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19:30 Uhr

Zwischen Welten von Feo Aladag

Film|Im Rahmen der Filmreihe Filmissimi – Deutsches Autorenkino

  • Auditorium des Goethe-Instituts, Rom

  • Sprache Deutsch mit italienischen Untertiteln
  • Preis Der Eintritt ist kostenlos und wird nach Verfügbarkeit der Sitzplätze gewährt
  • Teil der Reihe: Filmissimi – Deutsches Autorenkino

Filmstill aus Zwischen Welten von Feo Aladag. Ein deutscher Soldat sitzt auf einem Teppich im Haus einer afghanischen Familie und unterhält sich mit ihnen. Foto (Detail): © Independent Artists Filmproduktion

Filmstill aus Zwischen Welten von Feo Aladag. Ein deutscher Soldat sitzt auf einem Teppich im Haus einer afghanischen Familie und unterhält sich mit ihnen. Foto (Detail): © Independent Artists Filmproduktion

Donnerstag, 12. Februar 2026 um 19:30 Uhr zeigt das Goethe-Institut Rom den Film der deutschen Regisseurin Feo Aladag Zwischen Welten.

Regie: Feo Aladag
Deutschland 2014, 103 Min., Originalversion mit itl. UTs
Bundeswehrsoldat Jesper meldet sich erneut zum Dienst in das krisengeschüttelte Afghanistan und erhält mit seiner Truppe den Auftrag, einen Außenposten in einem kleinen Dorf vor dem wachsenden Einfluss der Taliban zu schützen. Dabei wird der junge Afghane Tarik als Dolmetscher zur Seite gestellt.
Jesper versucht mit Tariks Hilfe, das Vertrauen der Dorfgemeinschaft und der verbündeten afghanischen Milizen zu gewinnen – doch die Unterschiede zwischen den beiden Welten sind groß. Er steht immer wieder im Konflikt zwischen seinem Gewissen und den Befehlen seiner Vorgesetzten. Tarik wird von den Taliban bedroht, weil er für die Deutschen arbeitet. Als er seine Schwester in Sicherheit bringen will geraten die Dinge außer Kontrolle.

Die Deutsche Filmpreisgewinnerin Feo Aladag ist zugleich Drehbuchautorin, Regisseurin und Produzentin des Films, der an Originalschauplätzen in Afghanistan realisiert wurde. Jahrelang hat sie darauf hingearbeitet, zahllose Hindernisse aus dem Weg geräumt, um den Film direkt im Krisengebiet zu drehen.

Die Geschichte hat während der Produktionsphase eine aktuelle Brisanz gewonnen: 2014 ziehen die deutschen Schutztruppen nach mehr als 10 Jahren aus Afghanistan ab und hinterlassen ein unbefriedetes Land und zahllose lokale Mitarbeiter, die von den Taliban als Kollaborateure der Besatzungsmächte gesehen werden.

Biographie

Feo Aladag

Regisseurin

Sie absolvierte ihre Schauspielausbildung in Wien und London und schloss parallel dazu ein Studium der Psychologie und Kommunikationswissenschaften in Wien mit einer Promotion ab. Ihr Interesse an der Regie vertiefte sie 2003 und 2004 durch die Teilnahme an Regie-Masterclass der Europäischen Filmakademie (unter anderem bei Michael Radford und Mike Figgis) und durch eine erweiterte Gasthörerschaft an der DFFB in Berlin.

Im Jahr 2005 gründete sie gemeinsam mit ihrem Mann, dem Regisseur Züli Aladag, die Filmproduktionsfirma Independent Artists in Berlin. Ihr Regiedebüt gab sie mit Die Fremde (2010), bei dem sie auch als Produzentin und Autorin fungierte. Der Film, in dem Sibel Kekilli die Hauptrolle spielte, feierte seine erfolgreiche Premiere auf der Berlinale 2010 und gewann insgesamt 47 nationale und internationale Auszeichnungen. Dazu gehören der Deutsche Filmpreis in Bronze als Bester Spielfilm sowie der Preis der Deutschen Filmkritik in mehreren Kategorien.

Ihr zweiter Kinofilm, Zwischen Welten (2014), behandelt das intensive Thema eines ISAF-Soldaten im Afghanistankrieg und wurde ebenfalls im Wettbewerb der Berlinale 2014 uraufgeführt, gefolgt von der Präsentation auf über 50 internationalen Filmfestivals.
Aladags Arbeit ist stark von ihrem sozialen Engagement geprägt, das bereits durch Spots für die internationale Amnesty-Kampagne „Stop violence against women“ ausgelöst wurde.