Über den Übersetzer und Moderatoren:

Rajendra Dengle © Rajendra Dengle
Prof. Dr. Rajendra Dengle wurde in Mumbai geboren und wuchs in Pune auf, wo er die Schule und das College besuchte und sich auf deutsche Literatur und Philosophie spezialisierte.

Er machte seinen Magister und promovierte an der Jawaharlal Nehru University (JNU) über die dramatischen und erzählerischen Werke von Ödön von Horváth. Er lehrte 42 Jahre lang am Zentrum für Germanistik der JNU und ging im Juli 2021 in den Ruhestand. Seine Forschungsschwerpunkte waren Sprachphilosophie, Literaturtheorien, Kommunikation und Neue Medien. Er war Sekretär der indischen Goethe-Gesellschaft und Herausgeber von deren Jahrbuch. Er hat Forschungsarbeiten über Friedrich Schiller, Ödön von Horváth, Fritz Mauthner und Vilém Flusser veröffentlicht. Er hat literarische Texte aus dem Marathi ins Deutsche (Vishram Bedekar, D. B Mokashi) und aus dem Deutschen ins Hindi (Herta Müller) sowie aus dem Deutschen ins Marathi (Ronya Othmann) übersetzt. Neben seiner akademischen Arbeit war er Dean der School of Language, Literature and Culture Studies der JNU. Er ist ein leidenschaftlicher Töpfer und hat an Gruppenausstellungen in der Lalit Kala Academy, Sanskriti Kendra, Triveni Kendra und dem India Habitat Centre teilgenommen.

Über das Projekt: Social Translating

Das Social Translating Projekt erprobt eine neue soziale Praxis des literarischen Übersetzens. Übersetzerinnen und Übersetzer aus Asien übertragen einen deutschsprachigen Roman in ihre jeweiligen Landessprachen, treffen sich dabei in einem geschlossenen digitalen Raum und erarbeiten ihre Übersetzungen im Austausch untereinander sowie im engen Diskurs mit der Autorin oder dem Autor.
Der Debutroman von Ronya Othmann ‚Die Sommer‘ wurde im Rahmen des Social Translating Projekts in die asiatischen Sprachen übersetzt. Prof. Rajendra Dengle hat dieser Roman ins Marathi übersetzt.